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Insolvenznachrichten (2008)

In dieser Rubrik  finden Sie ältere Pressenachrichten zum Insolvenzwesen - hier aus dem Jahr 2008. 


Speck Pumpen - mit Volldampf aus der Krise

30.12.2008 Hilpotstein:

Das Jahr 2006 hat für das renommierte Hilpoltsteiner Unternehmen Speck Pumpen denkbar schlecht begonnen: Es schlitterte in die Insolvenz. 2009 wird sehr gut beginnen: Am neuen Firmengelände florieren die Geschäfte und die Existenzangst der Mitarbeiter ist Freude über weitere Kollegen gewichen. Vor 3 Jahren sah die Situation noch anders aus: fernöstliche Konkurrenz drückte die Verkaufspreise, erhöhte Rohstoffpreise verteuerten die Produktionskosten. Zwei der wichtigsten Faktoren, die das Unternehmen betriebswirtschaftlich immer mehr in die Enge trieben, bis es im Februar 2006 schließlich einen Insolvenzantrag stellen musste. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. April jenen Jahres eröffnet, stellte sich aber nicht als schlechter Scherz, sondern als eine bitterernste Angelegenheit heraus. Die in München und Nürnberg ansässigen Insolvenzverwalter Werner Pöhlmann und Stefan Oppermann nahmen sich der Firma an. Sie fanden ein zahlungs- und handlungsunfähiges Unternehmen vor.

Man war der Meinung, dass der Betrieb durchaus fortgeführt werden konnte und deshalb nicht zerschlagen werden musste, erklärt Oppermann. Ein rettender Investor musste also her. Der wurde bald gefunden. Im August 2006 übernahm er wesentliche Bestandteile der Firma und begann mit seinem Team den Sanierungsprozess, es wurden Kompetenzbereiche neu gegliedert, Betriebsabläufe optimiert und damit Kosten reduziert. Im April 2008 erfolgt der erste Spatenstich für das neue Firmengebäude. Im November nun kann das neue Domizil offiziell eingeweiht werden.

(Quelle: Donaukurier)


Autozulieferer Stankiewicz insolvent

29.12.2008 Celle:

Beim Autozulieferer Stankiewicz ist das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden. Am Stammsitz des Unternehmens in Adelheidsdorf bei Celle und an anderen deutschen Standorten seien 1250 Arbeitsplätze in Gefahr, war Medieninformationen zu entnehmen- weltweit seien rd. 2000 Jobs gefährdet. Das Unternehmen war wegen der Finanz- und Autokrise in Zahlungsnot geraten. Der Insolvenzverwalter Christopher Seagon hat nun die Aufgabe, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und zu erhalten. Zudem soll er die Firma bis zur Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens fortführen.

(Quelle: N-TV)


Soemtron AG insolvent

29.12.2008 Sömmerda:

Die Soemtron AG hat das Insolvenzverfahren beantragt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Erfurter Rechtsanwalt Horst Helberg bestellt. Die Soemtron AG war erst im Januar 2008 aus der ebenfalls insolvent gegangenen Innowert GmbH hervorgegangen und hatte sich in diesem Jahr auch am Wettbewerb für den Thüringer Innovationspreis beteiligt. Das Unternehmen entwickelt, baut und vertreibt neben anderen Industrie-Produkten eigene Wärmesysteme und Photovoltaik-Anlagen. Dazu gehören Infrarotheizungen und Solarzellen-Gestellsystemen mit Nachführtechnik bis hin zu Solar-Komplettsystemen. Die Soemtron AG hat etwa 80 Beschäftigte.

(Quelle: MDR)


Nach LOMO-Insolvenz: 25 Arbeitsplätze durch "Red Fuel Cards" gerettet

29.12.2008 Bad Hersfeld:

Der Stellenabbau bei Red Fuel Cards Ltd., der Erwerberin der Lomo-Karte fällt deutlich geringer aus als zunächst angenommen. Dies teilte das Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem örtlichen Lomo-Betriebsrat, der ein Übergangsmandat auch für die ReD-Mitarbeiter hat, mit. Das Tochterunternehmen eines weltweit operierenden Konzerns für Zahlungssysteme erhält in Bad Hersfeld 25 Arbeitsplätze der früheren Lomo-Credit-Card-Sparte, denn von hier aus soll künftig das gesamte Europa-Geschäft koordiniert werden. Nach der Übernahme des insolventen Lomo Karten Geschäfts durch ReD im Sommer war eine zwingende Optimierung der Geschäftsabläufe erforderlich geworden, um a.E. nicht alle Arbeitsplätze des Unternehmens in Bad Hersfeld zu gefährden. Sieben Mitarbeiter erhalten nun das Angebot in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Die Lomo-Card wird inzwischen wieder an mehr als 2.000 Stationen in zwölf europäischen Ländern anerkannt. Dies gilt auch für die rd. 500 deutschen Jet-Stationen, alle Tamoil- und HEM-Stationen.

(Quelle: Osthessen News)


Eral-Metall steht vor dem Aus

28.12.2008 Klettgau:

Die Geschäftsführung teilte den 154 Beschäftigen per Post mit, dass die Firma Antrag auf Insolvenz gestellt hat. Bereits im Sommer hatte man nach Unternehmensangaben eingeräumt, dass sich der Betrieb in einer schwierigen Lage befindet und weiterer Stellenabbau notwendig sei. Ziel war damals eine deutliche Qualitätssteigerung, denn Eralmetall fertigt Gussteile für die Automobilbranche. Einigen Stimmen war zu entnehmen, dass vor allem Managementfehler zu der Situation beigetragen hätten. Nachdem der österreichisch-kanadische Magna-Konzern Eralmetall Mitte 2006 an den Hamburger Privatinvestor Jan-Matthias Westermann verkauft hat, seien das komplette Qualitätsmanagement und viele Know-How-Träger entlassen worden. Nun will Insolvenzverwalter Uwe Kaiser aus Dachsberg die Belegschaft darüber informieren, wie es in den nächsten Monaten mit Eral-Metall weitergeht.

(Quelle: Südkurier)


Schröder Zerspanungstechnik: "Notausgang Insolvenzverfahren"

26.12.2008 Lübeck:

Insolvenzverwalter Peter Knöpfel macht den Mitarbeitern von Schröder Zerspanungstechnik Mut: Mit neuen Kunden soll die Firma aus der Krise geführt werden.

Als die Lübecker Firma Schröder Zerspanungstechnik vor Kurzem Insolvenz anmelden musste, schien das die schlechteste nur denkbare Nachricht für die 136 Mitarbeiter zu sein. Doch von Job- oder gar Existenz-Angst ist bei den Beschäftigten des Dräger-Zulieferers rein gar nichts zu spüren.

"Wir haben genügend Aufträge in den Büchern, es gibt Arbeit für alle". Aussagen wie diese sind es, die den Mitarbeitern Mut machen. Zumal, wenn sie von Peter Knöpfel kommen.

Fast alle der insgesamt 136 "Schröderianer" sind zur Betriebsversammlung gekommen und hören gute Nachrichten: Bis zum 5. Januar legt die Firma Betriebsferien ein, danach geht die Produktion weiter. Jetzt müsse man die Strukturen verändern - das Unternehmen sei von Dräger abhängig. 90 % aller Aufträge kommen von dem Großkonzern. Genau das hat der Firma nun das Genick gebrochen: Dräger hatte Aufträge im Wert von gut 3 Mio. EUR storniert. Nun sollen weitere Kunden gewonnen und die Qualität verbessert werden. Gelingt das, seien die Aussichten, einen Investor zu finden, "ziemlich gut".

(Quelle: Lübecker Nachrichten)


drupa-Jahr endet mit Insolvenz-Antrag

23.12.2008 Buchholz-Sprötze:

Die Mitarbeiter von Schneider Senator, einer Sparte der Senator Technology GmbH, bangen um ihren Job, nachdem das Unternehmen mit Sitz in Buchholz-Sprötze Insolvenz-Eröffnung beantragen musste. Erforderlich wurde der Insolvenz-Antrag nach Angaben des Unternehmens deswegen, weil die Banken der Senator Technology GmbH Sonderkredite für die Zwischenfinanzierung verweigerten.

Hintergrund: Anfang des Jahres hatte Senator Technology aus der Autoindustrie einen Gießmaschinen-Auftrag über 5 Mio. EUR erhalten. Die damit verbundenen Vorfinanzierungseffekte wären unter finanziellen Aspekten gut darstellbar gewesen - hätten die Banken nicht erstmalig eine Kreditlinie für die branchenübliche Zwischenfinanzierung dieser Großprojekte verweigert.

Dank der nach wie vor guten Auftragslage hat der vorläufige Insolvenzverwalter entschieden, dass der Geschäftsbetrieb vollumfänglich durch die Geschäftsleitung fortgeführt wird. Die Teileversorgung, der Werksservice wie auch die Auslieferung bestellter Maschinen sind gesichert. So wird Anfang Januar eine E-Line 260-Anlage in Deutschland installiert, die mit 260 cm Schnittbreite größte Papierschneidemaschine aus deutscher Serienproduktion.

Für die Mitarbeiter kam der Insolvenz-Antrag relativ überraschend, da das Jahr 2008 für das Unternehmens eigentlich sehr gut gelaufen war. Man hatte nach Angaben des Unternehmens das beste Geschäftsjahr und eine Umsatzsteigerung von 30 % erwartet.

(Quelle: Druck & Medien)


Trotz Insolvenz - Geschäfte bei Meyers Autozentrum laufen weiter

22.12.2008 Gunzenhausen:

Die Geschäfte bei "Meyers Autozentrum" gehen trotz Insolvenz unverändert weiter. Der Insolvenzverwalter Joachim Exner von der renommierten Kanzlei Dr. Beck in Nürnberg hat erklärt, dass genügend Masse vorhanden sei, das Insolvenzverfahren offiziell zum 31.12.2008 zu eröffnen.

Wie der Insolvenzverwalter mitteilte, ist das Autohaus, das die Marken Mazda und Ford vertritt, ein Opfer der Finanzkrise geworden. Vor allem das Neuwagengeschäft sei rasch und heftig eingebrochen. Er sehe aber Sanierungschancen.

(Quelle: Altmühl-Bote)


Fertighausfirma ist insolvent

20.12.2008 Dorsten:

Die Traditionsfirma Nachbarschulte Ideal Bau hat Insolvenz angemeldet. Den letzten fünf Mitarbeitern wurde gleichwohl nicht gekündigt. Grund für die Insolvenz sind die Außenstände mehrerer Bauherren. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter prüft die Zukunftsperspektiven. Das Unternehmen hatte nach dem Ersten Weltkrieg als Zimmerei begonnen, wurde zur Schreinerei ausgebaut und konzentrierte sich später auf den Fertigbau, der sich in zahlreichen Fabrikhallen in der Dorstener Umgebung niederschlug: Auch Schulen, Turnhallen, Häuser und UN-Flüchtlingsheime waren darunter. Als der Baubedarf in den östlichen Bundesländern stark zurück ging, wurde die Firma, inzwischen in vierter Generation in den Händen der Familie Nachbarschulte, zu einem reinen Generalunternehmen zurückgebaut.

(Quelle: Marl aktuell)


Macro System beantragt Insolvenz - Produktion und Kundenservice gesichert

19.12.2008 Wetter:

Macro System musste Insolvenz anmelden. Das Ziel ist eine Entschuldung von Altlasten, weshalb man sich einen Spezialisten an Bord geholt hat. Es handelt sich um eine sog. Planinsolvenz in Eigenverwaltung, womit sich Macro System wieder freischwimmen will. Klar definiert ist bereits, dass Kundenservice und Garantieabwicklung dauerhaft gesichert sind. Zudem sollen Casablanca S-2000 und die DVC-Geräte trotz Insolvenz in der zweiten Januarwoche ausgeliefert werden können. Auch Entlassungen von Mitarbeitern soll es keine geben. Macro System schlägt sich vielmehr mit Altlasten herum, die z.T. aus einem geplatzten Börsengang, z.T. aus der Entwicklung der Enterprise-Serie stammen. Diese belasten mit hohen Finanzierungskosten die Bilanz. Der Insolvenzexperte Jörg Spies tritt deshalb in den Vorstand der Firma ein und übernimmt damit direkt Verantwortung. Er soll zusammen mit den Hauptgläubigern eine Lösung für diese Altlasten finden und will für den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens sorgen.

(Quelle: Videoaktiv Digital)


Landesgesetz zur Ausführung der Insolvenzordnung (AGInsO) im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Rheinland-Pfalz verkündet

Am 24.12.2008 ist das Landesgesetz zur Ausführung der Insolvenzordnung (AGInsO) vom 22.12.2008 im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Rheinland-Pfalz (GVBl. S. 314) verkündet worden. Es ist am Tag nach der Verkündung, mithin am 25.12.2008 in Kraft getreten. Nach § 1 AGInsO sind als geeignete Personen und Stellen im Verbraucherinsolvenzverfahren im Sinne des § 305 Abs. 1 Nr. 1 der Insolvenzordnung nur anzusehen:

  1. 1.

    Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Steuerberaterinnen und Steuerberater, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer sowie vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer (geeignete Personen) und

  2. 2.

    die Stellen, die vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als geeignet anerkannt worden sind (geeignete Stellen).

Die Aufgaben einer geeigneten Person oder Stelle regelt § 2. Deren Anerkennung wird in § 3 des AGInsO geregelt. Gemäß § 7 tritt das Gesetz am Tag nach seiner Verkündung in Kraft

(Quelle: LexisNexis, Redaktion Gesetzgebungsnews, Mitteilung v. 2.1.2009)


Coface setzt Deutschland auf die Beobachtungsliste - Zahlungsstörungen nahmen 2008 um 28 % zu

Coface hat Deutschland im Länderrating auf die negative Beobachtungsliste gesetzt. Anlass ist die nun auch in Deutschland spürbare deutliche Verschlechterung des Zahlungsverhaltens von Unternehmen. In den ersten elf Monaten 2008 haben sich die Zahlungsstörungen nach Zahlen der Coface um 28 % erhöht. Zudem wirke sich die aktuelle Krise besonders stark auf den Export deutscher Unternehmen aus.

Deutschland ist die letzte westeuropäische Industrienation, die von Coface abgewertet oder auf die Watchlist mit negativer Aussicht genommen wurde. Wie Frankreich, das seit Oktober 2008 auf der Beobachtungsliste steht, bleibt Deutschland noch in der besten Stufe A1. Großbritannien und Spanien wurden bereits in A2 herabgestuft. Das Länderrating der Coface bezieht sich nicht auf die Stabilität eines Staates oder die Sicherheit von Staatsanleihen, sondern bewertet das Zahlungsausfallrisiko bei kurzfristigen Geschäften mit Unternehmen in einer Region oder in einem Land. Die negative Entwicklung im Export könnte dazu führen, dass die davon betroffene Industrie Investitionen stoppt. Auf der anderen Seite könnten Investitionen in den öffentlichen Sektor und Bauvorhaben in der Infrastruktur ebenso leichte positive Auswirkungen haben wie der private Konsum. Denn in Deutschland sieht Coface keine Immobilienblase oder breite Überschuldung der privaten Haushalte.

Die Branchensituation bewertet Coface derzeit differenziert. Am meisten betroffen seien die Bereiche, die am stärksten von Exporten abhängig sind, wie Flugzeug- und Automobilzulieferer, Textil- und Bekleidungsindustrie, See- und Binnenschifffahrt und - in geringerem Ausmaß - Metall-, Chemie- und Ausrüstungsindustrie. Andere Branchen könnten der Entwicklung besser widerstehen. Dazu zählt Coface z.B. die Möbelindustrie, die von einer steigenden Nachfrage profitieren könnte.

"Insgesamt haben sich deutsche Unternehmen als standfester erwiesen und sich länger als andere westeuropäischen Firmen gehalten, aber der Abschwung übertraf letztlich die Stabilität", erklärt Yves Zlotowski, Chefvolkswirt der Coface. "Das Zahlungsverhalten in Deutschland beginnt sich zu verschlechtern und die Insolvenzen steigen." Angesichts des traditionell vergleichsweise guten Zahlungsverhaltens in Deutschland seien zunehmende Verzögerungen und Ausfälle umso alarmierender. "Jetzt ist eine deutliche Verschlechterung seit dem letzten Herbst festzustellen", fasst Yves Zlotowski zusammen. Die Coface-Länderbewertungen berücksichtigen insbesondere das Zahlungsverhalten der Unternehmen bei kurzfristigen Verbindlichkeiten in den jeweiligen Ländern. Es fließen aber auch Daten zur wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklung eines Landes ein sowie zum Geschäftsumfeld, wozu vor allem die Transparenz bei den Unternehmensbilanzen, der Gläubigerschutz und institutionelle Rahmenbedingungen gehören. Das Rating ist ein Indikator für Unternehmen, die in diesen Ländern Geschäfte machen. Die Bewertungen folgen einer ähnlichen siebenstufigen Skala wie die der Ratingagenturen: A1 bis A4 entsprechen Investmentgrades, B, C und D stehen für ein mittleres bis hohes Risiko. Regelmäßig werden über 150 Länder analysiert und bewertet.

(Quelle: Pressemitteilung Coface Deutschland AG, Mainz)


Grieshaber Feinmechanik GmbH meldet Insolvenz an

09.12.2008 Eisenbach:

In den Sog der Wirtschaftskrise geraten ist jetzt auch die renommierte Eisenbacher Grieshaber Feinmechanik GmbH: Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Betroffen von der Insolvenz sind rd. 100 Beschäftigte des auf Zahnräder, Schnecken und Antriebskomponenten spezialisierten Unternehmens, das vor über 120 Jahren gegründet wurde.

Nach Angaben des Geschäftsführers kann der "Auftragsbestand nicht mehr als gesichert angesehen werden". Ebenso sei nicht eindeutig klar, ob die vorhandenen Aufträge in den abgeschlossenen Rahmenabkommen, dies betrifft vor allem die Aufträge der Kunden aus dem Automobilbereich, weiter bestehen bleiben.

Um auch weiterhin leistungsfähig auf dem Markt agieren zu können, müsse das Unternehmen den neuen Marktbedingungen kurzfristig angeglichen werden. Deshalb habe man sich entschlossen, unter dem schützenden Schirm eines Insolvenzplanverfahrens das Unternehmen nachhaltig marktfähig zu gestalten. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird laut Aussage des AG der Freiburger Rechtsanwalt Heinz Pantaleon genannt Stemberg bestellt. Der Geschäftsbetrieb soll in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter fortgeführt werden.

(Quelle: Südkurier)


Wollkämmerei muss schließen

05.12.2008 Bremen:

Die traditionsreiche Bremer Wollkämmerei muss nach 125 Jahren schließen. Das Aus wurde den rd. 200 Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt, sagte ein Unternehmenssprecher.

Voraussichtlich Ende Januar soll die Produktion eingestellt werden. Derzeit werde mit der Gewerkschaft IG Metall über einen Sozialplan verhandelt. Die Wollkämmerei beliefert vor allem Spinnereien in Deutschland und Europa. Durch die hohen Produktionskosten und den massiven Druck durch die Konkurrenz aus Asien sei das Geschäft zuletzt immer schwieriger geworden. In ihren besten Zeiten in den 50er-Jahren hatte die Kämmerei 5.000 Beschäftigte. Auch das Zweigwerk in der Türkei wird geschlossen.

Einziger Aktionär der Wollkämmerei ist die australische Elders-Gruppe, eine Wollhandelsgesellschaft, die entschieden hat "nicht mehr weiterzumachen". Die 150 Mitarbeiter in der Wollverarbeitung müssen sich nun auf die Suche nach neuen Arbeitgebern machen, für die rd. 60 Mitarbeiter im Bereich Chemiefaser gibt es noch Hoffnung: Dort steht die Suche nach neuen Investoren, aber auch ein Management Buy-out zur Debatte, sagte der Unternehmenssprecher.

Die Bremer Wollkämmerei wurde 1883 als Aktiengesellschaft gegründet. Das Unternehmen wuchs schnell. Im Jahr 2000 erhielt die Wollkämmerei mit Elders aus Australien einen Großaktionär und neuen Partner, 2004 verhinderte eine umfangreiche Sanierung mithilfe des Großaktionärs und der Banken die Insolvenz.

(Quelle: Die Welt)


Erst vorläufige Insolvenz - jetzt gerettet

02.12.2008 Obernkirchen:

Das Autohaus Opel Meineker befindet sich in der vorläufigen Insolvenz. Ein kurzfristig einberufener "Krisengipfel" endete jedoch mit einem positiven Ergebnis: Sowohl die Mutterfirma General Motors als auch Opel selbst signalisierten, dass sie an einem Fortbestand des Autohauses "großes Interesse" hätten, wie der Mindener Insolvenzverwalter Stephan Höltershinken erklärte.

In diesem Zusammenhang sprach der Insolvenzverwalter von "erschreckenden Umsatzeinbrüchen in den letzten Monaten", die das Autohaus nicht habe auffangen können - trotz aller Bemühungen". Betroffen seien 14 Mitarbeiter.

Bereits jetzt habe GM und Opel signalisiert, dass nicht ein Auto abgeholt wird und die Werkstatt mit sämtlichen Ersatzteilen beliefert werde.

Generell, so der Insolvenzverwalter, habe die Geschäftsführung des Autohauses alles richtig gemacht. "Wenn es knapp wird, sollte die Insolvenz so früh wie möglich beantragt werden." Dann habe man die besten Chancen, um bei den großen drei Problembereichen gegensteuern zu können: "Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter."

(Quelle: SN online)


Fiat-Händler meldet Insolvenz an

28.11.2008 Troisdorf:

Das Fiat-Autohaus Schmickler hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Insolvenz wurde wegen Zahlungsschwierigkeiten gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwaltung ist Steuerberater Thomas Steger aus Hangelar bestellt worden.

(Quelle: General Anzeiger Bonn)


Palla Textiltechnik in Aachen insolvent

27.11.2008 Aachen:

Die aus der früheren Tuchfabrik Wilhelm Becker hervorgegangene Palla Creativ Textiltechnik GmbH & Co KG hat beim AG Aachen einen Insolvenzantrag gestellt.

Betroffen sind die drei Standorte Aachen, St. Egidien/Sachsen und Neuenkirchen bei Coesfeld mit zusammen 800 Mitarbeitern. Nach Ansicht des Insolvenzverwalter Christoph Niering ist zu erwarten, dass der Standort Neuenkirchen mit 118 Stellen geschlossen wird.

Künftig soll die Produktion auf die beiden restlichen Standorte konzentriert werden.

(Quelle: Aachener Nachrichten)


Druckunternehmen ist insolvent

26.11.2008 Trebur:

Das Druckunternehmen "Diamond Systems" im südhessischen Trebur ist insolvent. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde vom AG Darmstadt der Mannheimer Rechtsanwalt Martin Wiedemann bestellt.

Nach Darstellung der Geschäftsführung wird das aus einem Rechenzentrum des Autoherstellers Mitsubishi entstandene Unternehmen sicher eine Zukunft haben. Auswirkungen auf die rd.140 Beschäftigten ließen sich noch nicht abschließend beurteilen.

Das Unternehmen sei bereits seit Längerem defizitär und leide insbesondere unter seiner viel zu großen Immobilie.

Künftig wolle sich "Diamond Systems" auf den Digitaldruck konzentrieren, während andere Teile ausgegründet oder als Profit-Center geführt werden könnten. Derzeit liege der Umsatz pro Mitarbeiter nur bei der Hälfte des anzustrebenden Werts. Dies bedeute nicht automatisch, dass man sich von der Hälfte der Beschäftigen trennen wolle. Die Aufträge, die vor allem aus der Luftfahrtindustrie stammen, müssten verlässlich abgearbeitet werden.

(Quelle: Frankfurter Rundschau)


Dr. Z übernimmt McZahn-Praxis in Krefeld

26.11.2008 Krefeld:

Dr. Z übernimmt die insolvent gegangene McZahn-Praxis in Krefeld und auch in allen Großstädten in NRW. Die vor 2 Jahren gegründete McZahn AG betrieb zahnärztliche Praxen in NRW. Am 29.9.2008 meldete McZahn dann Insolvenz beim AG Krefeld an.

Ab Mitte November soll die "Dr. Z GmbH" die Mc Zahn Filiale in Krefeld übernehmen, wie aus Medienberichten zu entnehmen war.

Laut Unternehmensführung erhalte jeder Patient die gleichen Konditionen wie mit McZahn vereinbart. Abgebrochene oder nicht fortgesetzte Behandlungen werden wieder aufgenommen. Mitarbeiter und beschäftigte Zahnärzte der Praxis in Krefeld sowie Mitarbeiter der McZahn-Zentrale würden übernommen.

Verhandlungen hinsichtlich der Übernahme von weiteren Praxen im Rheinland wurden am Wochenende abgeschlossen.

Die Übernahme wurde durch das Schweizer Investmenthaus Cukierman, Rasenberger, Toschek AG eingefädelt.

(Quelle: Westdeutsche Zeitung)


Keilbach-Geschäftsführung sucht das Heil in der Insolvenz

26.11.2008 Offenburg:

Die Textilwarenhauskette Keilbach hat beim AG Offenburg Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Stefano Buck aus Achern bestellt.

Die Modekette mit Sitz in Offenburg hat in Südwestdeutschland 86 Filialen sowie ein Factory-Outlet-Center in und beschäftigt insgesamt 480 Mitarbeiter. Der Insolvenzverwalter

wird das Unternehmen mit allen Filialen fortführen und Sanierungsmöglichkeiten prüfen, heißt es Medienberichten zu Folge.

Keilbach stand erst im April 2008 kurz vor der Insolvenz. Ein Düsseldorfer Sanierungsunternehmen übernahm damals die Kette zum symbolischen Preis von 1 EUR . Deren Sanierungskonzept ist nach Anfangserfolgen gescheitert. Wie aus Keilbach-Mitarbeiter-Kreisen verlautet, soll die Geschäftsführung anstreben, ein sog. Insolvenzplanverfahren zu erreichen.

(Quelle: Badische Zeitung)


Möbelhaus Chalet schließt im Januar

26.11.2008 Nordenstadt:

Das Nordenstadter Möbelhaus Chalet, das sich bis vor Kurzem im Besitz der insolventen Möbelgesellschaft Kortendieck befand, wird in 2 Monaten schließen. Lediglich 10 der insgesamt 15 Filialen von Kortendieck werden nach Informationen des Insolvenzverwalters Stephan Thiemann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH bundesweit fortgeführt.

Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.9.2008 sei eine betriebswirtschaftliche Prüfung im Gange, deren Ziel es sei, die rentabelsten Filialen der Kette zu ermitteln.

Es überraschte nach Angaben von Insidern nicht, dass gerade die Filiale in Nordenstadt schließen muss. Durch den abgelegenen Standort des Möbelhauses am Rande von Nordenstadt kämen beinahe ausschließlich Kunden, die gezielt auf der Suche nach Möbeln sind. Auch auf die Frage, ob nach dem Ende von Chalet gleich ein neues Möbelhaus die leere Immobilie beziehen könnte, äußert man sich mit einiger Skepsis. Interessenten gebe es, doch sei ein so großes Verkaufsgebäude gerade in Zeiten der Finanzkrise nicht so leicht zu vermitteln.

(Quelle: Wiesbadener Kurier)


Ice Tigers melden Insolvenz an

25.11.2008 Nürnberg:

Die Sinupret Ice Tigers haben ihm dritten Jahr unter dem neuen Alleingesellschafter Günther Hertel am Nürnberger Insolvenzgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens aufgrund von Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Dennoch keimt bei den Ice Tigers ein kleiner Hoffnungsschimmer. Als oberstes Ziel sei zunächst formuliert worden, die SaisonzuEndezuspielen.SolltenindennochGeldgeberodergar neue Gesellschafter gefunden werden, ist durchaus auch eine DEL-Zukunft über die Saison hinaus denkbar. Das zu prüfen liegt jetzt an Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun als bestellter Insolvenzverwalter.

(Quelle: Eurosport)


Die Kaiserwerft Saal hat Insolvenz angemeldet

24.11.2008 Kelheim:

Die Kaiserwerft GmbH hat beim Regensburger AG Insolvenz angemeldet. Aktuell fällige Zahlungen könne man nicht mehr leisten, so ein Unternehmenssprecher. Mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung betraute das Gericht Anwalt Joachim Exner von der Regensburger Niederlassung der Nürnberger Kanzlei Beck & Partner.

Dieser bezeichnete es Anfrage der Medien als "zu früh", um seriös Auskunft zu geben, ob die Werft weitermachen kann: Derzeit sei man dabei, die Vermögenslage und Produktionsstand zu ermitteln.

Bis dato baute die Werft an der Yacht Nr.107, die nächstes Jahr fertig werden sollte - vertragsgemäß hätte die Kaiserwerft aktuell bei Nr.107 "einen weiteren Bauabschnitt erreichen müssen, was ihr aber aus eigener Kraft nicht mehr möglich war".

Folglich verweigerte der Auftraggeber Teilzahlungen, was laut Unternehmensangaben zum akuten Zahlungs-Unvermögen der KW geführt habe.

(Quelle: Mittelbayrische)


Autogarten meldet Insolvenz an

24.11.2008 Kassel:

Der Kasseler Autohändler und -dienstleister RTH Autogarten GmbH hat Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Klaus-Dieter Hummel, begründete diesen Schritt mit drohender Zahlungsunfähigkeit.

RTH Autogarten beschäftigt sieben Mitarbeiter. Das Insolvenzgericht in Kassel bestellte den Kasseler Rechtsanwalt Olaf Börner zum Gutachter.

RTH war erst im September 2006 gegründet worden - im Umfeld des 2007 zusammengebrochenen Autohändlers FCR. Während sich dieser darauf verlegte, zu günstigen Konditionen Autos zu verleasen - ein Geschäftsmodell, das schließlich scheiterte - ging RTH zunächst als "Repair und Transport GmbH" an den Start.

(Quelle: HNA online)


Insolvenzplan für Gasthof "Gut Keferloh"

20.11.2008 Haar:

Im Insolvenzverfahren über die Gasthof Kreitmair GmbH, Betreiber des Gasthofs Gut Keferloh, hat die Gläubigerversammlung einstimmig dem Insolvenzplan von Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Axel Bierbach aus München zugestimmt.

Damit ist die Sanierung der Traditionsgaststätte nach dem Insolvenzplanverfahren geglückt und der Geschäftsbetrieb kann durch einen neuen Investor fortgeführt werden. Der hohe Aufwand zur Sanierung des Gasthofs habe sich gelohnt, so der Insolvenzverwalter. Die Gasthof Kreitmair GmbH wurde erfolgreich entschuldet und sämtliche Arbeitsplätze konnten gerettet werden.

Ein neuer Investor ist nach langen Verhandlungen nun gefunden. Neuer geschäftsführender Gesellschafter der Gasthof Kreitmair GmbH ist seit dem 1.11.2008 Josef Ratzesberger. Der 39jährige Gastronom wird dabei von mehreren Partnern unterstützt.

(Quelle: Müncher Wochenanzeiger)


Die Entscheidung über Hugo Görner fällt

19.11.2008 Aalen:

Mitte Dezember 2007 wurde bei der Hugo Görner GmbH das Insolvenzverfahren beantragt, nun soll es eine übertragene Sanierung an den neuen Eigner geben. Die Zeit drängt nun, verbliebene Kunden - hauptsächlich aus der Automobilzulieferindustrie - drängen auf eine schnelle Lösung des Insolvenzfalles. Sie wollen Verlässlichkeit und eine Gewährleistung, die ein Betrieb in der Insolvenz nicht leisten kann. Im September war ein Insolvenzplan gescheitert, nachdem der Aalener Gemeinderat eine Stundung der Gewerbesteuer abgelehnt hatte. Die Chancen auf ein erfolgreiches Weiterführen des Betriebs stehen laut Branchenkennern gut, wenn es möglich sein wird, die Aufträge aus dem Automobilbereich zu halten. Offenbar hatte sich Geiwitz richtigerweise sehr schnell auf den Übernahmekandidat Christian Görner festgelegt. Vor der Sommerpause hatte der Insolvenzverwalter die gröbsten Fehler in der Unternehmensführung beseitigt und eine "startklare" Firma geschaffen. Diese soll noch in diesem Jahr an den Start gehen.

(Quelle: Schwäbische Post)


Goertz steht zum Verkauf

18.11.2008 Bad Harzburg:

Die Goertz Papier- und Kunststoffverarbeitungs GmbH mit Sitz in Bad Harzburg steht im Rahmen einer sog. übertragenden Sanierung zum Verkauf. Im Vordergrund steht die Erhaltung von möglichst vielen der 45 Arbeitsplätze. Die Grundstücke und Gebäude sowie die Maschinen und Anlagen können gemietet oder erworben werden.

In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Volker Goertz Papier- und Kunststoffverarbeitungs GmbH war am 5.11.2008 vom AG Goslar die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Schuldnerin angeordnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Berthold Brinkmann aus Hamburg bestellt.

Das Harzer Traditionsunternehmen gilt als qualitätsorientierter Vollsortimenter für Bedarfs- und Verbrauchsartikel für die Floristik und ist einer der Marktführer für Deko- und Verpackungsmaterialien für Floristen. Zu den Geschäftsfeldern zählen die Papierveredelung, die Kunststoffverarbeitung, der Handel mit Dekorationsartikeln und Dekorwaren sowie das Verlagsgeschäft.

Goertz erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz i.H.v. rd. 4,5 Mio. EUR . Rd. 70 % des Umsatzes werden mit Kunden in Deutschland und rd. 30 % des Umsatzes mit Kunden in der EU erzielt.

(Quelle: Gabot)


Firma Geiger in Insolvenz

17.11.2008 Tambach-Dietharz:

Das Unternehmen Geiger technologies GmbH, das seinen Stammsitz in Garmisch-Partenkirchen hat, meldete beim zuständigen AG Insolvenz an. Mit Beschluss des AG Weilheim ist über das Vermögen der Geiger technologies GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Dr. Martin Prager aus München zum vorläufigen Verwalter bestellt worden.

Die Kunden des Herstellers von Kunststoffprodukten seien daran interessiert, dass die Firma weitergeführt wird. Insolvenzverwalter Prager und seine Mitarbeiter haben sofort begonnen, die Situation zu analysieren. Von der Insolvenz sind 440 Mitarbeiter in Garmisch-Partenkirchen und Murnau und etwa 300 in Tambach-Dietharz betroffen, die polnische Tochtergesellschaft hingegen bleibt außen vor.

Seit 1992 ist die Firma in Tambach-Dietharz ansässig. Als Zulieferer für die Automobilindustrie werden Kunststoffbehältnisse etwa für Öl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Scheibenwaschanlage entwickelt und gefertigt. Das bayrische Unternehmen übernahm den traditionellen Produktionsstandort des ehemaligen Gummikombinates Thüringen aus dem Treuhandbestand und investierte allein bis 2002 über 25 Mio. EUR in die Modernisierung und Erweiterung der Produktion.

(Quelle: Thüringer Allgemeine)


Sportfreunde Siegen stehen kurz vor Abschluss des Insolvenzplans

15.11.2008 Siegen:

Die Jahreshauptversammlung der Sportfreunde wirft ihre Schatten voraus: In der außerordentlichen Mitgliederversammlung geht es auch um die Abstimmung der weiteren Schritte der dauerhaften Sanierung des Clubs. Ein von der Gläubigerversammlung gewünschter Insolvenzplan wurde bereits erstellt. Mit einem solchen Konzept kann der Verein entschuldet werden, die Basis, um dauerhaft bestehen zu bleiben. Der Insolvenzplan wird in einer weiteren Gläubigerversammlung voraussichtlich noch vor der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Nach dem Verlauf der ersten Gläubigerversammlung und der Resonanz der kontaktierten Gläubiger gehen die Verantwortlichen davon aus, dass dieser auch angenommen wird. Damit wäre die Grundlage dafür gelegt, das Insolvenzverfahren in diesem Jahr wieder aufzuheben.

(Quelle: Reviersport online)


Insolvenz bei Autozulieferer Gimotive/Stankiewicz offenbar abgewendet

14.11.2008 Adelheidsdorf:

Die drohende Insolvenz beim niedersächsischen Autozulieferer Gimotive/Stankiewicz mit weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern ist offenbar vorläufig abgewendet worden. Wie das Unternehmen mitteilte, setzten Banken ihre Kreditkündigungsrechte bis Ende kommender Woche aus und hielten alle Kreditlinien offen. Der Aufschub ermögliche eine ordentliche Fortführung des Unternehmens. Der Verband der Automobilindustrie hatte mitgeteilt, dass Gimotive/Stankiewicz die Insolvenz drohe und 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr seien. Grund dafür sei, dass Banken nicht mehr bereit seien, ihre Kreditkündigungsrechte auszusetzen und dem Unternehmen damit notwendige Zeit zur Verfügung zu stellen. Derweil gab das Unternehmen an, dass der Aufschub genutzt werde, um mit Banken, Gesellschaftern, Kunden und Vertretern des Landes Niedersachsen eine langfristige Lösung zu finden.

(Quelle: Der Newsticker)


Glas-Keil nach Insolvenz verkauft

12.11.2008 Würzburg:

Das Traditionsunternehmen Glas-Keil ist verkauft. Insolvenzverwalter Frank Hanselmann von der Kanzlei Bruno Fraas und Partner bestätigte, dass man sich mit zwei Interessenten aus Dortmund und Kassel einig geworden ist. Über den Kaufpreis bewahrte der Insolvenzverwalter Stillschweigen.

Vor 3 Jahren hatte es bereits erhebliche Unruhe in allen vier Betrieben gegeben, als ein Unternehmensberater bei der Belegschaft mit hohem Druck neue, schlechtere Verträge mit längeren Arbeitszeiten ohne Bezahlung und Lohnverzicht durchgesetzt hatte. Die Kasseler Jordan-Gruppe habe die relativ kleine Sparte "Holztüren" gekauft, den wesentlich größeren Teil des Unternehmens sicherte sich die Dortmunder Jäger-Gruppe - diese übernimmt Teile der Sparten "Kunststoffe und Glas".

Wie viele der einst 210 Arbeitsplätze erhalten bleiben, steht noch nicht endgültig fest. Seit dem 1.10. gehören 135 Beschäftigte von Glas-Keil einer Beschäftigungs- und Qualifizierungs-Gesellschaft an.

(Quelle: Main Post)


Krise bei Qimonda - Insolvenz befürchtet

11.11.2008 München:

Die Zukunft des verlustreichen Chipkonzerns Qimonda mit seinen rd. 13.000 Beschäftigten hängt an einem seidenen Faden.

Wenn innerhalb der nächsten Wochen kein Investor gefunden werde, sei zu befürchten, dass das Unternehmen bald zahlungsunfähig sein werde, war Brancheninformationen zu entnehmen. In diesem Fall müsse Qimonda Insolvenzantrag stellen.

(Quelle: Newsticker @ Sueddeutsche.de)


Die Rettungsversuche laufen weiter - Aerospace AG

10.11.2008 Mattsies/Zürich:

Die Rettungsversuche der sich in der Krise befindlichen Aerospace AG geht weiter. Die Investorensuche laufe weiterhin auf Hochtouren. Zunächst werde sich jedoch auch das Mutterunternehmen, die Grob Aerospace AG mit Sitz in Zürich, in der Schweiz für insolvent erklären.

Ob tatsächlich eine realistische Chance besteht, doch noch einen Durchbruch für das insolvent gegangene Unternehmen Grob Aerospace GmbH in Mattsies zu erzielen, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Sowohl mit strategischen Geldgebern aus der Luftfahrtindustrie wie Finanzinvestoren war ebenso intensiv wie letztlich vergeblich verhandelt worden. Zuletzt waren in Mattsies rd. 350 Mitarbeiter beschäftigt.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Musik-Konservatorium mit Finanzhilfe vor Insolvenz gerettet

10.11.2008 Dresden:

Die Stadt Dresden will das Heinrich-Schütz-Konservatorium mit einer kräftigen Finanzspritze vor der Insolvenz bewahren. In einem Stadtratsbeschluss sei der Musikschule eine einmalige Zuwendung von 295.000 EUR zugesichert worden. Die Mittel kämen aus zusätzlichen Einnahmen der Stadt und würden nicht in anderen Bereichen eingespart. Die Musikschule rechnet zum Jahresende mit einem Schuldenberg von etwa 355.000 EUR .

An den Zuschuss seien jedoch Bedingungen geknüpft - Die Geschäftsführung soll demnach bis zum 30.11. ein Konzept zur Sanierung des Vereins-Haushaltes vorlegen. Dafür sollten auch Einsparmöglichkeiten, u.a. im Personalbereich überprüft werden. Das Konservatorium, in dem Musik, Gesang und Tanz gelehrt wird, finanziert sich zu 42 % über Unterrichts-Gebühren. Der Verein wird vom Freistaat und der Stadt Dresden gefördert.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


Druckerei Kempkes stellt Insolvenzantrag

06.11.2008 Gladenbach:

Die Druckerei Kempkes Offset- u. Buchdruck GmbH hat beim AG Marburg einen Insolvenzantrag gestellt. Der Insolvenzantrag ist von der Geschäftsführung des Traditionsunternehmens auf drohende Zahlungsunfähigkeit gestützt worden.

Die Hausbank war nach Angaben des Unternehmens in letzter Konsequenz nicht bereit, die notwendigen weiteren Mittel für eine Umstrukturierung bereitzustellen.

Der Insolvenzantrag trifft die Firma Druckerei Kempkes Offset- und Buchdruck GmbH mitten in einer vorbereiteten Umstrukturierungsphase, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Hartmut H. Mitze aus Frankenberg mit, von der 67 Arbeitnehmer betroffen seien.

Auf Grundlage der ersten Erkenntnisse zeichnen sich Möglichkeiten einer Sanierung des Unternehmens ab, die sukzessive geprüft und ausgeschöpft werden sollen. Der Geschäftsbetrieb wird "vollumfänglich aufrechterhalten".

(Quelle: Oberhessische Presse)


Strauss Transporte GmbH meldet Insolvenz an

05.11.2008 Westerkappeln:

Die Norbert Strauss Transporte GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Fuhrpark der Spedition im Gartenkamp steht still. Das Unternehmen ist ein Opfer der Automobilkrise geworden. Als sei die Lage für das Transportwesen durch ständig steigende Dieselpreise, Mauterhöhungen und den harten Wettbewerb nicht schon schlimm genug, "hat uns letztlich der Produktionsstillstand bei der Adam Opel AG das Genick gebrochen", erklärt Strauss.

Der Großteil der Fahrzeuge - zum Fuhrpark gehören 17 Zugmaschinen und 34 Anhänger - sei auf die sog. Automotive ausgelegt und nicht ohne Weiteres für andere Transportzwecke nutzbar. Weil es in den vergangenen Wochen für Opel nichts mehr zu fahren gab, seien folglich die regelmäßigen Zahlungseingänge ausgeblieben. "Die Kosten sind uns weggelaufen."

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Insolvenzgericht in Münster Rechtsanwalt Norbert Kruse aus Emsdetten bestellt. Der Fall Strauss mache anschaulich, wie schnell ein Betrieb - vor allem Zulieferer - heute mit dem Rücken zur Wand steht. Der Insolvenzverwalter nimmt zzt. die Vermögensverhältnisse auf. Masse für die Eröffnung des Verfahrens dürfte es angesichts des Fuhrparks sicher geben. Dass die Lastwagen unter anderer Rechtsnachfolge bald wieder rollen, will der vorläufige Insolvenzverwalter nicht ausschließen. "Eine Betriebsfortführung kann aber erst gelingen, wenn Opel die Bänder wieder anschmeißt." Erschwert werde die Situation durch die Überkapazitäten, die es in der Speditionsbranche gebe, sagt er.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)


Indischer Investor rettet Wehmeyer

04.11.2008 Düsseldorf:

Die insolvente Aachener Textilhandelskette Wehmeyer hat einen Käufer gefunden. Der Inder Rajive Ranjan mit seiner Firma Techno Lifestyle aus Willich in NRW übernimmt die übrig gebliebenen 23 Häuser der früheren Karstadt-Tochter. Von einst 900 Vollzeitstellen sollen etwa 500 erhalten bleiben.

Die Handelskette Wehmeyer war im Juli die erste von drei ehemaligen Karstadt-Töchtern, die wegen interner Probleme und der Textilhandelskrise Insolvenz hatte anmelden müssen. Nun ist die Aachener Kette die erste der insolventen Drei mit neuem Investor. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Rajive Ranjan sich auch für SinnLeffers und Hertie interessiert haben, bevor er bei Wehmeyer zuschlug. Er hatte in der DDR Maschinenbau studiert, in seiner Heimat eine Textilfabrik eröffnet und war 1994 mit seiner Firmengruppe nach Deutschland gekommen. Der Inder aus dem niederrheinischen Willich kennt sich vor allem im Großhandel aus.

Über eigene Firmen in Hongkong, China, Indien, Vietnam und Bagladesh kauft der geschäftsführende Gesellschafter Stoffe, lässt Kollektionen entwerfen und im Lohnbetrieb größtenteils in Asien produzieren. Die fertigen Textilien verkauft er nach Europa und in die USA. Zu seinen Kunden gehören u.a. Kaufhof, Adler, Charles Vögele und Wal-Mart.

(Quelle: Welt Online)


Junghans geht in die Insolvenz

02.11.2008 Frankfurt/M.:

Der traditionsreiche Uhrenhersteller Junghans geht in die Insolvenz. Das AG Offenbach hat das Verfahren eröffnet. Insolvenzverwalter Georg Bernsau sieht aber gute Chancen für die Fortführung des Unternehmens und den Erhalt aller 115 Arbeitsplätze. Trotz des im Einzelhandel spürbaren Konsumrückgangs als Folge der Finanzmarktkrise sei kein Einbruch des Umsatzes bei Junghans zu verzeichnen. Die Auftragslage sei gut, die Produktion laufe uneingeschränkt weiter und es gebe keine Probleme bei der Liquidität, sagte der Insolvenzverwalter. Nun gelte es, einen Investor für Junghans zu finden. Zzt. werden zahlreiche Gespräche mit Interessenten aus dem Inland und deutschsprachigen Ausland geführt. Im Frühjahr 2009 könnte es bereits einen Abschluss mit einem Investor geben.

Junghans wurde 1861 gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Firma die größte Uhrenfabrik der Welt. Am 29.8.2008 hatte Junghans einen Insolvenzantrag gestellt.

(Quelle: RP online)


Grob fliegt in die Insolvenz

30.10.2008 Mattsies:

Mit einer schlechten und einer guten Nachricht wartete der Insolvenzverwalter der Grob Aerospace GmbH in Mattsies (Unterallgäu) auf der Mitarbeiterversammlung auf:

Das Unternehmen musste zum 1.11.2008 Insolvenz anmelden - rd. 350 Mitarbeiter wurden freigestellt. Aber es werden zunächst keine Kündigungen ausgesprochen, weil man immer noch in Verhandlung mit vier potenziellen Investoren stehe. Somit könne das Unternehmen jederzeit die Arbeit wieder aufnehmen.

Grob baut seit 1971 in Mattsies Flugzeuge aus Faserverbund-Werkstoffen und gilt als Pionier im Einsatz von Kohlefasern.

Seit August sucht der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé nach Investoren. Dass bislang kein Geldgeber gefunden wurde, liege, so der Insolvenzverwalter, auch am bisherigen Besitzer. Die Grob Aerospace habe der Öffnung des Datenraums für Interessenten erst Ende September zugestimmt. Die Prüfung dieser Daten nehme Zeit in Anspruch, hieß es weiter.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Insolventer Textilhersteller gerettet - 30 Jobs gesichert

30.10.2008 Fichtelberg:

Der insolvente oberfränkische Textilhersteller A. Müller & Söhne Wirk- und Webwarenfabrik GmbH & Co. ist gerettet. Die Geschäftsanteile werden von einer Beteiligungsgesellschaft übernommen. Damit seien 30 Stellen in Fichtelberg gesichert, teilte Insolvenzverwalter Jörg Spies mit. Die Gläubigerversammlung habe dem Insolvenzplan zugestimmt.

Das 1894 gegründete Unternehmen stellt Damenbekleidung her. Es beliefert vor allem Großhandelsketten und Versandhäuser und erzielte den Angaben zufolge zuletzt einen Jahresumsatz von 4,5 Mio. EUR.

(Quelle: Nordbayerischer Kurier)


Trotz Insolvenz: Betrieb im Autohaus Herrmann geht weiter

29.10.2008 Marburg:

Über das Vermögen des traditionsreichen Marburger Autohauses Fritz Herrmann GmbH & Co. KG ist das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Der Betrieb im Autohaus Fritz Herrmann GmbH & Co. KG in der Neuen Kasseler Straße läuft trotz vorläufigen Insolvenzverfahrens wie gewohnt weiter. Als vorläufiger Insolvenzverwalter führt Rechtsanwalt Manfred Kuhne zzt. die Geschäfte des VW-Vertragshändlers. Sowohl der Neuwagenverkauf als auch die Werkstatt werden nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters fortgeführt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter zeigte nach einer ersten Bestandsaufnahme optimistisch, den Standort mit seinen rd. 50 Mitarbeitern zu erhalten.

(Quelle: Oberhessische Presse)


Traditionsfirma "Elna" insolvent

24.10.2008 Rellingen:

Das Rellinger Traditionsunternehmen "Elna" ist insolvent. Rechtsanwalt Max-Reinhard Winter hat als Insolvenzverwalter das Ruder beim Schiffsausrüster übernommen. Das Ziel des Insolvenzverwalters sei "so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten". Er stehe bereits in Verhandlungen, um einen neuen Träger für das Unternehmen zu finden. Aufträge seien noch vorhanden.

Der Name "Elna" genoss bisher in der Binnenschifffahrt, aber auch im Handels- und Kreuzfahrtbereich einen ausgezeichneten Ruf. So waren die Rellinger am Bau mehrerer Traumschiffe beteiligt.

Der Grund für die Insolvenz lag offensichtlich darin, dass das notwendige Eigenkapital fehlte, um stürmische Zeiten zu überstehen.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)


Völker Design -Antrag auf Insolvenz

24.10.2008 Ebersdorf:

Völker Design hat Insolvenz angemeldet. Nach Medieninformationen hat das Unternehmen bereits beim zuständigen AG Eigenantrag gestellt. 85 Mitarbeiter sind von dem Schritt betroffen. Als Gutachter war der Ansbacher Rechtsanwalt Siegfried Beck vor Ort.

Er habe erklärt, dass bereits Gespräche mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft aufgenommen wurden. Weiter war zu entnehmen, dass die Mitarbeiter schon seit 2 1/2 Monaten keinen Lohn mehr bekommen hätten.

Die Gründersöhne Achim und Marco Völker hatten das Familienunternehmen erst vor einem guten halben Jahr an den Unternehmensberater Dr. Alexander Middendorf verkauft. Auf der Hausmesse vor rd. 3 Wochen war Vertriebsleiter Lothar Stegner noch optimistisch, mit einem neuen Speisezimmer-Programm und einer Glas-Innovation positiv durchzustarten.

(Quelle: möbelkultur)


In die Insolvenz trotz voller Auftragsbücher

23.10.2008 Hohenberg:

Die Firma Kreativa Tapeten GmbH in Hohenberg ist zahlungsunfähig. Wie bekannt wurde, hat das AG Hof im laufenden Insolvenzantragsverfahren bereits die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Hofer Rechtsanwalt Joachim Exner bestellt.

Nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters ist die Firma Kreativa zwar im Moment nicht in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen. Man habe aber rechtzeitig den Insolvenzantrag gestellt und ein funktionstüchtiges und sanierungsfähiges Unternehmen vorgefunden.

Der Geschäftsbetrieb werde fortgeführt, so der vorläufige Insolvenzverwalter - bei vollen Auftragsbüchern, wie er betont. Er habe die berechtigte Hoffnung, dass das Unternehmen im Rahmen des Verfahrens saniert und die Arbeitsplätze erhalten werden können.

Die Firma Kreativa beschäftigt insgesamt 77 Mitarbeiter - hergestellt werden hochwertige Wandbeläge, so bspw. Leimdruckoder Strukturschaumtapeten auf Vliesträgern.

(Quelle: Selber Tagblatt)


Bayernligist SpVgg Bayreuth beantragt Insolvenz

22.10.2008 Bayreuth:

Fußball-Bayernligist SpVgg Bayreuth hat einen Insolvenzantrag beim AG Bayreuth gestellt. Damit reagierte der Club, dem wegen fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit vergangenen Juni die Regionalliga-Lizenz verweigert worden war, auf die angespannte Finanzsituation.

Auswirkungen auf die Bayernliga-Tabelle hat der Insolvenzantrag aktuell noch nicht. Erst wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt werden würde, müssten die Bayreuther Spiele aus der Wertung genommen werden und die Spielvereinigung wäre erster Absteiger. Wobei die Oberfranken dann noch die Möglichkeit hätten, die Pflichtspiele bis zum Saisonende zu absolvieren, um in der nächsten Runde in der Landesliga Nord antreten zu können.

Ähnlich erging es in der Vergangenheit dem 1. FC Schweinfurt 05, der in der Saison 2004/05 infolge des Insolvenzverfahrens aus der Bayernliga absteigen und einen Neuanfang in der Landesliga starten musste.

(Quelle: Merkur online)


Level One-Insolvenz geht in die nächste Runde

22.10.2008 Berlin:

Nachdem Anfang vergangener Woche die bisherigen Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Level One zurückgezogen worden waren, sind nach Medieninformationen neue Anträge beim AG Berlin-Charlottenburg gestellt worden, scheinbar von der Hauptgläubigerbank Credit Suisse sowie dem Verwalter Hatfield.

Eigenen Angaben zufolge vermietet und verwaltet die Asset Management-Tochter von Level One in rd. 30 Städten - hauptsächlich in den neuen Bundesländern - zzt. 24.000 Wohnungen. Anfang September waren die ersten Insolvenzanträge gestellt worden. Zunächst waren die für die Vermögens- und für die Hausverwaltung zuständigen Firmen pleite insolvent - 65 als GmbH & Co. KG firmierende Immobilienbesitzgesellschaften. Der Konzern habe Darlehen i.H.v. 1,3 Mrd. EUR aufgenommen - hauptsächlich bei der Credit Suisse.

(Quelle: reits Deutschland)


Hotel läuft und läuft - Verwalter bereitet Insolvenzplan vor

21.10.2008 Borken:

Die Aussichten sind gut für das Hotel am Stadtpark in Borken, sagt Insolvenzverwalter Dr. Jörg Laudenbach- die Gläubigerversammlung habe beschlossen, dass der Betrieb ohne Einschränkungen weiterlaufen solle.

Die Hotel am Stadtpark GmbH hatte im ersten Halbjahr Insolvenz anmelden müssen, allerdings, so sagt der Rechtsanwalt, nicht wegen des Hotels in Borken. Vielmehr habe sich Geschäftsführer Gerald Klingebiel mit seinen anderen Hotels in Nidda und Bad Salzhausen übernommen, erklärte er. Die seien inzwischen verkauft worden.

Der Gießener Anwalt arbeitet zzt. an einem Insolvenzplan, den er den Gläubigern Ende des Jahres zum Beschluss vorlegen will. Er sei optimistisch, dass sie zustimmen würden. Hauptschuldner ist die Stadt bzw. die Stadtwerke als Nachfolger der Immobiliengesellschaft IWB. Von ihr hatte die Hotel GmbH das Hotel gekauft und eine Anzahlung geleistet, für den Rest war Ratenzahlung vereinbart worden. Im Sommer waren noch 1,28 Mio. EUR offen.Sollte das Hotel weiter gut laufen, könne die Stadt möglicherweise das ganze Geld bekommen, vielleicht müsse sie aber auch auf einen kleinen Teil verzichten.

Für das Hotel sei die Zukunft gut, so lägen bereits bis ins nächste Jahr Buchungen vor. Besonders Busgruppen und Tagungsgäste nutzten das Hotel. Der Hessentag sei sehr gut gelaufen, betonte der Gießener Rechtsanwalt. Für Lieferanten, Gäste und Personal ändere sich nichts. So habe es keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben. Vor kurzem sei bestätigt worden, dass das Hotel am Stadtpark seine drei Sterne behält.

(Quelle: HNA online)


Leypold hat den Betrieb eingestellt

21.10.2008 Suhl:

Die Zukunft der schwer angeschlagenen Suhler "Spedition & Logistik Leypold GmbH" ist weiter ungewiss. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters, Ralf Rombach, hat das Unternehmen zum 17.10.2008 den Geschäftsbetrieb eingestellt. Die bisherigen Vertragspartner hätten ihre Geschäftsbeziehungen zu dem Transportunternehmen schon zuvor oder aber eben zum 17.10.2008 gelöst.

Zur Höhe der noch ausstehenden Verbindlichkeiten des Unternehmens wollte sich Rombach aus rechtlichen Gründen nicht äußern. Er räumte allerdings ein, dass für die (ehemals) etwa 70 Beschäftigten des Unternehmens noch die Löhne aus den Monaten August, September und anteilig für den Oktober ausstünden.

Verhalten positiv klang aber, was Rombachüber die Zukunft der Arbeitnehmer sagte, die bei "Spedition & Logistik Leypold" beschäftigt waren: "Viele werden oder sind bereits durch andere Unternehmen auch in der Region übernommen worden." Einige hätten bereits bei anderen Firmen der Unternehmensgruppe Leypold eine Anstellung gefunden, viele bei "neuen" Arbeitgebern.

(Quelle: Freies Wort)


Basic besinnt sich seiner Wurzeln

20.10.2008 München:

Es waren vier Pioniere der Bio-Branche, die 1997 die Basic AG in München gründeten. Gut 10 Jahre später hatten sie ihre Bio-Supermarktkette fast ruiniert. Vor einigen Monaten habe die Insolvenz vor der Tür gestanden, sagte der inzwischen als Retter engagierte Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg. Wegen drohender Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit sei es "fünf vor zwölf" gewesen. "Heute können wir sagen, wir sind mit der Sanierung durch", erklärte Kreuzburg in München.

Der 50-jährige Manager, der zuvor u.a. beim Baustoffunternehmen Rigips tätig war, hat bei der Rettung von Deutschlands zweitgrößter Bio-Kette (nach Alnatura) hart durchgegriffen. Am vergangenen Wochenende sind vier Filialen in Köln, Hagen, Münster und Karlsruhe geschlossen worden. Die Zahl der Mitarbeiter ist - umgerechnet auf Vollzeitstellen - von durchschnittlich 700 im vergangenen Jahr auf 600 zzt. gekappt worden.

Die Schwarz-Gruppe, zu der die Billigkette Lidl gehört, war im vergangenen Jahr bei Basic eingestiegen. Die Bio-Kette plante mit dem Handelsgiganten im Rücken eine rasante Expansion mit 50 neuen Filialen pro Jahr. Doch Kunden und Lieferanten zeigten sich schokkiert vom Einstieg der Schwarz-Gruppe. Nach Protesten und Umsatzeinbrüchen gab Schwarz seine Anteile an die Schweizer Asi-Gruppe ab, die inzwischen mit rd. 40 % größter Anteilseigner ist.

Doch Personal und Flächen waren schon ausgeweitet worden. Das Jahr 2007 endete mit einem Verlust von über 6 Mio. EUR bei einem Umsatz von etwa 91 Mio. EUR . In der ersten Hälfte dieses Jahres verschärfte sich die Situation. Dazu kam ein Streit zwischen den Inhabern, die teils auch als Manager fungierten.

(Quelle: Merkur online)


WEMA VOGTLAND insolvent - Betrieb geht weiter

17.10.2008 Plauen:

Über das Vermögen der traditionsreichen Plauener Firma WEMA VOGTLAND GmbH hat das AG Chemnitz mit Beschl. v. 16.10.2008 die vorläufige Insolvenzverwaltung verhängt. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter, teilte das Unternehmen mit.

Die Geschäftsführung hatte aufgrund von Zahlungsunfähigkeit selbst einen Insolvenzantrag gestellt. Bei der WEMA VOGT- LAND handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen, das als international geschätzter Hersteller von Präzisionswerkzeugmaschinen weltweit operiert. Zu seinen Kunden gehört nahezu die gesamte deutsche Fahrzeugindustrie. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christoph Junker ernannt. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters sei die Auftragslage der WEMA VOGTLAND ausgezeichnet und die Kundschaft des Unternehmens sei - wie erste Reaktionen auf die Insolvenzantragstellung bereits gezeigt hätten - sehr am Fortbestand des Unternehmens interessiert.

Zunächst einmal müssten jetzt aber die Voraussetzungen für die sog. Eröffnung des Insolvenzverfahrens geschaffen werden. Insoweit seien u.a. Gespräche mit den verfahrensbeteiligten Banken vorgesehen. Mit der Eröffnung des Verfahrens rechnet Junker spätestens Ende des Jahres.

Betreffend die 182-köpfige Belegschaft - die in einer ersten Belegschaftsversammlung über die Ursachen und Perspektiven der Insolvenz informiert wurde - bemüht sich der Insolvenzverwalter bereits um eine Zwischenfinanzierung der Löhne und Gehälter für den Monat Oktober.

(Quelle: Spitzenstadt)


Käufer für Fahrzeugtechnik Dessau gefunden

16.10.2008 Dessau-Roßlau:

Für die insolvente Fahrzeugtechnik Dessau gibt es einen Käufer. Wie Insolvenzverwalter Volkhard Frenzel bekanntgab, verfügt das Unternehmen aus Rumänien über Branchenkenntnisse und internationale Verbindungen.

Der Eigentümerwechsel ist für den 1.12.2008 geplant. Kurz danach werde das Unternehmen auf einer Pressekonferenz sein Konzept präsentieren. Der Vertrag sei bereits am 13.10. unterzeichnet worden. Darin wurde die Sicherung des Standortes Dessau vereinbart.

Zugleich konnte Frenzel eine positive Bilanz vermelden: Die Fahrzeugtechnik Dessau schreibe schwarze Zahlen, die Produktionskapazitäten seien bis Jahresende ausgelastet. Folgeaufträge für das kommende Jahr lägen vor. Die größten Kunden in Deutschland wie Saarstahl, Siemens und Bombardier konnten Frenzels Angaben zufolge weiter beliefert werden. Außerdem seien mithilfe von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff bestehende Aufträge der Russischen Eisenbahn gesichert worden.

Die Fahrzeugtechnik Dessau war nach der Wende aus dem früheren Waggonbau Dessau hervorgegangen und hatte zuletzt 167 Beschäftigte. Im März hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt. Gegenwärtig werden noch rd. 120 Mitarbeiter beschäftigt.

(Quelle: MDR)


Käufer für Fahrzeugtechnik Dessau gefunden

16.10.2008 Dessau-Roßlau:

Für die insolvente Fahrzeugtechnik Dessau gibt es einen Käufer. Wie Insolvenzverwalter Volkhard Frenzel bekanntgab, verfügt das Unternehmen aus Rumänien über Branchenkenntnisse und internationale Verbindungen.

Der Eigentümerwechsel ist für den 1.12.2008 geplant. Kurz danach werde das Unternehmen auf einer Pressekonferenz sein Konzept präsentieren. Der Vertrag sei bereits am 13.10. unterzeichnet worden. Darin wurde die Sicherung des Standortes Dessau vereinbart.

Zugleich konnte Frenzel eine positive Bilanz vermelden: Die Fahrzeugtechnik Dessau schreibe schwarze Zahlen, die Produktionskapazitäten seien bis Jahresende ausgelastet. Folgeaufträge für das kommende Jahr lägen vor. Die größten Kunden in Deutschland wie Saarstahl, Siemens und Bombardier konnten Frenzels Angaben zufolge weiter beliefert werden. Außerdem seien mithilfe von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff bestehende Aufträge der Russischen Eisenbahn gesichert worden.

Die Fahrzeugtechnik Dessau war nach der Wende aus dem früheren Waggonbau Dessau hervorgegangen und hatte zuletzt 167 Beschäftigte. Im März hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt. Gegenwärtig werden noch rd. 120 Mitarbeiter beschäftigt.

(Quelle: MDR)


Adler-Brauerei ist insolvent

16.10.2008 Geislingen:

Der vormaligen Bierbrauerstadt Geislingen droht der Verlust eines weiteren Traditionsunternehmens: Gegen die Adler-Brauerei Götz in Altenstadt ist am 9.10.2008 beim AG in Göppingen Insolvenzantrag gestellt worden. Für die offenbar zahlungsunfähige Karl Götz GmbH & Co. KG ist Michael Pluta als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden.

Nach dem Tod von Karl Götz senior sei das Unternehmen ohne Geschäftsführer, erklärte Sohn Konrad gegenüber den Medien. Er selbst sei nur technischer Leiter.

In der Folge seien keine Krankenkassenbeiträge mehr für die verbliebenen acht Beschäftigten bezahlt worden. Diese haben dann "ohne Vorwarnung" gehandelt. Er räumt ein, dass diese Summe wegen eines finanziellen Engpasses nicht habe überwiesen werden können.

Derzeit werde der Betrieb fortgeführt. Er strebt an, dass das so bleibt und schnell eine Nachfolgeregelung gefunden wird.

Die Adler-Brauerei einerseits und die Brauerfamilie Götz blicken auf eine 322-jährige Geschichte zurück. Die Brauerei in Altenstadt wird seit 1923 von der Familie Götz, mittlerweile in der vierten Generation, geprägt. Im Jahr 2000 investierte das Unternehmen in eine moderne Abfüll- und Etikettieranlage. Zuletzt füllte die Adler-Brauerei eigenen Angaben zufolge neun Biersorten und 22 Limonaden verschiedener Geschmacksrichtungen ab.

(Quelle: Geislinger Zeitung)


AT Produktentwicklung läuft weiter

16.10.2008 Lauda/Mosbach:

Die AT Produktentwicklung GmbH in Lauda-Königshofen hat am 4.8.2008 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Da der Betrieb in vollem Gange war, bestellte das zuständige AG Mosbach unverzüglich einen vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Betrieb soll mit seinen 74 Mitarbeitern vollständig fortgeführt werden. Alle Mitarbeiter bekämen pünktlich ihre Lohnzahlung. "Wir sind sehr zuversichtlich, eine übertragende Sanierung durchführen zu können", erklärt Dr. H. Eisner .Hierfür besteht nach den Angaben des vorläufigen Verwalters auch allerlei Anlass.

Es wurden bereits mit 15 ernsthaft interessierten Investoren Gespräche geführt. Von einem liege sogar bereits ein notarielles unwiderrufliches Kaufangebot vor, welches nur noch angenommenwerdenmüsste.

(Quelle: Tauber Zeitung)


Chemiefirma LII trotz Insolvenz hoffnungsvoll

14.10.2008 Frankfurt:

Vor dem Hintergrund eines zähen Rechtsstreits über die Eigentümerverhältnisse hat sich das Chemieunternehmen LII Europe in Frankfurt für zahlungsunfähig erklärt und Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Anwalt Michael Frege bestellt worden.

LII Europe ging 1998 aus der Hoechst AG hervor und stellt im Industriepark Frankfurt-Höchst mit 360 Mitarbeitern u.a. Salzsäure, Natronlauge, Wasserstoff und Chlor her. Trotz der Zahlungsunfähigkeit äußerte sich Geschäftsführer hoffnungsvoll, neue Investoren gewinnen und den Betrieb wie seit Längerem geplant modernisieren zu können. Die Nachfrage nach LII-Produkten sei stabil bis steigend. Die Lieferanten versorgten das Unternehmen weiter, die Produktion laufe uneingeschränkt. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht geplant. Der Betrieb ist aus mehreren Gründen in finanzielle Schieflage geraten: Die Produktionsverfahren benötigen viel Energie, was in den vergangenen Jahren aufgrund der gestiegenen Preise für Energie höhere Kosten nach sich zog. Dieser Mehraufwand konnte nach Angaben des Unternehmens nicht durch höhere Produktpreise aufgefangen werden. Zudem sieht sich LII im Bestreben, die Produktion zu modernieren, durch den Rechtsstreit behindert. Dieser hatte sich an Meinungsverschiedenheiten über Besitzverhältnisse entzündet.

LII war 2005 für 8 Mio. EUR an einen Unternehmensverbund veräußert worden. Zu diesem Kreis zählte der Brite Rhodri Phillips, der als Direktor der Muttergesellschaft LII Holding Ltd. in England zeichnete und zwischenzeitlich auch das Nürnberger Unternehmen Hans Brochier erwarb, das später pleite ging. Phillips wurde im März dieses Jahres einem Untreueprozess um den Niedergang des Rohr- und Anlagenbauers zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Wie der Geschäftsführer der LII berichtete, nutzte der Brite die U-Haft im Sommer 2007, um über einen Notar die Anteile an LII Europe auf eine Treuhandgesellschaft übertragen zu lassen, obwohl er nicht alleine vertretungsberechtigt war, wie der LII-Geschäftsführer hervorhob.

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Creditreform eröffnet in China erste außereuropäische Landesgesellschaft

14.10.2008 Neuss/Shanghai:

Ende September 2008 fand in Shanghai im Rahmen eines Festaktes mit Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik die feierliche Eröffnung von Creditreform China statt. Damit reagiert Creditreform auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre und die damit verbundene zunehmende Nachfrage nach Wirtschaftsinformationen aus dem asiatischen Raum. Auch wenn der Markt für Wirtschaftsauskünfte (b2b) in China erst am Anfang seiner Entwicklung steht, bietet er aufgrund des rasanten Aufstiegs des Wirtschaftsstandortes China enormes Potenzial.

Heutige Provider bieten Informationen aus offiziellen Quellen an, die sie übersetzen und zu synthetischen Auskünften aufbereiten. Zielsetzung von Creditreform China ist es, sich binnen 5 Jahren zu einem der führenden Wirtschaftsinformationsanbieter in China zu entwickeln. Neben der Vermarktung durch die Organisation Creditreform werden zunächst chinesische Exporteure und internationale Unternehmen, die sich in China engagieren, als Kunden angesprochen. In den kommenden 3 Jahren werden hierzu Wirtschaftsdaten über eine Million chinesische Firmen in die Datenbank eingepflegt - ein Datenvolumen, über das keiner der heutigen Informationsanbieter verfügt. Angeboten werden in der Anfangsphase online lieferbare Registerdaten über Firmen sowie aktuell recherchierte Auskünfte, die den synthetischen Reports qualitativ überlegen sind.

(Quelle: Creditreform)


Die TMI Gruppe musste Insolvenz anmelden

13.10.2008 St. Leon-Rot:

Die Ambitionen des Mediengroßhändlers TMI Gruppe in das Buchgeschäft - inklusive personeller Verstärkungen, der Abwerbung von der Konkurrenz wurden jetzt gedämpft. Die Gesellschaft hat jetzt die Notbremse gezogen und Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Christopher Seagon benannt. Der Heidelberger Rechtsanwalt ist derzeit damit beschäftigt, die Zahlen zu analysieren und Kontakt zu Kunden, Lieferanten und Banken aufzunehmen.

Das operative Geschäft soll nach Prüfung durch Seagon mit dem erklärten Ziel fortgeführt werden, "eine Sanierung in der Insolvenz zu ermöglichen".

Die TMI-Gruppe, 1989 als Großhändler für CD und DVD gestartetes Unternehmen mit Stammsitz in St. Leon Roth bei Heidelberg, hatte im Januar 2006 in einem ersten Schritt eine Allianz mit Libri geschlossen, um das Geschäftsfeld Buch aufzubauen. Das Hamburger Barsortiment, von der TMI-Insolvenz überrascht und derzeit in Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter, bot seinen Kunden im Zuge der Kooperation seitdem auch DVD und Tonträger an.

(Quelle: Buchreport)


Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert ist pleite

11.10.2008 Jandelsbrunn:

Der größte deutsche Wohnmobilhersteller, die Knaus-Tabbert-Gruppe aus dem niederbayerischen Jandelsbrunn, hat Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Michael Jaffé eingesetzt.

Gescheitert ist der Campingfahrzeughersteller an 12 Mio. EUR ; der Summe, die das Unternehmen bei Passau zumindest vorübergehend gerettet hätte. Doch wochenlange Verhandlungen mit dem Bankenpool unter Führung der Bayerischen Landesbank scheiterten.

Die Geldhäuser wollten dem Unternehmen nicht mehr aushelfen. Mit dem Kredit sollte, wie in den vergangenen Jahren auch, die absatzschwache Zeit bis zum Frühjahr überbrückt werden, denn das Unternehmen hat kaum Rücklagen und Eigenkapital. Gleichzeitig sank der Umsatz von 330 Mio. auf 305 Mio. EUR . Dazukommen 60 Mio. EUR Schulden.

Bei Knaus Tabbert und seinen Zulieferfirmen geht es um rd. 2.000 Arbeitsplätze. Knaus Tabbert leidet wie die gesamte Branche der Wohnmobilhersteller unter Markteinbrüchen von bis zu 30%.

Es gibt bereits einen Restrukturierungsvorschlag. Demzufolge sollen im laufenden Geschäftsjahr nur 13.500 Fahrzeuge produziert werden, um den großen Haldenbestand abzubauen. Heuer könnten dann rd. 14.500 Fahrzeuge verkauft werden, von 2009/2010 an wären, so die Einschätzung, wieder mehr als 18.000 möglich, so viele wie im vergangenen Geschäftsjahr.

So ergibt sich eine paradoxe Situation: einerseits die drohende Zerschlagung des Traditionsunternehmens und der Verlust der Jobs, andererseits konkrete Händlerbestellungen, die die Auftragsbücher füllen.

(Quelle: Die Welt)


ORWO Net ist "Unternehmen des Monats"

09.10.2008 Bitterfeld-Wolfen:

Die Insolvenz kann positiv für ein Unternehmen sein: Die ORWO Net AG ist ein solches Beispiel. Sie wurde am 1.10.2003 aus der Insolvenz mit 34 Beschäftigten gestartet. Heute hat das Unternehmen rd. 175 Mitarbeiter, darunter 11 Auszubildende.

Jetzt zur Jubiläumsfeier an der auch der Minister Dr. Reiner Haselhoff teilnahm, wurde das Unternehmen als "Unternehmen des Monats Oktober 2008" ausgezeichnet. Der Minister dazu "Das Markenzeichen ORWO ist ein Begriff. Das war in der DDR so, und durch die ORWO Net AG zählt es zunehmend auch im vereinten Deutschland zu den führenden und bekanntesten Marken. Daran hat ORWO Net großen Anteil."

"20 Mio. EUR hat das Unternehmen seit der Firmengründung investiert. Ein Blick in die Bilanz zeigt: Das Geld war gut angelegt. Der Umsatz nähert sich 25 Mio. EUR , allein im Vorjahr stieg er um rund 45 %, auch in diesem Jahr wächst er um mindestens 10 %. Mit Thalheim verbindet die Öffentlichkeit in erster Linie Begriffe wie Q-Cells und Solar. Ich meine, wer Thalheim sagt, muss auch ORWO benennen. Die Geschäftsentwicklung dieses Unternehmens ist beeindruckend."

Das spiegelt sich auch in der Belegschaftsstärke wider - in den 5 Jahren seit Firmengründung konnten Umsatz und Mitarbeiterzahl verfünffacht werden.

ORWO Net geht von einem weiteren dynamischen Umsatzwachstum aus. Die Produktionsfläche zur Bilderherstellung wird derzeit um 30 % erweitert. Immer mehr an Gewicht gewinnen dabei Digitaldruckprodukte wie Fotobücher, Kalender, Leinwandbilder und Funartikel wie Tassen, Kissen oder Puzzles mit farbechten Fotos. Im Vorjahr hat das Unternehmen 235 Mio. Bilder ausgeliefert.

(Quelle: Halle Forum)


Pianka Moden meldet Insolvenz an

08.10.2008 Espelkamp:

Die Geschäftsführung der Bekleidungsfirma Pianka aus Espelkamp hat einen Insolvenzantrag gestellt.Das AG Bielefeld hat Fachanwalt Stefan Meyer aus Lübbecke zum Insolvenzverwalter über das Vermögen bestellt.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen seit Jahrzehnten tätigen Strickmodenhersteller mit Stammsitz für Produktion und Verkauf in Espelkamp sowie zehn Verkaufsgeschäften u.a. in Bad Oeynhausen und Herford. Seit einigen Jahren wird auch in Polen, Ungarn und Rumänien produziert.

Ein wesentlicher Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind laut dem Insolvenzverwalter Liquiditätsengpässe auf dem Weg zu einer unternehmerischen Neuausrichtung von Pianka. Dabei sollte das Versandgeschäft aufgebaut werden. Zuvor hatte Pianka sich auf Modenschauen und den Vetrieb über Verkaufsstandorte beschränkt. Lohn- und Gehaltszahlungen der 78 Mitarbeiter sind noch nicht rückständig.

(Quelle: Mindener Tagblatt)


Empathie Concept meldet Insolvenz an

08.10.2008 Herdecke:

Empathie Concept war seit 2000 als Franchise-Geber aktiv und hatte sich auf die Betreuung mittelständischer Unternehmen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Werbung spezialisiert. Nun hat die Empathie Concept AG am 19.9.2008 den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Unternehmensinformationen zufolge wurde der Geschäftsbetrieb bis zuletzt mit erheblichen Mitteln der Gesellschafter finanziert. Als Grund für die Insolvenz nennt das Unternehmen u.a. Schwierigkeiten bei der Franchisenehmer-Gewinnung und eine mangelnde Bereitschaft von Banken, Franchise-Gründungen zu finanzieren. Empathie Concept war zuletzt mit etwa zehn Franchise-Partnern aktiv.

(Quelle: Franchiseportal.de)



BES Bollmann ist insolvent

06.10.2008 Gottmadingen:

Das Traditionsunternehmen BES Bollmann hat einen Insolvenzantrag gestellt. Es gibt aber noch Chancen, auf eine Fortsetzung des Unternehmens, das sich mit dem Thema der Holztrocknung beschäftigt.

Das Unternehmen wurde vor fast 50 Jahren von Ludwig Bollmann gegründet, vor 12 Jahren hat es die niederländische Reinders Almelo Group übernommen. BES Bollmann produziert u.a. Anlagen zur Trocknung von Schnittholz und die dazu gehörigen Anlagen, die die Holztrocknung regeln.

Die eingesetzte Insolvenzverwalterin Hedwig Hanhörster aus Konstanz wird nun die Situation analysieren und dann entscheiden, ob es für die Mitarbeiter weitergehen kann.

(Quelle: KN-News)


Kunden helfen Garnhersteller Diolen aus der Krise

06.10.2008 Obernburg:

Nachdem der Garnhersteller Insolvenz angemeldet hat, sieht der Aschaffenburger Insolvenzverwalter Hajo Feldmann gute Chancen, schon bald einen Käufer präsentieren zu können. Während der vorläufigen Insolvenz habe "einfach alles geklappt", berichtet er. Von 410 Arbeitsplätzen seien 350 gerettet worden. In den vergangenen 3 Monaten habe man einen Überschuss von knapp 3,9 Mio. EUR erwirtschaftet.

Seit 1924 werden in dem Werk, das im Industriecenter Obernburg angesiedelt ist, spezielle Garne hergestellt. Sie sind so hochwertig, dass sie für Produkte wie Sicherheitsgurte, Kinoleinwände, Werbeflächen, Lastwagenplanen und die Segel von Luxusyachten verwendet werden.

Die Ursachen für die Krise sind in den Niederlanden zu suchen. Als der Mutterkonzern und die Schwesterfirma mit Bankschulden i.H.v. 50 Mio. EUR im Juni dieses Jahres den Insolvenzantrag stellten, musste das deutsche Unternehmen nachziehen.

Der Abbau von 60 Stellen war jedoch unvermeidlich, weil die Produktion unrentabler Produkte eingestellt wurde. Diolen setzt die Strategie der Spezialisierung fort. So will man z.B. die Garne für gewöhnliche Gartenschläuche künftig nicht mehr liefern. Die Hersteller von hochwertigen Hightech-Hydraulikschläuchen hingegen sollen auch in Zukunft bedient werden.

Zu den Interessenten will der Insolvenzverwalter sich nicht äußern. Der Kaufpreis werde je nach den auszuhandelnden Bedingungen in der Größenordnung von 20 - 30 Mio. EUR liegen.

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Rettung nach Insolvenz - Halloren AG hat das Delitzscher Schokoladenwerk gekauft

01.10.2008 Halle/Saale:

Die Halloren Schokoladenfabrik aus Halle/Saale hat das Anlagevermögen und die Markenrechte der insolventen Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH gekauft. Wie der Halloren-Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé sagte, hat seine Firma dem Insolvenzverwalter zunächst ein notarielles Kaufangebot zum Erwerb der Vermögenswerte des Delitzscher Werkes abgegeben. Nach der Zustimmung des Gläubigerausschusses habe auch der Insolvenzverwalter das Angebot akzeptiert.

Weiterhin wurde bekannt, dass von den 250 Beschäftigen des Delitzscher Werkes zunächst 130 in eine neu gegründete Tochtergesellschaft übernommen werden. Die übrigen Angestellten werden nach Aussage von Insolvenzverwalter Michael C. Frege zunächst in einer Bildungs- und Qualifizierungsgesellschaft "für neue Aufgaben geschult".

Die neue "Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH" werde das bisherige Sortiment in "gestraffter Form" fortführen, das Werk konzentriere sich nun auf Produkte mit hohen Gewinnspannen. Halloren strebt nach eigenen Angaben mit dem Delitzscher Werk im ersten vollen Geschäftsjahr einen Umsatz von 20 Mio. EUR an. Durch den Kauf des Delitzscher Schokoladenwerkes verdreifache sich die Produktionskapazität der Halloren AG auf rd. 17.000 Tonnen. Die Gesellschaft ist seit 2007 an der Frankfurter Börse notiert und beschäftigt rd. 350 Mitarbeiter. Hauptprodukte der Halloren AG sind die Praline "Original Halloren Kugel" und Confiserieartikel.

Das Delitzscher Schokoladenwerk hatte Anfang August beim Insolvenzgericht Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen. Nach Ansicht von Experten waren die Probleme des Werkes offenbar hausgemacht. So hatte die Schokoladenfabrik einen großen Teil ihrer Produkte als sog. Handelsmarken etwa für Rewe, Edeka und Aldi hergestellt. Aufgrund des Preisdrucks im Lebensmitteleinzelhandel sind die Gewinne im Segment der Handelsmarken sehr gering.

(Quelle: MDR)


Zahnarztkette McZahn ist insolvent

01.10.2008 Willich:

Die Billig-Zahnarztkette McZahn ist insolvent. Der Insolvenzantrag sei bereits eingereicht worden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Wolf-Rüdiger von der Fecht. Dieser bemüht sich nun den Betrieb zu erhalten.

Ob in den bestehenden sechs Franchise-Praxen des Unternehmens weiterhin Patienten behandelt werden, war zunächst nicht zu erfahren.

Das Unternehmen habe noch vor dem Insolvenzantrag versucht, seinen Markennamen zu verkaufen. Dazu sollte die Kette in "Billig-Zahn" umbenannt werden.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt laut früheren Angaben bereits gegen die McZahn AG wegen des Verdachts des Betrugs und der Urkundenfälschung. Das Unternehmen soll gefälschte Zertifikate für Zahnersatz aus China bei den Kassen eingereicht haben. Dabei soll ein Schaden von 860.000 EUR entstanden sein.

(Quelle: Die Welt)


Sanierung der Elisabeth-Klinik und der Veramed-Klinik dauert an

30.09.2008 Dortmund/Meschede:

Die Trägergesellschaft der Veramed Klinik, die E+V Fachkrankenhaus GmbH hat im Juni am AG Dortmund den Insolvenzantrag gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Schulte-Kaubrügger von der Kanzlei Schröder Rechtsanwälte bestellt.

Der Insolvenzantrag resultiert nicht aus den aktuellen Verbindlichkeiten der betroffenen Kliniken (Veramed Klinik am Tannenberg/Elisabeth-Klinik Dortmund), sondern aus einer Nachforderung aus der Vergangenheit, die sich nicht mehr abwenden ließ.

Beide Kliniken, sowohl die Veramed-Klinik in Meschede, als auch die Elisabeth-Klinik in Dortmund befinden sich derzeit in einem Aufwärtstrend, sodass die geschilderte Entwicklung für die bei den Kliniken sehr überraschend kam.

Die beantragte Insolvenz erfolgt nun zu dem Zweck, die bestehenden Sanierungsmöglichkeiten zu überprüfen und umzusetzen. Die Lohn- bzw. Gehaltszahlungen für die Arbeitnehmer der Schuldnerin werden für die Monate Mai, Juni und Juli 2008 durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes sichergestellt.

Im Hinblick auf die Sanierung und langfristige Fortführung des Geschäftsbetriebs sind bereits erste Gespräche mit Investoren aufgenommen worden, die ihr Interesse an einer "Übernahme" und langfristigen Fortführung geäußert haben.

Die Sanierungsmöglichkeiten sind vor diesem Hintergrund als sehr günstig einzustufen. Die diesbezüglichen Prüfungen und Gespräche dauern derzeit an.

(Quelle: Veramed Klinik)


Maxdata ist wieder da

29.09.2008 Marl:

Der deutsche PC-Hersteller Maxdata wird in Kürze seinen Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Unternehmen, das vor einiger Zeit Insolvenz anmelden musste, nun mit.

Die Konzentration werde dabei vollständig auf dem Fachhandelsgeschäft liegen, über das Business-Kunden angesprochen werden. In Kürze sei das Vertriebs-Team für die Distributionspartner wieder erreichbar und werde neue Produkte in den Bereichen Server und Desktops anbieten. Basis dafür bildet der Einstieg des asiatischen Unternehmens Quanmax bei Maxdata. Dabei handelt es sich um eine Tochter des PC-Auftragsherstellers Quanta. Von diesem produzierte Systeme werden zukünftig unter der Marke Maxdata verkauft.

Mit der Konzentration auf das Geschäft mit Business-Kunden besinnt man sich bei Maxdata auf seine Wurzeln. Die versuchte Expansion in den Privatkundenmarkt war immerhin gescheitert.

(Quelle: Winfuture)


Mögliche Rettung für das Kronenhotel

26.09.2008 Bad Liebenzell:

Wie der Stuttgarter Insolvenzverwalter Axel Kulas bestätigt, laufen derzeit Verhandlungen mit einem Interessenten für das Kronenhotel.

Das 25-Zimmer-Haus musste vor rd. einem Jahr Insolvenz anmelden. Allerdings konnte der Betrieb fortgeführt werden. Kulas spricht den Mitarbeitern - fünf Vollzeit-Kräfte und einige Aushilfen - ein großes Lob aus. Sie hätten sich sehr für den Erhalt des Vier-Sterne-Hotels eingesetzt. Die Auslastung des Vier-Sterne-Hauses könnte jedoch besser sein, so Kulas. Er beschreibt sie als "meist ausreichend". Seiner Ansicht nach könnte man das Haus mit "relativ wenig Aufwand" wieder auf Vordermann bringen.Würden die anstehenden Investitionen zügig angegangen, könnte das Kronenhotel im nächsten Frühjahr "in neuer Schönheit in die Saison gehen". Er wisse jedoch nicht, welche Zukunftspläne der Interessent für das Wellness-Hotel habe. Vermutlich werde das Haus aber in der bisherigen Tradition weitergeführt.

(Quelle: Pforzheimer Zeitung)


Fleischwerk Löbau ist insolvent

23.09.2008 Löbau:

Die Fleischwerk Löbau GmbH hat beim AG in Dresden einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Als Insolvenzverwalter ist eine Dresdner Kanzlei beauftragt worden. Die Produktion soll zunächst weiterlaufen. Auch das Filialnetz soll gehalten werden. Das 1990 gegründete Fleischwerk hat 108 Beschäftigte, darunter vier Lehrlinge. Mehrfach sind die Produkte des Unternehmens wegen ihrer Qualität und des Geschmacks ausgezeichnet worden. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft ehrte sie 2006 und 2007 mit dem "Preis der Besten" in Gold. Das Löbauer Fleischwerk betreibt 18 Filialen.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


Prozess um Insolvenzverschleppung - Bewährung für Ex-Babcock-Borsig-Chef

23.09.2008 Duisburg:

Das LG Duisburg hat den früheren Babcock-Borsig-Chef Klaus Lederer zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten verurteilt. Zusätzlich verhängte der Vorsitzende Richter eine Geldauflage von 250.000 EUR .

Die außerdem angeordneten 1.000 Std. gemeinnützige Arbeit darf Klaus Lederer bei einer Hurrikanhilfe in seiner Wahlheimat USA ableisten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Lederer die Insolvenz vorsätzlich um Monate hinauszögerte. Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Strafverfolger warfen Lederer vor, er habe die Insolvenz verschleppt, um unbeschadet die Werftengruppe HDW leiten zu können. Mit diesem Schuldspruch am ersten Verhandlungstag ist Lederer vorbestraft, sobald das Urteil rechtskräftig wird. Der 60-Jährige hatte gleich zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Der Insolvenzantrag war jedoch erst Monate später gestellt worden.

Der Untergang des Oberhausener Anlagenbauers mit 21.000 Beschäftigten zählt zu den größten Pleiten der Nachkriegszeit. Mit der Abwicklung werden die Insolvenzverwalter voraussichtlich noch bis 2015 beschäftigt sein. Die Höhe der Forderungen von Gläubigern beläuft sich nach Angaben der als ZeugenvernommenenInsolvenzverwalterauf 1,5 - 2Mrd. EUR.

(Quelle: Financial Times Deutschland)


Modehaus Dähler beantragt Insolvenz

23.09.2008 Worms:

Das Modehaus Dähler hat die Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Wolfgang Mathäß geht aber davon aus, dass der Geschäftsbetrieb mindestens bis Ende des Jahres gesichert ist.

Vor 2 Jahren hatte das Männer-Mode-Geschäft Dähler noch seinen 100-jährigen Geburtstag gefeiert, doch jetzt sah man sich gezwungen, den Insolvenzantrag zu stellen.

Die Chancen, das Kerngeschäft zu sanieren und den Traditionsbetrieb für Worms zu erhalten, stünden deshalb nicht schlecht, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Jetzt verhandelt man nun mit den mehr als 100 Herstellern und Lieferanten, um die weitere Belieferung bis ins Frühjahr hinein sicherzustellen. Das teils in eigenen und teils in angemieteten Immobilien tätige Fachgeschäft beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit.

(Quelle: Wormser Zeitung)


GWG in Radevormwald insolvent

22.09.2008 Radevormwald:

Die GWG Wohnungs Genossenschaft Radevormwald hat zum 19.9.2008 Insolvenz angemeldet. Und das sowohl für die Genossenschaft als auch für die GWG Wohnbau-Grundstücksund Verwaltungs-GmbH. Als vorläufiger Insolvenzverwalter für die GWG Unternehmensgruppe wurde Rechtsanwalt Norbert Weber aus Köln bestellt.

Für eine Insolvenz gibt es vielfältige Gründe: Fehlgeschlagene Grundstücks- und Immobiliengeschäfte in den 90er Jahren führten bei der GWG in die Krise und in die Verschuldung.

Vorstand Klaus Fingerhuth wollte bei geschätzten 38 Mio. EUR Verbindlichkeiten hunderte Wohnungen verkaufen, um wieder flüssig zu werden. Vor kurzem scheiterte jedoch der Verkauf.

Über 1.000 Wohnungen besitzt die GWG in Radevormwald, deren Zukunft nun ungewiss ist.

(Quelle: Info Radevormwald)


Großwäscherei Hoffman wird saniert

20.09.2008 Brandenburg a.d. Havel:

Die traditionsreiche Großwäscherei Hoffmann GmbH in Brandenburg a.d. Havel wird saniert. Das vor 80 Jahren gegründete Familienunternehmen überstand bis heute die Zeit. Jedoch höhlten kapitalintensive Investitionen einerseits und Forderungsausfälle in jüngster Zeit andererseits die Liquidität des Unternehmens aus. Dann musste Mitte des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet werden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Alfred Körbitz gab jedoch an, dass die Auftragslage gut sei, sodass das Unternehmen mit den 39 Beschäftigten saniert werden könne. Nach seinen Angaben habe die Stadt Brandenburg ihre Unterstützung bereits zugesagt.

(Quelle: Sanierungsportal)


Sorge in Kiel - Lindenau-Werft droht Insolvenz

19.09.2008 Kiel:

Der Kieler Lindenau-Werft droht nach Medienberichten die Zahlungsunfähigkeit. Grund seien Probleme bei der Zwischenfinanzierung eines laufenden Auftrags für einen neuen Tanker. Die kurzfristig einberufenen Verhandlungen der Werft mit den Banken, dem Wirtschaftsministerium, Industriepartnern und Kunden liefen noch. Die Situation ist dem Bericht zufolge mehr als schwierig: Die Auftragsbücher sind voll, doch die Liquidität wird selbst als dramatisch beschrieben. 12 Mio. EUR habe die Werft schon vorfinanziert, letztlich fehlten noch Barmittel i.H.v. 9 Mio. EUR bis zur Ablieferung. Trotz monatelanger Verhandlungen kämen von den Banken nur immer neue Auflagen, aber keine verbindliche Zusage. Ohne die könne aber auch die erhoffte Landesbürgschaft nicht kommen.

Wenn alle Gespräche keinen Durchbruch bringen, gibt es für die Werft nur noch einen Ausweg: Die Werft werde einen Insolvenzantrag stellen. Das Unternehmen ist dem Bericht zufolge schuldenfrei, es fehlt nur eben an Bargeld.

(Quelle: NDR)


Sinn-Leffers-Verwalter will im November Sanierungsplan vorlegen

16.09.2008 Hagen:

Der Insolvenzverwalter der Modekette Sinn-Leffers, Horst Piepenburg, will Anfang Oktober über Standortschließungen entscheiden und dann einen Monat später dem Gericht den Sanierungsplan vorlegen. Der Insolvenzverwalter bekräftigte, man wolle die Mieten für die Filialen drücken.

Auch die Kosten bei Sinn-Leffers müssten reduziert werden. Derzeit liefen die Verhandlungen mit den Vermietern. Da sich einige Verhandlungsführer aufseiten der Vermieter mit ihren ausländischen Investoren absprechen müssten, seien die Gespräche noch nicht abgeschlossen.

Das Management der ehemaligen Karstadt-Quelle-Tochter (heute Arcandor) hatte Anfang August beim AG Hagen ein Insolvenzplanverfahren in Eigenregie beantragt, um das Unternehmen vor dem Aus und der Zerschlagung zu retten.

(Quelle: Handelsblatt)


Sanierungsversuch gescheitert - Pfaff meldet Insolvenz an

11.09.2008 Kaiserslautern:

Während sich die Gläubiger, die Arbeitnehmervertreter und die Geschäftsführung über einen Sanierungsplan einig gewesen seien, hätten die Investoren die Gespräche platzen lassen.

Die Gläubiger hätten sich bereit erklärt, auf mehr als 20 Mio. EUR an Forderungen zu verzichten. Das Sanierungskonzept habe vorgesehen, die Angebotspalette radikal zu durchforsten, eine neue Produktfamilie auf den Markt zu bringen sowie den Bereich Schweißmaschinen auszubauen.

In Kaiserslautern arbeiteten zuletzt noch rd. 400 Menschen am Stammsitz. Einst waren es mehrere Tausend Beschäftigte. Die Billigkonkurrenz aus Asien hat der Traditionsmarke immer schwerer zugesetzt. Auch eine massive Schrumpfkur, die Aufgabe des Geschäfts mit Haushaltsnähmaschinen vor Jahren und der damit verbundene Neuanfang konnten den Zerfall letztlich nicht aufhalten.

(Quelle: Handelsblatt)

 


 

Firma B.E.D. Blaut hat Insolvenz angemeldet

08.09.2008 Plettenberg:

Die Geschäftsführung der B.E.D. Blaut Automotive GmbH hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund nannte man "die fehlende Bereitschaft des Hauptkunden Karmann, die bei Anlauf eines Großprojektes aufgetretene Schwierigkeiten gemeinsam zu lösen."

Es bleibe nun Aufgabe des vorläufigen Insolvenzverwalters gegenüber Karmann auf eine Arbeitsplatzsicherung in Plettenberg zu drängen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rd. 100 Mitarbeiter an den zwei Standorten.

(Quelle: Süderlander Tageblatt)



Johler, Nord Offset und Arquem verkauft

05.09.2008 Neumünster/Ellerbek/Starnberg:

Was aus Medieninformationen bereits Mitte August exklusiv zu entnehmen war, wurde nun offiziell bestätigt. Die Arquana International Print & Media AG hat "im Wege einer übertragenden Sanierung" die Assets der Johler Druck GmbH i.I. veräußert. Verkauft wurde außerdem die Nord Offset GmbH und die Starnberger Arquem Management GmbH.

Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 1.9.2008 unterzeichnet, Käufer ist der Bocholter Druckerei-Unternehmer Franz-Herrmann Enk. Das Familienunternehmen Enk wurde vor über 50 Jahren von Theo Enk gegründet. 120 Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert werden.

Insolvenzverwalter Schröder dazu: "Die Sanierungslösung wäre ohne die tatkräftige und kompetente Unterstützung des Wirtschaftministeriums in Kiel und der Förderinstitute des Landes nicht möglich gewesen. Das verdient großen Dank und Anerkennung.

Ich bin sehr froh, mit Franz-Hermann Enk einen dynamischen mittelständischen Druckerei-Unternehmer gefunden zu haben, der Johler und Nord Offset wieder als inhabergeführtes Unternehmen betreiben wird. Ich bin sicher, dass Johler und Nord Offset in sehr gute Hände kommen."

Bei Johler Druck war im April 2008 das Insolvenzverfahren eröffnet worden, nachdem die Arquana International Print & Media AG Anfang des Jahres wegen drohender Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung Insolvenzantrag gestellt hatte.

Ebenfalls betroffen war die Kölner J.P. Bachem GmbH & Co. KG sowie die Servicegesellschaften Arquana Media GmbH in Pforzheim und die Arquana Sales GmbH in Neumünster. Der Ellerbeker Nord Offset GmbH und der Arquem GmbH dagegen blieb die Insolvenz damals erspart.

(Quelle: Druck und Medien)


Autozulieferer Wilisch & Sohn beantragt Insolvenz

05.09.2008 Ansbach:

Der nach dem drohenden Verlust eines Großauftrags unter Druck geratene Ansbacher Autozulieferer Wilisch & Sohn hat Insolvenzantrag gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Joachim Exner bestimmt worden, der bereits mit einer Bestandsaufnahme beschäftigt sei, teilte die Nürnberger Anwaltskanzlei Beck & Partner mit. Der Betrieb mit 480 Beschäftigten laufe vorerst weiter.

Das Unternehmen habe zwar volle Auftragsbücher, die Abwicklung der Aufträge aber nicht mehr ausreichend vorfinanzieren können. Zwar hat die Firmenleitung den Angaben nach zuletzt noch Strukturmaßnahmen eingeleitet, um das im Jahr 1805 gegründete Traditionsunternehmen flott zu machen.

Diese hätten aber nicht mehr gegriffen, berichtete das Büro des Insolvenzverwalters.

Die Firma Wilisch & Sohn mit Standorten in Ansbach und Ungarn ist nach Angaben des Insolvenzverwalters auf die Herstellung von Präzisions-Spritzgussteilen für in- und ausländische Autohersteller spezialisiert.

Das Unternehmen liefert u.a. Spritzgussteile zur Abdeckung und Bedienung von Autoradios, Klimaanlagen und Navigationsgeräten. Der Umsatz lag im Jahr 2007 bei 37 Mio. EUR . Das Unternehmen war 2008 von der Münchner GCI Management AG übernommen worden.

(Quelle: Kanal8)


Automobilzulieferer in Wernigerode will traditionsreichen Standort sichern

05.09.2008 Wernigerode:

Für die MWG Galvano GmbH in Wernigerode ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Unabhängig davon geht die Produktion bei dem Automobilzulieferer weiter. Die 90 Mitarbeiter sollen zunächst unverändert weiterarbeiten. Die Kunden und Banken seien bereits informiert.

Das Magdeburger AG habe zum 29.8 den Rechtsanwalt Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ziel sei es, den traditionsreichen Produktionsstandort in Wernigerode dauerhaft zu sichern.

Laut Unternehmensführung ist die im August eröffnete Insolvenz der Galvano-Muttergesellschaft, Metallveredelung Wernigerode, Ursache für den Insolvenzantrag. Der MWG-Chef verwies auf die Besonderheit der Galvano-Insolvenz. Erstmals im Bereich des Magdeburger AG soll der bisherige Geschäftsführer auch im sog. Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung diese Verantwortung weiter übernehmen.

Trotz der aktuellen Entwicklung sei die Lohnzahlung an die 240 Mitarbeiter in der Firmengruppe gewährleistet.

(Quelle: Volksstimme)


Um Insolvente Papierfabrik bemüht sich offenbar ein badischer Geldgeber

05.09.2008 Kappelrodeck:

Für die insolvente Papierfabrik Lenk scheint ein Übernahmeinteressent gefunden zu sein. Nach Medieninformationen hat ein Finanzinvestor aus Baden Interesse an dem Unternehmen angemeldet. Vom Insolvenzverwalter, dem Aachener Rechtsanwalt Harald Kroth, war nichts zu erfahren.

Laut Insolvenzverwalter Kroth arbeiten derzeit noch 105 Mitarbeiter bei der Traditionsfirma. Als die Papierfabrik und die dazugehörige Verwaltungs-GmbH im Dezember 2007 Insolvenzantrag gestellt hatten, war noch von 140 Mitarbeitern die Rede. Kündigungen habe es keine gegeben, Mitarbeiter hätten aber den Betrieb verlassen, heißt es vom Insolvenzverwalter.

Die aktuelle Lage ist zufriedenstellend: Die Firma produziert und kann ihre Produkte auch absetzen.

(Quelle: Baden online)


Cutlery ist insolvent

27.08.2008 Solingen:

Die Schneidwarenbranche kommt nicht zur Ruhe: Nachdem Zwilling und das Wüsthof Dreizackwerk Personalabbau angekündigt hatten, stellte die Sträter Solingen Cutlery GmbH & Co. KG Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Der Zulieferer der Schneidwarenindustrie ist zu Beginn dieses Jahres herausgelöst worden aus der Solicut GmbH und unter Cutlery an den Start gegangen. Die unerwartet negative Entwicklung der Konjunktur in der Konsumgüterund damit auch der Schneidwarenindustrie hat gravierende Spuren hinterlassen.

Betroffen sind 66 Mitarbeiter. Der jetzt in die Insolvenz gegangene Geschäftszweig befindet sich seit mehren Generationen im Eigentum der Familie Sträter. Nicht von der Insolvenz betroffen ist die Marke Solicut. Die Solicut Distribution GmbH entwickelt und vertreibt seit Jahresbeginn unter der Marke Solicut hochwertige Schneidwaren.

In Gesprächen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter aus der Kanzlei Runkel Schneider Weber ist man nun bemüht, "eine positive Lösung zu finden, um in irgendeiner Form das Unternehmen fortzuführen". Ziel sei es, die tragfähigen Geschäftsbereiche der Sträter Solingen Cutlery neu aufzustellen und in einer an die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der Solinger Schneidwarenindustrie angepassten Struktur langfristig erfolgreich auszurichten. Für die Kunden soll die Belieferung ohne spürbare Einschränkungen und Verzögerungen erfolgen.

(Quelle: RP Online)


Die Webstühle der Firma Obta laufen an

26.08.2008 Marktredwitz:

Die Firma Obta hatte am letzten Tag vor dem Betriebsurlaub Insolvenz angemeldet, weil einer der beiden großen Auftraggeber komplett weggefallen war und die Verkaufserlöse nicht mehr ausreichten. Jetzt laufen nach dem Betriebsurlaub und trotz Insolvenz die Webstühle wieder.

Der Insolvenzverwalter, der Hofer Rechtsanwalt Joachim Exner, informierte die Belegschaft über seine Bemühungen, Kunden für die Firma an Land zu ziehen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Die ersten Kontakte wurden bereits geknüpft.

Der Insolvenzverwalter hat inzwischen auch Verbindung mit der Agentur für Arbeit aufgenommen, die zunächst einmal die Löhne nachbezahlt und bis Oktober sichert. Der Werksverkauf läuft bis dahin normal weiter.

(Quelle: Frankenpost)


Nach Insolvenz die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt

26.08.2008 Stadtallendorf/Lollar:

Die Rettung der Arbeitsplätze als Folge einer hohen Risikobereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und die überaus erfolgreiche Sanierung der Stadtallendorfer Traditionsfirma Faudi GmbH beeindruckten die Jury von Deutschlands wichtigster Mittelstandsinitiative "Mutmacher der Nation". Deshalb nominierte sie Horst Watz, als Gründer und Geschäftsführer der Watz Hydraulik GmbH und somit Partner der Faudi GmbH, die 2006 in die Insolvenz ging. Ein ausländischer Unternehmer bot für das insolvente Unternehmen, um vor allem an die Patente zu kommen. 24 Std. vor Gebotsschluss übernahm dann überraschend Watz das Unternehmen.

Nach gut 2 Jahren sind jetzt die Zeiten der Insolvenz bei Faudi vergessen. 2007 machte die Firma 7 Mio. EUR Umsatz, für 2008 sind 18 Mio. geplant. Inzwischen hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf 80 Beschäftigte verdoppelt, zudem werden zwölf Lehrlinge ausgebildet.

(Quelle: Giessener Anzeiger)


ProMarkt-Kette der Wegert-Brüder gerettet

25.08.2008 Berlin:

Die angeschlagene Elektronikhandelskette ProMarkt der Berliner Unternehmer Michael und Mattias Wegert ist gerettet. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Rolf Rattunde haben die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt. Die Kette wird nicht zerschlagen, sondern mit bundesweit 15 statt zuletzt 25 Filialen fortgeführt. Die verbliebenen Standorte firmieren weiter unter dem Namen MediMax. Fünf Filialen werden geschlossen, weitere fünf an ElectronicPartner (EP) verkauft. EP betreibt ebenfalls Elektronikmärkte unter dem Namen MediMax - u.a. auch in Berlin - und ist Franchisegeber von ProMarkt.

Die Gläubiger, darunter Mitarbeiter, deren Löhne nicht gezahlt wurden, Vermieter, Krankenkassen und der Pensionsverein sollen 4,5 Mio. EUR erhalten. Die Wegerts wurden zudem verpflichtet, 2 Mio. EUR in eine Kapitalerhöhung fließenzulassen.

ProMarkt hatte im Februar wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Potenzielle Gläubiger haben Forderungen von insgesamt 37 Mio. EUR geltend gemacht. Derzeit wird geprüft, ob diese berechtigt sind. Er rechnet damit, dass die Gläubiger bei einer Fortführung des Unternehmens eine Quote von bis zu 25 % bekommen, dass also bis zu 1/4 ihrer Verbindlichkeiten bedient werden. "Bei einer Zerschlagung hätte die Quote bei schätzungsweise vier Prozent gelegen", so Rattunde.

Mit den Schließungen und Verkäufen schrumpft die Zahl der Mitarbeiter bei ProMarkt von 712 vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf 360. Im Fall einer Zerschlagung hätten vor allem die 66 Beschäftigten in der Zentrale um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen.

Neuer Partner von ProMarkt ist die Investorengruppe Gordon Brothers International. Sie soll die Finanzierung sicher stellen und jene Ausfallhaftung übernehmen, auf die Lieferanten bestehen, bevor sie die Märkte mit Ware versorgen. EP als Franchisegeber hatte diese Haftung im Februar überraschend gekündigt - ProMarkt stand ohne Ware da und geriet in finanzielle Schieflage.

(Quelle: Berliner Morgenpost)


Frisör Joe Kiefer insolvent

22.08.2008 Offenburg:

Der alteingesessene Offenburger Frisör Joe Kiefer ist insolvent. Die beiden Geschäfte laufen aber uneingeschränkt weiter, teilte die vorläufige Insolvenzverwalterin Heike Simon mit. Keinem der zwölf Mitarbeiter droht Entlassung. Möglicherweise übernimmt Kiefers Tochter die Geschäfte. Die Löhne und Gehälter der zwölf Angestellten seien über das Insolvenzgeld abgesichert.

Zu den Ursachen der finanziellen Schieflage gab man an, dass die Hauptverbindlichkeiten aus dem Umbau des Hauses stammen. Die Kosten seien letztlich doppelt so teuer geworden, wie ursprünglich vom Architekten geplant.

Dass der Konkurrenzdruck dem Unternehmen, das seit mehr als 30 Jahren besteht, zugesetzt habe, glaubt Simon weniger, auch wenn sie nach eigener Aussage den Markt in Offenburg nicht abschließend bewerten könne.

Der Kehler Frisörladen "Haarmoden Kiefer" sei nicht von der Insolvenz betroffen - diesen führe seine Frau.

(Quelle: Baden online)


Salamander-Mutter meldet Insolvenz an

22.08.2008 Offenbach:

Die Krise des Luxusartikelherstellers Egana Goldpfeil hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das Unternehmen hat für den europäischen Teil seines Geschäfts Insolvenz angemeldet. Zu den bekanntesten Marken der Gruppe gehören Salamander-Schuhe sowie die Uhrenhersteller Dugena und Junghans. Schon im vergangenen Jahr hatte es nach Unregelmäßigkeiten Pleite-Gerüchte gegeben. Ein neuer Investor half mit einem Notkredit aus. Die drohende Zahlungsunfähigkeit sei auf Probleme mit chinesischen Zoll- und Steuerangelegenheiten zurückzuführen, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Die begonnene Restrukturierung unter Einbindung des Hongkonger Großinvestors Lifestyle International Holdings soll fortgesetzt werden. Die Insolvenz betreffe die europäische Holding. Die Arbeitsplätze sollten weitgehend erhalten bleiben. Egana Goldpfeil beschäftigt weltweit 7.000 Mitarbeiter, davon 2.000 in Deutschland. Der Geschäftsbetrieb werde ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Gruppe verfügt über eine Vielzahl bekannter Marken und Lizenzen, unter denen Uhren, Schuhe, Lederwaren und Schmuck hergestellt werden. Mit Folgeinsolvenzen innerhalb der Gruppe sei nur eingeschränkt zu rechnen.

(Quelle: Die Welt)


Buchhandlung Uptmoor stellte Insolvenzantrag

21.08.2008 Fulda:

Die traditionsreiche Fuldaer Buchhandlung Uptmoor stellte Insolvenzantrag. Betroffen davon seien insgesamt 15 Mitarbeiter. Gerichtlich bestellter Gutachter ist Rechtsanwalt Andreas Schafft von der Kanzlei Leonhardt, Westhelle und Partner in Kassel. Gemeinsam werde nun versucht, "den Betrieb fortzuführen mit dem Ziel, eine übertragende Sanierung zu ermöglichen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Ursache für den Insolvenzantrag seien Internet-Buchhändler sowie der große Konkurrenzdruck der Handelsketten. Bereits zum 75-jährigen Bestehen des Familienbetriebs im Jahr 2005 hatte der Uptmoor-Nachfahre Stöcklein angekündigt, durch eine eigene Website auch überregionale Kunden gewinnen zu wollen, "weil es alleine durch die Laufkundschaft schwierig wird".

Zwar habe das Team versucht, auf der Ebene lokaler Literatur stark zu werden, "doch auch die Nischen sind schon besetzt". Trotz der schlechten Nachricht zeigt man sich optimistisch und glaube "an das Unternehmen, und an den Insolvenzverwalter."

Die Buchhandlung Uptmoor ist eine der ältesten in Deutschland. Gegründet 1811 von Buchhändler Heinrich Ross, ging sie am 1.1.1930 an Namensgeber Joseph Uptmoor über.

(Quelle: Fuldaer Zeitung)


Auf der Suche nach den Rettern

21.08.2008 Potsdam-Babelsberg:

Zum 1.1.2009 sollen Waschhaus und Lindenpark in neue Trägerschaften übergeben werden. Dies wurde auf einer Pressekonferenz im Anschluss einer fünfstündigen Arbeitstagung über die Zukunft der Sozio- und Jugendkultur in Potsdam erklärt.

Durch ein Wettbewerbsverfahren, das in spätestens zwei Wochen ausgeschrieben werden soll, hofft die Stadt mehrere Interessenten zu finden, die den Erhalt der Angebote von Waschhaus und Lindenpark auch für die Zukunft gewährleisten können.

Zu den Teilnehmern der Tagung gehörten auch Vertreter der Stiftung "Sozialpädagogische Institut Berlin Walter May", die schon im Gespräch als neuer Träger für das Waschhaus war. Bis Ende des Jahres werden die alten Träger Waschhaus e.V. und Lindenpark e.V. zusammen mit den Insolvenzverwaltern den Programmbetrieb aufrechterhalten.

Ein professionelles Finanzmanagement, wirtschaftliche Transparenz und ein Gesamtfinanzierungskonzept nannte man als die Grundvoraussetzungen der möglichen zukünftigen Träger. Hinzu müsse die Bereitschaft kommen, hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung flexibel zu sein.

Das derzeit nach der Sanierung leer stehende Waschhaus soll ab September wieder bespielt werden. Im Rahmen des Potsdamer Jazzfestivals ist am 13.9. mit dem norwegischen Pianisten Bugge Wesseltoft das erste Konzert im Saal geplant. Der Konzertbetrieb ist auch unter der neuen Trägerschaft geplant.

(Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten)


Messe- und Dekorationsbauer Ideea gerettet

20.08.2008 Berlin-Adlershof:

Der insolvente Messe- und Dekorationsbauer "Ideea" wird unter neuem Dach in Adlershof fortgeführt. Dies erklärte der neue Geschäftsführer der "Ideea Event GmbH" Karl-Heinz Trautmann gegenüber den Medien. Von der Insolvenz des größten ostdeutschen Messebauers ist auch die benachbarte Hochschule Arts and Stage Academy betroffen, aus der sich Ideea als Hauptgesellschafter zurückgezogen hatte.

Als Hauptgrund für die Insolvenz führt man ein zu schnelles Wachstum bei gleichzeitiger ungenügender Kapitaldecke an. Vor allem die schwierige begleitende Finanzierung von Projektgeschäften durch die Banken habe das 1990 gegründete Messebau-Unternehmen in die Schieflage gebracht. Bereits im Mai hatte man sich entschlossen, das Insolvenzverfahren für das durch seine spektakulären Design-Messestände auf der Cebit und den Funk- und Luftfahrtausstellungen in Berlin bekannte Unternehmen zu eröffnen. Bis Juli wurde der Geschäftsbetrieb unter der Regie des Insolvenzverwalters Hartwig Albers von der Kanzlei Brinkmann & Partner fortgeführt.

Bei den Investoren handelt es sich um eine Gruppe von erfolgreichen Unternehmen aus dem Medienbereich und der Print-Produktion aus der Region Rhein-Neckar. Mehr als zwei Drittel der rd. 120 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Auch der Name Ideea sowie das rote Logo werden von der neuen Gesellschaft übernommen.

(Quelle: Berliner Morgenpost)


Internationalmedia - zu wenig Filmproduktionen

19.08.2008 München:

Die schwer angeschlagene Internationalmedia hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Der Vorstand habe sich zu dem Schritt entschieden, weil die Firma Eluvium, die jüngst die insolvente IM-Produktionstochter Stopping Power übernommen hatte, ausgeübte Optionen nur zum Teil bezahlt habe, gab der Vorstand Medieninformationen zufolge an. Nun plane man, mithilfe des Insolvenzverwalters die Geschäfte des Unternehmens fortzuführen.

Grund für den Insolvenzantrag sei zwar drohende Zahlungsunfähigkeit. Betroffen von der Insolvenz sei die AG mit vier Beschäftigten, nicht aber die beiden Töchter in den USA und in Großbritannien, die zusammen ein gutes Dutzend Mitarbeiter haben.

IM steckt mangels Filmproduktionen schon lange in der Krise. Einst einer der Stars am Neuen Markt, gehörte die Firma nach einem Pressebericht zuletzt zu den "Geldverbrennern der Deutschen Börse". Unter Berücksichtigung von Splits war die Aktie im Jahr des Börsengangs 2000 bis zu 522 EUR wert; nach Bekanntgabe des Insolvenzantrags brach sie zeitweise um fast 66 % auf 22 Cent ein.

Nun hoffe man auf eine Fortführung der Firma mit einem neuem Geschäftsmodell. So könnte sich das Unternehmen auf die Verwaltung der Filmbibliothek konzentrieren, zu der etwa die Kinofilme "Terminator 3, "Basic Instinct 2" und "Wedding Planner" gehören.

(Quelle: Financial Times Deutschland)


Grob Aerospace ist pleite

19.08.2008 Tussenhausen:

Deutschlands einzig verbliebener Flugzeugbauer Grob Aerospace ist insolvent. Die Nachricht kommt für die Unterallgäuer Firma selbst überraschend.

Mit der Entwicklung eines neuen Geschäftsreisejets wollte der Flugzeughersteller Grob Aerospace groß herauskommen. Doch dem Unternehmen ist die Zeit davongelaufen. Nachdem Grob Verzögerungen und damit höhere Kosten einräumen musste, sprang nach Medieninformationen der wichtigste Geldgeber IIU, eine irische Beteiligungsgesellschaft, ab.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé, der sich einst als Filettierer des zusammengebrochenen Kirch-Medienimperiums einen Namen gemacht hat, sucht nun nach Investoren, die die Firma finanzieren. Für das Grob-Management und die rd. 500 festen und freien Beschäftigten kam die Entscheidung überraschend. Die Unterstützung sei "sehr kurzfristig" aufgegeben worden.

Grob Aerospace entwickelt mit dem "SPn" erstmals einen Geschäftsreisejet, der als Basis für eine ganze Flugzeugfamilie dienen soll. Die supermoderne Maschine hat sechs bis acht Sitze und ist komplett aus Kohlefaser. Eigentlich sollte die "SPn" schon Ende 2007 zugelassen und ausgeliefert werden. Doch Grob konnte den Zeitplan nicht einhalten.

Grob Aerospace wurde 1971 von dem Allgäuer Maschinenbau-Unternehmer und Piloten Burkhart Grob gegründet und hat in seiner Zeit ein ständiges Auf und Ab mitgemacht. Das Unternehmen baute in der Vergangenheit vor allem Trainings- und Höhenaufklärungsflugzeuge. Mit dem neuen Jet sollte nun ein nachhaltiger Durchbruch geschafft werden.

(Quelle: Schwäbische Zeitung)


Finanzkrise in Hochschule für Licht und Design

18.08.2008 Berlin-Adlershof:

Knapp zwei Jahre nach Aufnahme des Lehrbetriebs im steht die renommierte Arts and Stage Academy auf dem Campus in Adlershof vor dem Aus. Mit dem Rückzug des überraschend insolventen Hauptgesellschafters, der "Ideea Messebau- und Dekorations GmbH", aus der Finanzierung fehlen der erst Anfang Juli vom Senat als private Hochschule anerkannten Lehrstätte rd. 500.000 EUR zur Fortsetzung des Lehrbetriebs.

Der vom AG Charlottenburg berufene vorläufige Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff gab an, dass es "sehr ernst zu nehmende Interessenten" und mithin "gute Chancen" für den Erhalt der Hochschule gebe.

Durch den Fortfall finanzieller Unterstützung und Bürgschaften fehlten dem Unternehmen nun wichtige Grundlagen. Nach den Planungen sollten die neuen Bachelor-Studiengänge Set-Design und Lighting-Design im Herbst starten. Im Vollbetrieb erwartet die Adlershofer Hochschule bis zu 180 Studierende ab 2012. Erste vielversprechende Gespräche mit potenziellen Geldgebern aus der Wirtschaft seien bereits geführt worden. Besonders enttäuschend sei die Insolvenz von Ideea für ihn umso mehr, als die Kooperation mit den Messebauern "sehr fruchtbar" gewesen sei. Die Entwicklung der Hochschule für Licht und Design vor zwei Jahren war an die Erwartung geknüpft worden, Berlin als Wissenschaftsstandort auch in den Bereichen TV-Set- und Lichtdesign, Messe- und Bühnenbau sowie Eventmanagement international Geltung zu verschaffen. Zu den Besonderheiten der Ausbildung gehöre die starke Projekt- und Praxisorientierung, die den Asa-Studenten nach erfolgreichem Abschluss "beste Berufsaussichten" biete.

Graf Brockdorff will in der kommenden Woche mit potenziellen Investoren sowie der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung die Chancen für den Fortbestand der Asa ausloten.

(Quelle: Berliner Morgenpost)


Hürther Firma stellt Insolvenzantrag

14.08.2008 Hürth:

Das AG Köln hat als zuständiges Insolvenzgericht Dr. Jörg Nerlich zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der HL Hürther Lehrmittel GmbH und der Tochtergesellschaft HL Mobiliar GmbH bestellt. HL Hürther Lehrmittel GmbH hatte am 14.8.2008 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gestellt, nachdem Gespräche mit Kreditgebern gescheitert waren.

In der Folge musste die im niedersächsischen Nörten-Hardenberg und thüringischen Urbach produzierende HL Mobiliar GmbH am 15.7.2008 ebenfalls Insolvenzantrag stellen. Die Auftragslage der Unternehmen sei jedoch gut, sodass auf dieser Grundlage der Geschäftsbetrieb fortgeführt werde, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das AG Köln gelte es nun, die Produktionsgesellschaften für naturwissenschaftliche Lehrmittel und Einrichtungen in der schulischen und beruflichen Ausbildung mit den Möglichkeiten der Insolvenzordnung zu sanieren, die Unternehmensgruppe zusammen zu halten und Investoren für das weltweit operierende Unternehmen zu identifizieren, so Nerlich weiter.

Die Lehrmittel von HL werden aktiv in China, Indonesien und Jordanien, in nahezu allen Staaten Europas sowie in Deutschland vertrieben. Das 1850 gegründete Traditionsunternehmen, das im vergangenen Jahr über 40 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftete, exportiert rd. 60 % seiner Produktion.

HL Mobiliar GmbH entwickelt und produziert Inneneinrichtungen und Mobiliar für Bildung und Forschung, erstellt darüber hinaus Raumnutzungskonzepte nach aktuellen Sicherheitsvorschriften und montiert und wartet Elektro-, Gas und Wasserinstallationen in den jeweiligen Fachräumen für Naturwissenschaften und Technik. HL Mobiliar beschäftigt 54 Mitarbeiter am Produktionsstandort Nörten-Hardenberg in der Metallbe- und Verarbeitung und 28 Mitarbeiter in der Möbelproduktion in Urbach in Thüringen.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Sozietät Görg)


Elco Kunststoffe meldet Insolvenz an

13.08.2008 Gütersloh:

Die Firma Elco ist in Schwierigkeiten geraten und musste Insolvenz beantragen. Auf einer Betriebsversammlung will der vorläufige Insolvenzverwalter Norbert Küpper die Belegschaft umfassend informieren. Bei Elco arbeiten 100 Menschen, zum großen Teil Ingenieure und qualifizierte Mitarbeiter. Elco gilt als innovatives Unternehmen und hat in den vergangenen Jahren immer wieder durch Preise auf sich aufmerksam gemacht.

Man gab an, unter den massiv gestiegenen Rohstoffpreisen gelitten zu haben. Als Verarbeiter von Kunststoffen greife das Unternehmen vielfach auf Produkte auf Rohölbasis zurück, deren Kosten explodiert seien. Auch die steigenden Energiekosten seien für ein fertigungsintensives Unternehmen wie Elco Gift gewesen.

Nach Ansicht des Insolvenzverwalters Küpper "sei das Unternehmen sanierungsfähig." Durch die Innovationskraft von Elco und der Vielzahl interessanter Produkte glaube man, das Unternehmen im Markt halten zu können.

Die Auftragsbücher seien voll, die Kunden blieben bei der Stange. Die Kreditinstitute, darunter Volksbank und Sparkasse Gütersloh hätten signalisiert, eine Sanierung zu unterstützen.

(Quelle: Neue Westfälische)


Casa Madrid: Betrieb läuft nach übertragender Sanierung nahtlos weiter

09.08.2008 Essen:

"Das Casa Madrid läuft planmäßig weiter", erklärt Prof. Dr. Jens M. Schmittmann, der am 1.8.2008 vom Insolvenzgericht Essen zum Insolvenzverwalter Über das Vermögen der bisherigen Betreiberin, der LUMA Gastroconsult Limited, bestellt worden war.

"Innerhalb einer Woche nach Verfahrenseröffnung konnte ein Erwerber gefunden werden, der den Betrieb übernommen hat und weiterführt, sodass sich für die Mitarbeiter und Kunden nichts ändert", erläutert der Essener Rechtsanwalt weiter, dem es in erster Linie um den Erhalt der Arbeitsplätze ging. Zwar werde das Verfahren juristisch noch sehr kompliziert, da zum Teil deutsches und zum Teil englisches Recht anzuwenden ist, davon werden aber Mitarbeiter und Kunden nichts mitbekommen. Die Gäste des Restaurants können Speisen und Getränke sowohl auf den Außenplätzen als auch innen genießen.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Prof. Dr. Jens M. Schmittmann)


Hock GmbH meldet in Biebertal Insolvenz an

09.08.2008 Biebertal:

Die Hock Biebertal GmbH, ein Unternehmen für Stanz- und Umformtechnik, hat beim AG Gießen Insolvenz angemeldet. Die Ursache sei der Verlust von zwei Dritteln der Umsätze mit dem Kunden Lite on. Man sei aber zuversichtlich, dass die Hock GmbH weitermachen kann.

Die Hock-Gruppe, die 2005 die frühere B.S.U. Biebertaler Stanz- und Umformtechnik Übernommen hat, ist nach eigenen Angaben in Deutschland und Rumänien an fünf Standorten mit insgesamt mehr als 500 Mitarbeitern vertreten. In Biebertal zählt die Hock GmbH rd. 140 Beschäftigte. Diese sind auf das Umformen von Metallteilen für die Automobil- und Elektroindustrie spezialisiert.

Das AG Gießen hat unterdessen den Frankfurter Rechtsanwalt Dirk Pfeil zum Insolvenzverwalter bestellt. Pfeil, der in dieser Funktion seit etlichen Jahren umfassende Erfahrungen gesammelt hat, ist dafür bekannt, dass er zahlungsunfähigen Unternehmen - falls irgend möglich - wieder auf die Beine hilft.

(Quelle: Giessener Anzeiger)


Elfringhauser Gemüsescheune: Der Betrieb läuft weiter

09.08.2008 Essen:

"Der Geschäftsbetrieb der Elfringhauser Gemüsescheune läuft weiter", erklärt Professor Dr. Jens M. Schmittmann, der am 31.7.2008 vom Insolvenzgericht Essen zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen des Betreibers Thomas Liethmann bestellt worden ist, und kann damit die Kunden beruhigen, die gern im Hügelland ihre Freizeit verbringen und auch frische Ware vom Land erwerben.

Nachdem bereits im April 2007 ein Insolvenzantragsverfahren der IKK direkt wegen rückständiger Sozialversicherungsbeiträge und im April 2008 ein Antragsverfahren der AOK Rheinland anhängig waren, die allerdings nach Zahlung der Rückstände wieder aufgehoben worden sind, hat Herr Liethmann am 31.7.2008 durch Herrn Rechtsanwalt Professor Dr. Sebastian Krause aus Essen selbst einen Insolvenzantrag stellen lassen.

"Im Vordergrund meiner Tätigkeit steht neben der Sicherung der Masse insbesondere die Aufklärung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners Liethmann, also insbesondere die Verflechtung der Grundsücke mit den landwirtschaftlichen und gewerblichen Tätigkeiten", erläutert Schmittmann, der sich bereits am Mittag des 1.8.2008 die Gemüsescheune selbst angeschaut hat.

Professor Dr. Schmittmann geht davon aus, sein Gutachten bis Ende August 2008 beim Insolvenzrichter einreichen zu können, um dem Gericht eine Entscheidung Über den weiteren Verfahrensgang zum 1.9.2008 zu ermöglichen. Dann wird sich auch klären, ob und in welchem Umfang Grundvermögen veräußert wird. Das Insolvenzverfahren umfasst neben der Elfringhauser Gemüsescheune und dem landwirtschaftlichen Betrieb auch das gesamte Privatvermögen von Thomas Liethmann.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Prof. Dr. Jens M. Schmittmann)


6.500 Gläubiger warten auf Geld von Ebay-Händler

07.08.2008 Frankfurt:

Die Frankfurter Selectronica GmbH, einst einer der größten europäischen Verkäufer auf dem Internetmarktplatz Ebay, hat Insolvenz beantragt. Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwalterin Hildegard Hövel warten 6.500 Gläubiger auf Geld von dem Unternehmen. Die meisten von ihnen seien Lieferanten und Produzenten, etwa 100 von ihnen seien Kunden.

Die rd. 40 Mitarbeiter hätten inzwischen Kündigungen eingereicht. Ihre letzten drei Monatsgehälter seien ihnen von der Arbeitsagentur in Form von Insolvenzgeld ausgezahlt worden.

Derzeit würde nur noch abgewickelt, sagte Hövel weiter, das Unternehmen habe noch etwa 1 Mio. Waren auf Lager. Versuche, das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen, seien erfolglos gewesen.

Selectronica hat als sog. Powerseller, also als professioneller Ebay-Händler, mit dem Verkauf von Möbeln und Badarmaturen in seinen besten Zeiten bis zu 100.000 EUR Umsatz am Tag gemacht. Für das Geschäftsjahr 2006 meldete die damalige Geschäftsführerin Daniela Kaufhold einen Überschuss von rd. 479.000 EUR. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform beziffert den Jahresumsatz 2007 mit 30 Mio. EUR .

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Schokoladenwerk Delitzsch meldet Insolvenz an

06.08.2008 Delitzsch:

Das Schokoladenwerk Delitzsch hat beim AG Leipzig Insolvenz angemeldet. Davon sind rd. 250 Mitarbeiter betroffen. Sie sollen auf einer Betriebsversammlung informiert werden. Dem Schokoladenwerk macht vor allem die Sommerflaute zu schaffen - die Juni- und Juli-Löhne konnten nicht mehr gezahlt werden.

Damit steht erneut ein Traditionsunternehmen vor der Pleite, das seit seiner Gründung im Jahre 1894 die Wirren der Zeit überstanden hatte. Zuvor hatte es mehrfache Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen der Delitzscher Schokoladen GmbH gegeben, die ihre Produkte unter der Marke "Delitzscher" verkauft.

(Quelle: Leipzig Seiten)


Internetseite soll Tausende Firmen retten

05.08.2008 Bonn/Remagen/Neuwied:

Die FH Remagen hat eine Internetseite ins Leben gerufen, die Firmen vor der Pleite retten soll. Das "Sanierungsportal" berät schwächelnde Unternehmen in einem sehr frühen Stadium, bis zu 130.000 Arbeitsplätze jährlich sollen gesichert werden.

Der Pleitefall Franjo Pooth hätte verhindert werden können. Glaubt zumindest Hans Haarmeyer. Der Professor und ehemalige Insolvenzrichter hat gemeinsam mit renommierten Institutionen wie der Creditreform, der Sächsischen Aufbaubank und dem Institut für Mittelstandsforschung aus Bonn ein "Sanierungsportal" ins Leben gerufen: Auf der Internetseite www.sanierungsportal.de können kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler kostenlos und anonym jederzeit herausfinden, wie es finanziell um sie bestellt ist. "Wenn Franjo Pooth das gewusst hätte, wäre ihm die Pleite nicht passiert" sagt Haarmeyer.

Zwar ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland schon seit Jahren rückläufig - im ersten Halbjahr waren es laut Creditreform 14.400, so wenig wie zuletzt im Jahr 2001. "Die Zahlen könnten aber noch deutlich niedriger sein, wenn die betroffenen Unternehmen früher reagieren würden", sagt Haarmeyer. Besonders gefährdet seien derzeit Unternehmen in Branchen wie der Hotellerie, dem Handwerk, dem Bau, dem Gesundheitssektor - hier insbesondere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen - sowie Speditionen.

Haarmeyer zufolge sind die meisten Firmen schon fast ein Jahr lang pleite, ehe sie beim Amtsgericht den Insolvenzantrag stellen. "Die Geschäftsführung verschließt aus Angst vor einer Öffentlichen Krise die Augen vor der Realität und hofft stattdessen auf neue Aufträge", sagt er. Durch diese Mentalität des Wegduckens und Vertuschens sei es zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags oft schon zu spät für eine Rettung. Den dadurch verursachten volkswirtschaftlichen Schaden taxiert der Wissenschaftler auf jährlich 8 -12 Mrd. EUR.

Dabei könnten laut einer Schätzung des Insolvenzrechtslehrstuhls der FH Remagen jährlich 5.000 - 8.000 Unternehmen und 130.000 Arbeitsplätze gerettet werden, wenn die Unternehmen sich rechtzeitig beraten und helfen ließen. Der richtige Zeitpunkt lasse sich an einigen Indikatoren festmachen, sagt Haarmeyer: rückläufige Umsätze, eine Kürzung des Kontokorrent durch die Banken oder fehlende Liquidität zur Erfüllung von Forderungen z.B. "Wenn man Zahlungen verschieben muss, sollten die Alarmglocken schrillen", sagt der Insolvenzrechtler.

Wer den Selbst-Check beim Sanierungsportal im Internet macht, bekommt anschließend eine kostenlose Erstberatung von einem der derzeit 21 Sanierungsberater, die zusammen bereits mehr als 150 Firmen gerettet haben. Was dabei heraus kommen wird, ist offen, sagt Haarmeyer: "Es kann ein Rettungsplan aufgestellt werden, die Experten könnten aber auch zum Insolvenzantrag raten, um die gesetzlichen Hilfsmittel für Veränderungen etwa in der Personalstruktur ausnutzen zu können."

Angesiedelt ist das Projekt, das von den Industrie- und Handelskammern unterstützt wird, bei der FH Remagen - auch um sich von unseriösen Anbietern abzugrenzen.

(Quelle: Die Welt)


Lösung für insolvente Baugesellschaft in Sicht

05.08.2008 Wismar:

Für die insolvente Wismarer IHB Baugesellschaft zeichnet sich eine Lösung ab. Für mehr als 100 der betroffenen 137 Arbeitnehmer sei eine Transfergesellschaft eingerichtet worden, teilte der zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Sebastian Laboga mit.

Er hatte schon seit dem Insolvenzantrag am 3.6. mit der Geschäftsleitung den Betrieb fortgeführt. Gut die Hälfte der Mitarbeiter sei bereits von der Hochbau Nord GmbH und der Tief- und Rohrbau Nord GmbH übernommen worden, so der Insolvenzverwalter. Die Unternehmen wollten mittelfristig weitere Arbeitnehmer der Transfergesellschaften einstellen.

Grund für die Insolvenz der IHB Baugesellschaft, einem Firmenverbund im Hoch- und Tiefbau, waren ausstehende Forderungen von 2,6 Mio. EUR aus einem Bauvorhaben in Schweden.

(Quelle: Schweriner Volkszeitung)


MediMax-Märkte gerettet

01.08.2008 Berlin:

15 der zuletzt 27 MediMax-Elektrofachmärkte konnten gerettet werden. Die übrigen Filialen sollen nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters Professor Rolf Rattunde geschlossen werden.

Möglich war der Rettungsplan, weil der Insolvenzverwalter den britischen Investoren Gordon Brothers International überzeugen konnte, mit frischem Kapital auszuhelfen. Die Briten steigen "mit einem Millionenbetrag bei den Wegerts ein, hieß es. Sie steigen aber nicht als Gesellschafter ein, sondern erhalten lediglich eine Verzinsung ihres Kapitals."

Zudem erklärte sich der Elektroriese EP, bei dem die Wegert-Brüder mit ihren MediMax-Märkten bereits Franchisenehmer waren, dazu bereit, fünf Filialen zu übernehmen. Schließlich soll in der zweiten Augusthälfte auf einer Gläubigerversammlung über die Entschuldung des Wegert-Unternehmens beraten werden. Rattunde hat dafür einen Insolvenzplan vorgelegt. Für fünf Filialen konnte allerdings niemand gefunden werden, der einsteigen würde.

Die 27 MediMax-Märkte der Wegerts hatten am 15.2. d.J. wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden müssen. Die Brüder hatten damals heftig kritisiert, dass der Franchisegeber EP "keine Frist zur Problemlösung eingeräumt" hatte.

(Quelle: Berliner Morgenpost)


Auskunftsrecht des Insolvenzverwalters nach dem IFG

31.07.2008 Altenstadt/München:

Rechtsanwalt Dr. Jörg Dauernheim hat als Insolvenzverwalter eine wichtige Entscheidung vor dem OVG Münster (Az. 8 A 1548/07) erstritten.

Die grundlegende Problematik: Der Insolvenzverwalter begehrt im Verfahren Auskunft von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Finanzämtern über Zahlungen - auch im Wege der Vollstreckung - des Insolvenzschuldners an diese. Die Auskunft wird regelmäßig mit der Begründung verweigert, die Auskunft diene nur dazu Anfechtungsprozesse etc. vorzubereiten. Die zivilrechtliche Judikatur weist solche Klagen in der überwiegenden Anzahl der Fälle unter Bezugnahme auf zwei Entscheidungen des BGH aus den Jahren 1979 und 1987 mit der v.g. Begründung ab.

Mit dem nun vorliegenden Beschluss des OVG Münster in dem das OVG die Berufung gegen das vom VG Düsseldorf (Az.: 26 K 5324/06) am 20.4.2007 verkündete Urteil nicht zuließ, wurde nunmehr erstmalig die von Rechtsanwalt Dr. Dauernheim vertretene Rechtsauffassung bestätigt, das bundesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechtes zur Auskunft nach § 1 Abs. 1 Satz 1 IFG auch gegenüber einem "Insolvenzverwalter" verpflichtet sind.

Im entschiedenen Fall wurde eine bundesweit tätige Krankenkasse zur Auskunft verurteilt. Diese Entscheidung ist auch auf die Finanzämter und die Berufsgenossenschaften zu übertragen. Somit ist es nun möglich zeitnah die entsprechenden Auskünfte zu erlangen.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung Dauernheim & Kollegen)


100 %-Quote für Insolvenzgläubiger der Airport Berlin-Neuhardenberg GmbH erreicht

30.07.2008 Neuhardenberg:

Der Verfahrensabschluss über den insolventen Betreiber Airport Berlin-Neuhardenberg GmbH ist in Sicht. Der Insolvenzverwalter Rolf Nacke informiert über bevorstehende Ausschüttungen an die Gläubiger mit einer 100 % Quote. Diese Ankündigung des Insolvenzverwalters der Airport Berlin-Neuhardenberg GmbH wird wohl nicht nur bei den 56 anerkannten Gläubigern der Betreibergesellschaft des ostbrandenburgischen Flugplatzes Neuhardenberg positive Resonanz finden. Denn nach nur gut einjähriger Verfahrensdauer und trotz der seinerzeit vorgefundenen komplexen Sach- und Rechtslage sowie der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens können die Gläubiger nun mit einem vollständigen Ausgleich der aufgelaufenen Verbindlichkeiten rechnen, wie Rechtsanwalt Rolf Nacke von der Berliner Wirtschaftsrechtskanzlei Nacke & Leffler bestätigte. Dem Insolvenzverwalter war es gelungen, trotz der Insolvenzverfahrenseröffnung im Mai 2007 den Flugbetrieb im Wege eines kurzfristig erarbeiteten Geschäftsbesorgungsvertrages mit einem fachkundigen Drittunternehmen aufrechtzuerhalten. Nach systematischer Aufarbeitung der schuldnerischen Geschäftsunterlagen und Klärung diverser Rechtsfragen konnten schließlich im Rahmen eines geordneten Bieterverfahrens mit internationaler Beteiligung mehrere ernsthafte Erwerbsinteressenten ermittelt und schließlich die Verwertung der Flugplatz-Nutzungsrechte zugunsten der Insolvenzmasse durch Verkauf an das dänische Unternehmen Airport Development A/S vollzogen werden. Der vollständige Abschluss des Insolvenzverfahrens ist für die nächsten Monate zu erwarten. Dem Flugplatzstandort Neuhardenberg wird für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der strukturschwachen und überwiegend landwirtschaftlich geprägten Oderbruch-Region im Osten des Landes Brandenburg von Wirtschaftsvertretern, Politikern und der ortsansässigen Bevölkerung eine erhebliche Bedeutung beigemessen. Für die Erhaltung und weitere Entwicklung des Flugplatzes engagieren sich Kommunalpolitiker, Einwohner Neuhardenbergs, ehemalige Flugplatzmitarbeiter, eine Bürgerinitiative, Flugsportbegeisterte und Vereine.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung Nacke & Leffler Rechtsanwälte)


Kredit lässt Maschinen der Papierfabrik Scheufelen wieder laufen

29.07.2008 Lenningen:

Die Papierfabrik Scheufelen hat bereits kurz nach dem Insolvenzantrag wieder den normalen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die schnelle Rückkehr zur Normalität sei durch einen Massekredit möglich geworden. Scheufelen sei nun wieder handlungsfähig. Insolvenzverwalter Dr. Jobst Wellensiek beurteilt die Situation optimistisch: Der Markt signalisiere "die Chance auf eine Akzeptanz höherer Papierpreise" heißt es in einer Pressemitteilung. Scheufelen werde dem Trend folgen und die Preise erhöhen.

(Quelle: Der Teckbote)


Papierfabrik Hermes muss Insolvenz anmelden

29.07.2008 Düsseldorf/Neuwied:

Wegen gestiegener Energie- und Rohstoffkosten musste die seit 1911 bestehende Düsseldorfer Papierfabrik Hermes Insolvenz anmelden. Betroffen sind davon rd. 100 Arbeitsplätze, wie die Inhaberin der Fabrik, die Curtis 1000 Europe AG, in Neuwied mitteilte. In Düsseldorf wurde bisher Druck- und Kopierpapier aus Altpapier hergestellt.

Gespräche mit dem Energieversorger, um zu einer Einigung über planbare Energiepreise zu gelangen, seien zu Wochenbeginn gescheitert, hieß es. Eine moderate Energiepreiserhöhung hätte das Unternehmen hinnehmen können, der Energieversorger wollte jedoch eine deutliche Preissteigerung durchsetzen. Eine Weiterführung des Betriebs durch den Insolvenzverwalter wird nur möglich sein, wenn sich der Energieversorger verhandlungsbereit zeigt.

Die Curtis 1000 Europe AG mit Sitz in Neuwied hat nach eigenen Angaben Hermes vor fünf Jahren aus dem Besitz der RWE Umwelt gekauft.

(Quelle: die-topnews)


Schultze & Braun gewinnt Verfahren vor französischem Gerichtshof zur Frage der Zulassung von deutschen Anwälten in Frankreich

25.07.2008 Achern:

Ein jahrelanger Rechtsstreit um die Zulassung einer deutschen Rechtsanwaltsgesellschaft in Frankreich ist nun von der Cour de Cassation in Paris (vergleichbar mit dem deutschen Bundesgerichtshof) zugunsten der Schultze & Braun GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft entschieden worden. Ausgangspunkt für den Rechtsstreit war die Weigerung der Straßburger Rechtsanwaltskammer, die französische Niederlassung der Schultze & Braun GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft zur Kammer zuzulassen. Schultze & Braun hatte argumentiert, dass die Straßburger Rechtsanwaltskammer damit gegen Europäisches Recht verstößt. Das wurde jetzt auch durch die Cour de Cassation in Paris bestätigt.

Das Gericht führt in seiner Entscheidung aus, dass eine wirksam nach dem Recht eines Mitgliedsstaates gegründete Gesellschaft mit dem Sitz innerhalb der Europäischen Union im Hinblick auf die Niederlassungsfreiheit behandelt werden müsse wie eine natürlichePerson. Siemüsse alsoimRahmen derAusübung ihrer NiederlassungsfreiheitindemStaat derNiederlassungbehandelt werden wie deren eigene Staatsangehörige. So müsse eine ausländische Rechtsanwaltsgesellschaft auf der eigens für Rechtsanwaltsgesellschaften vorgesehenen Liste einer französischen Rechtsanwaltskammer eingetragen werden, wie dies auch für französische Anwaltsgesellschaften praktiziert wird, sofern diese ausländische Gesellschaft die gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen hinsichtlich der Geschäftsführung, Kontrolle und Zusammensetzung des Stammkapitals erfüllt.

Die Cour de Cassation in Paris hat damit zugleich auch die Frage beantwortet, ob eine deutsche Rechtsanwaltsgesellschaft in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zugelassen werden kann. Die Gegenseite, die Straßburger Rechtsanwaltskammer, hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass das nicht möglich sei. Mit dieser Argumentation war sie bereits in der ersten Instanz vor der Cour d’Appel in Colmar (vergleichbar mit einem deutschen OLG) gescheitert, hatte aber dennoch im November 2006 Revision bei der Cour de Cassation in Paris eingelegt.

Die Leiterin der Straßburger Niederlassung, Rechtsanwältin und Avocate Ellen Delzant, freut sich über das Ergebnis: "Dieses Urteil ist von grundsätzlicher Bedeutung für das europäische Anwaltberufsrecht und bestätigt, dass die Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union nicht nur für Rechtsanwälte als natürliche Personen, sondern auch für Anwaltsgesellschaften gilt. Es wird europäischen Anwaltsgesellschaften den Schritt über die französischen Grenzen erheblich erleichtern".

(Quelle: Eigene Pressemitteilung Schultze & Braun)


14 Interessenten für Siebweberei Kufferath

22.07.2008 Düren:

Kursverluste und eine aggressive Wachstumspolitik sind die Gründe für die Insolvenz der Siebweberei Andreas Kufferath GmbH in Mariaweiler. Das teilte Insolvenzverwalter Wilhelm Klaas mit. Der bemüht sich unterdessen, für das Dürener Unternehmen einen Käufer zu finden. Klaas hat 14 ernst zu nehmende Interessenten auf seiner Liste; drei Interessenten haben bereits in der ersten Woche ein Team aus Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten nach Düren geschickt. Von der Insolvenz ist nur die Muttergesellschaft in Düren mit ihren 422 Mitarbeitern betroffen. Laut dem Insolvenzverwalter erwirtschaften die Tochterunternehmen an elf weiteren Standorten weltweit positive Ergebnisse. Dort sind rd. 480 Mitarbeiter beschäftigt. Vorrangiges Ziel des Insolvenzverwalters ist es, zunächst den weiteren Betrieb sicherzustellen. Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September soll der Betrieb soweit stabilisiert werden, dass er dann fortgeführt werden kann. Lieferanten, Kunden und die beteiligten Leasinggesellschaften hätten Ihre Bereitschaft signalisiert. Nach Angaben von Klaas stützt die Geschäftsleitung den Antrag zur Insolvenz auf Zahlungsunfähigkeit. Als Grund nannte man "Kursverluste im US-Dollar-Bereich sowie eine aggressive Wachstumspolitik".

(Quelle: Aachener Zeitung)


Beaujean Fassadentechnik GmbH insolvent

22.07.2008 Aachen:

Das traditionsreiche Aachener Unternehmen Beaujean Fassadentechnik GmbH musste Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Das Unternehmen ist eines der führenden Anbieter im hoch komplexen Fassadenbau. Objekte wie der Landtag in Düsseldorf, das Weltstadthaus Peek & Cloppenburg in Düsseldorf oder das Gerling-Hochhaus in Köln, sind nur einige der Referenzprojekte. Auch die für das Jahr 2009 geplanten Fertigstellungen der Zentrale der Aachener- und Münchener Versicherung, Aachen oder das Hamburg-Amerika-Center im Hamburger Hafen, sollen weitere Meilensteine zum geplanten 125-jährigen Firmenjubiläum werden. Das bis zum Jahr 2006 in den Konzernverbund der Ruhrkohle AG eingebundene Unternehmen setzt bei einem Bestand von 113 Arbeitnehmern rd. 20 Mio. EUR im Jahr um. "Die Auftragssituation ist sehr gut. Bis weit in das Jahr 2009 hinein ist Beaujean vollständig ausgelastet", so der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering, Köln. "Dies veranlasst uns, den Geschäftsbetrieb in den nächsten Monaten uneingeschränkt fortzuführen. Die Gehaltszahlungen für alle Mitarbeiter sind gesichert", so Niering weiter. Die jetzt eingetretene Insolvenzsituation ist zum einen auf Verluste durch die gestiegenen Materialpreise und zum anderen die fehlende Bereitschaft der Banken das Unternehmen bei der geplanten und zwingend erforderlichen Umsatzsteigerung finanziell zu begleiten zurückzuführen.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung Niering Insolvenzverwaltungen)


Recon hat Insolvenz beantragt

22.07.2008 Bersenbrück:

Die Recon Paint GmbH mit 120 Mitarbeitern hat Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Vortmann geht davon aus, dass eine Fortsetzung des Unternehmens möglich ist, und will Sondierungsgespräche mit unterschiedlichen Investoren führen. Das auf die Lackierung von Kleinteilen in Serie spezialisierte Unternehmen war in finanzielle Schwierigkeiten geraten, als sein Hauptkunde vor wenigen Wochen absprang.

(Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung)


Betrieb bei Bäko geht weiter

18.07.2008 Leupoldsgrün:

Der Betrieb in der Bäckereinkaufsgenossenschaft Bäko Oberfranken geht weiter. In Kürze wird der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen, so war es aus der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Professor Dr. Bernd Schneiderbanger zu vernehmen.Die17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden vorerst weiter beschäftigt. Voraussichtlich bekommen sie auch zeitnah das ausstehende Gehalt. Als Grund wird die mangelnde Zentralisierung der Bäko-Niederlassungen in Nordbayern genannt. Zwar sollte man in der Vergangenheit mit einer anderen Bäko-Filiale verschmelzen, dieses ist aber nicht zustande gekommen. Jetzt sei aber oberstes Ziel, den Standort Leupoldsgrün zu erhalten. Es gebe bereits Interessenten. Möglich wäre eine übertragende Sanierung, bei der ein neuer Partner die Gebäude und Mitarbeiter übernimmt, nicht jedoch die Verbindlichkeiten.

(Quelle: Frankenpost)


Kuchen-Schock: Torten-Faßbender ist insolvent!

16.07.2008 Bonn/Siegburg/Köln:

Die Bäckerei, Konditorei, Patisserie und Confiserie Fassbender musste Insolvenz anmelden. Ein Schock für den Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Han s- Werner Faßbender. Und natürlich auch für die 120 Mitarbeiter. Immerhin kann das Unternehmen auf eine Tradition seit 1910 zurückblicken, werden die hochwertigen Produkte nicht nur in den insgesamt sieben Cafés angeboten, es gibt auch ein Versandgeschäft. Als Insolvenzverwalter wurde Thomas Steger bestellt, der zunächst Entwarnung gibt. Demnach soll der Geschäftsbetrieb weiter laufen, die Lieferanten würden weiter liefern und die Motivation der Mitarbeiter sei ebenfalls gesichert. Die 120 Beschäftigten waren sofort nach Bekanntwerden der Insolvenz in einer Betriebsversammlung über das Insolvenzverfahren informiert worden. Rettung für das Traditionsunternehmen könnten entweder Investoren oder eine Sanierung der Firma im Ganzen bringen, erklärt der Insolvenzverwalter. Jetzt würden erst mal die Ursachen für die Schieflage der Faßbender GmbH ermittelt. Steuerberater Thomas Steger jedenfalls ist zuversichtlich, dass das Traditionsunternehmen gerettet werden kann.

(Quelle: Express)


Ed. Seiler Pianofortefabrik insolvent

11.07.2008 Würzburg:

Die Ed. Seiler Pianofortefabrik GmbH & Co. KG hat Insolvenz angemeldet. Beim Würzburger AG läuft nun das vorläufige Insolvenzverfahren.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Würzburger Rechtsanwalt Bruno Fraas ernannt. Als Grund für die Insolvenz nennt der Insolvenzverwalter einen massiven Auftragsrückgang im Vergleich zum letzten Jahr.

Momentan werde eine Bestandsaufnahme wie auch Inventur durchgeführt. Von der Insolvenz der Firma sind insgesamt 60 Mitarbeiter betroffen. Jetzt soll zunächst geklärt werden, wie der Betrieb Aufrecht erhalten werden kann.

Das Traditionsunternehmen wurde 1849 im niederschlesischen Liegnitz von Eduard Seiler gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg zog der Hersteller nach Kitzingen und hat dort seither, neben Europa, vor allem für den Export nach Japan in die USA produziert. Noch Ende der Neunziger waren mehr als 100 Mitarbeiter in der Fabrik tätig.

(Quelle: Das Musikinstrument)


WBN Waggonbau Niesky GmbH wieder auf Kurs

09.07.2008 Dresden:

Die WBN Waggonbau Niesky GmbH ist endgültig gerettet. Mit der Zustimmung zum Insolvenzplan hat die Gläubigerversammlung des Ende 2007 in Insolvenz geratenen Güterwagenherstellers den Weg für den erfolgreichen Neustart geebnet und damit die Voraussetzungen für die Übernahme der Geschäftsanteile der gleichzeitig aus dem Unternehmen ausscheidenden Altgesellschafter durch die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH geschaffen.

Dazu gab Rechtsanwalt Jörg Spies, der den Insolvenzplan erstellt hat an, dass " die erfolgreiche Restrukturierung der WBN Waggonbau Niesky GmbH in einer strukturschwachen Region Arbeitsplätze sichert. Dieses positive Beispiel zeigt das Potenzial des Sanierungsinstruments Insolvenzplan mit Eigenverwaltung. "

Das traditionsreiche Unternehmen ist seit fast 170 Jahren im Industrie- und Schienenfahrzeugbau tätig und hat sich als international renommierter Hersteller von Güterwagen einen Namen gemacht.

Weit über den heimischen Markt hinaus ist die WBN Waggonbau Niesky GmbH anerkanntes Kompetenzzentrum für die Verarbeitung von Aluminium im Schienenfahrzeugbau.

Das Werk produziert mit rd. 250 Mitarbeitern verschiedene Typen von Güterwagen und beliefert andere Hersteller sowie Bahnunternehmen mit Einzelkomponenten für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Güterwagen. Das sächsische Unternehmen mit einem Umsatz von rd. 38 Mio. EUR zählt zu den größten Arbeitgebern der Region Lausitz /Ni ederschlesien.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung PKL Keller Spies Rechtsanwälte)


Koelblin-Fortuna-Druck insolvent

01.07.2008 Baden-Baden/Achern:

Die in Baden-Baden-Haueneberstein ansässige Koelblin-Fortuna-Druck GmbH & Co. KG hat am 30.6.2008 beim AG Baden-Baden einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Harald Kroth aus der Acherner Niederlassung von Schultze & Braun bestellt. Er wird zusammen mit der Geschäftsführung das Druck- und Verlagszentrums fortführen und prüfen, welche Möglichkeiten es für eine Restrukturierung gibt.

Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen die seit dem Frühjahr sinkende Nachfrage auf dem Druckmarkt und der damit einhergehende drastische Preisverfall. Noch im Jahr 2007 hat man mit finanzieller Unterstützung durch die Gesellschafter über vier Mio. in neue Maschinen und Anlagen investiert und damit in den ersten 4 Monaten des Jahres auch einen Umsatzzuwachs von über 20 % erzielt. Die deutlich verbesserte Produktivität und die Ausweitung der Aktivitäten reichten jedoch nicht aus, die immer weiter sinkenden Marktpreise aufzufangen.

Betroffen von der Insolvenz sind rd. 100 Mitarbeiter, zumeist Fachkräfte aus den Bereichen Medienherstellung, Druck und Papierverarbeitung. Ihre Löhne und Gehälter sind über das sog. Insolvenzgeld, das von der Agentur für Arbeit bezahlt wird, für die Monate Juni bis einschließlich August 2008 gesichert.

(Quelle: KA-News)


Insolvenzverwalter fand Investor für Naturana

01.07.2008 Bad Salzschlirf:

Die Klinik Beteiligungsgesellschaft Nord GmbH aus Berlin übernimmt die insolvente Rehabilitationsklinik "Naturana" mit allen 74 Mitarbeitern. Diese Nachricht konnte Insolvenzverwalter Carsten Koch von der Kasseler Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner bekannt geben. Er hatte die Klinik im hessischen Bad Salzschlirf (Kreis Fulda) während der Insolvenz 3 Jahre und 8 Monate fortgeführt. In dieser Zeit wurde ein neurologisches Reha-Konzept entwickelt und die Klinik so unter seiner Leitung wettbewerbsfähig gehalten.

Mit einem aktuellen medizinischen Konzept konnte die Auslastungszahlen in den fast 4 Jahren der Betriebsfortführung verbessert und wieder Überschüsse erzielt werden.

Naturana gehörte zu den KTE Klinken Bad Hersfeld GmbH & Co. KG, die im November 2004 Insolvenz anmeldeten. Insgesamt wurden 16 Insolvenzverfahren über verschiedene Kliniken eröffnet, die alle von der Kasseler Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner bearbeitet wurden. Im Unterschied zu den übrigen Suchtkliniken war Naturana eine reine orthopädische Klinik.

Während der Betriebsfortführung entwickelte Insolvenzverwalter Koch unter Federführung von Chefarzt Dr. Maher Chaker, der auch weiterhin für die Medizin und Therapie verantwortlich zeichnet, das neurologische Reha-Konzept.

Die Trägergesellschaft der Reha-Klinik Naturana ist die Gesellschaft für neurologische und orthopädische Rehabilitation Bad Salzschlirf mbH. Der neue Eigentümer will in die Qualität der Mitarbeiter und die Immobilie investieren sowie das Haus modernisieren.

(Quelle: Osthessen News)


Die EGW ist nach Insolvenz gerettet

01.07.2008 Ehingen:

Die Arthur-Klink-Gruppe aus Pforzheim hat das insolvente Ehinger Unternehmen für einen nicht genannten Preis gekauft, wie Insolvenzverwalter Michael Pluta bestätigte. Das 1925 gegründete Familienunternehmen Klink mit Tochterfirmen im In- und Ausland beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter.

Allerdings hatte man bis vor Kurzem noch keinen Käufer für die zeitgleich mit EGW in Schieflage geratene Donau Werkzeugmaschinen gefunden. Dort sind momentan 16 Menschen beschäftigt. Michael Wahl, der für den Werkzeugbauer zuständig ist, geht aber davon aus, dass das Unternehmen so interessant ist, dass jemand gefunden wird. Mit im Boot bleiben sollen dabei möglichst auch die Mitarbeiter. Sorgen, arbeitslos zu werden, müssen sich vor allem die technischen Spezialisten aber wohl nicht machen. Mehrere Beschäftigte haben in den vergangenen Monaten andere Jobs gefunden, und in der Erklärung zum EGW-Verkauf betont Pluta ausdrücklich, dass es gelungen sei, "das Know-How im Unternehmen halten zu können."

Die EGW-Rettung sei nach Angaben des Insolvenzverwalters vor allem gelungen, weil man erstmals Lohnaufträge an Land gezogen habe. Von Vorteil dabei sei gewesen, dass der Spezialist für die Zahnstangenherstellung und -bearbeitung über besonders große Produktionsanlagen verfüge, die es anderswo so nicht gebe. Deswegen hätten auch europäische Auftraggeber die klammen Kassen gefüllt.

(Quelle: Schwäbische Zeitung)


Pulsnitzer Lebkuchenfabrik meldet Insolvenz an - Sanierung geplant

30.06.2008 Pulsnitz/Dresden:

Die Pulsnitzer Lebkuchenfabrik hat wegen eines fehlenden Kredits für die diesjährige Saison Insolvenz angemeldet. Die Produktion geht jedoch weiter, wie Insolvenzverwalter Heumann in Dresden mitteilte.

Ziel sei eine Sanierung des Unternehmens mit 22 Mitarbeitern und bis zu 50 Saisonkräften. Die Produktion sei inzwischen mit Unterstützung einer neuen Bank abgesichert worden. Heumann ist nach eigenen Angaben inzwischen als weiterer Geschäftsführer in das 1884 gegründete Unternehmen eingestiegen.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


SCB Viktoria Köln konnte Schuldenberg abbauen

29.06.2008 Köln:

Mit dem Aufstieg hat es in der vergangenen Saison nicht geklappt, doch auf einem anderen, wohl noch viel wichtigerem Gebiet konnte Fußball-Verbandsligist Viktoria Köln in den Vergangenheit Erfolge feiern. Nach langwieriger Recherche über die Finanzen der vergangenen Jahre wurden vor einigen Monaten 850.000 Schulden festgestellt - die Insolvenz drohte. Nun zeigt das Sanierungskonzept, das der neue Vorstand um Präsident Guido Graf zusammen mit dem Sanierungsexperten Professor Dr. Buchberger ausgearbeitet hat, erste Erfolge.

Dem Konzept bereits schriftlich zugestimmt haben die Sozialversicherungsträger, außerdem sind die größeren privaten und institutionellen Gläubiger auf Verzichts- und Rangrücktrittserklärungen eingegangen. Mit diesen Erfolgen konnten in der ersten Phase der Sanierung Verzichtserklärungen von fast 500.000 erreicht werden.

Vor der Insolvenz ist Viktoria Köln damit noch nicht gerettet - das große Ziel der wirtschaftlichen Gesundung des Vereins sei nach Vereinsangaben aber in greifbare Nähe gerückt. In einer zweiten Sanierungsphase werden nun Vergleichsverhandlungen mit der Rhein-Energie und der Sportstätten GmbH stattfinden.

(Quelle: Kölner Stadtanzeiger)


Vor 5 Jahren wagte die Schmalkaldener Maschinenmesser den Neuanfang

26.06.2008 Schmalkalden:

Vor 5 Jahren stand die Zukunft der Kaitec, vormals Werk 5 des WKS, auf Messers Schneide. Mehr als 70 Beschäftigte bangten seinerzeit um ihre Existenz, die sie mit der Insolvenz des Traditionsunternehmens gefährdet sahen. Doch jedes Ende birgt auch die Chance für einen Neubeginn: Das heute unter dem Namen SMM Schmalkaldener Maschinenmesser GmbH weltweit agierende mittelständische Unternehmen ist aus der Krise gestärkt hervorgegangen. Jetzt ist die Zeit reif für Investitionen, für umfangreichere, wie eine neue Produktionshalle mit Sozialtrakt auf dem mittlerweile eigenen Betriebsgelände an der Gothaer Straße 1 und ausgestattet mit hochmodernen Maschinen, darunter drei Schleifmaschinen.

Die SMM entwickelt, produziert und vertreibt ihre Produkte inzwischen selbst, weltweit. Die Schwerpunkte sind die industriellen Bereiche der Holz- und Metallverarbeitung, der Papierherstellung und -weiterverarbeitung sowie der Bereich des mechanischen Recyclings und der gesamte Maschinenbau. Im vergangenen Jahr wurde etwa eine Mio. in den Aufbau eines neues Fräszentrums investiert. Zudem arbeitet das Unternehmen mit großen Schleifzentren in Dänemark, Frankreich und Ungarn zusammen. Jetzt wollen die Schmalkaldener Maschinenmesser den asiatischen Markt erobern.

(Quelle: Freies Wort)


Schon seit Wochen rollt nichts mehr - Spedition Reinhard Vogel ist insolvent

24.06.2008 Paderborn:

Seit einigen Wochen rollt kein Fahrzeug mehr vom Hof der Spedition Reinhard Vogel. Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde beim AG Paderborn Insolvenz angemeldet.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung lag nach Angaben des Insolvenzverwalters Wolfgang Köhler aus Lippstadt der Geschäftsbetrieb bereits still. Ein Großteil der rd. 15 Lkw war bereits von den Leasing-Firmen abgeholt worden.

Die Finanzkrise habe sich seit Längerem entwickelt, so Köhler. Es gäbe allerdings Bemühungen, das Unternehmen aufrechtzuerhalten. So würden Gespräche mit möglichen Geldgebern geführt. Ein Großteil der betroffenen 15 Mitarbeiter habe einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Die Spedition Reinhard Vogel transportiert Güter aller Art, mit Getränken als einem Schwerpunkt.

(Quelle: Neue Westfälische)


Eisengießerei Bühler schreibt schon wieder schwarze Zahlen

23.06.2008 Burtenbach:

Ausgerechnet die Bühler AG Eisengießerei - volle Auftragsbüchern waren eigentlich das Kennzeichen der Firma - stellte einen Insolvenzantrag. Jetzt, nur 3 Monate später, ist die Firma saniert. Keiner der 129 Mitarbeiter musste entlassen werden.

Man habe es geschafft, dass der Betrieb wieder schwarze Zahlen schreibt, teilte Insolvenzverwalter Markus Fröhlich aus Ulm mit. Er sei guter Dinge, dass bis spätestens Ende des Jahres ein neuer Investor gefunden ist. Mehr als 20 Interessenten hätten bereits ihr Interesse angekündigt - auf drei soll es sich letztlich konzentrieren.

Dass die Eisengießerei - ein gut gehender Betrieb mit Auftragsbüchern, die bis Frühjahr 2009 voll sind - Anfang März überhaupt in Schieflage geraten war, lag laut Fröhlich an Liquiditätsproblemen, hohen Investitionen und geplatzten Verträgen. Dennoch war der Rechtsanwalt bereits damals optimistisch und räumte der Firma gute Sanierungschancen ein. Anfang Mai wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und in der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Der einstige kaufmännische Vorstand der Bühler AG, Bernd Schmid, ist nicht mehr im Amt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen ihn wegen Bilanzfälschung und Insolvenzverschleppung.

Da dem Insolvenzverwalter keine "Millionenbeträge" zur Verfügung standen, habe er "einfache Maßnahmen getroffen, die nicht viel Geld kosten." Die Betriebsstrukturen seien umgekrempelt, der Handwerker- zum Industriebetrieb umfunktioniert, Mitarbeiter geschult, neue Produktions- und Schichtpläne erstellt und vor allem die Aufträge neu kalkuliert worden. All diese kleinen Veränderungen hätten in der Summe gefruchtet. Bis Ende des Jahres seien die Schulden von über 2 Mio. gedeckt.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Boizenburger Fliesenfabrik meldet Insolvenz an

20.06.2008 Boizenburg/Leipzig:

Die Boizenburger Fliesenfabrik hat beim Schweriner AG Insolvenz angemeldet. Hintergrund der Zahlungsunfähigkeit sei ein Streit mit der Hausbank, sagte der Anwalt der Mehrheitseigentümerin der Fabrik, Jochen Hedderich, in Leipzig.

Das Boizenburger Unternehmen fordere wegen Finanzierungsfehlern von der Bank die Rückzahlung von 9 Mio. .Das aktuelle Finanzloch bei der Fliesenfabrik betrage nur 600.000 , sagte Hedderich. Der Betrieb solle zunächst unverändert weitergehen. Die Auftragsbücher seien voll, die 250 Arbeitsplätze nicht akut gefährdet.

(Quelle: Ostseezeitung)


Neustart für Florito nach Insolvenz

20.06.2008 Eichenzell:

Die Blumenhandelsgesellschaft Florito hat mit einem neuen Konzept ihre Krise überwunden. Das Unternehmen hatte im Juli vergangenen Jahres Insolvenz anmelden müssen. Jetzt geht es weiter. Die wichtigste Nachricht für die 168 Mitarbeiter: Ihre Arbeitsplätze konnten alle gerettet werden.

Trotz Zahlungsunfähigkeit war der Betrieb in den 42 Filialen weitergegangen, weil Lieferanten und Mitarbeiter für die Fortführung eintraten, berichtet Insolvenzverwalter Bernd Statz aus Erlensee bei Hanau.

Der Jurist hat in den vergangenen Monaten einen Insolvenzplan entwickelt. "Wir haben den Gläubigern genau geschildert, mit welchem Konzept es weitergeht. Die Gläubiger, weit überwiegend Lieferanten, mussten zwar auf 95 % ihrer alten Forderungen verzichten. Doch dafür haben sie einen verlässlichen Partner behalten, mit dem sie weiter Geschäfte machen können", sagt der Insolvenzverwalter.

Eine Sanierung, bei der das Unternehmen weiter geführt werde, alle Arbeitsplätze erhalten geblieben seien und zugleich "99,9 % der Gläubiger" dem Sanierungskonzept zugestimmt hätten, sei sehr selten.

Im Zuge der Sanierung waren die Filialen im Löhertor in Fulda, in Gießen und in Eschwege geschlossen worden. Die Beschäftigten wurden umgesetzt.

(Quelle: Fuldaer Zeitung)


Cassens Werft GmbH - Insolvenz

19.06.2008 Aurich:

Trotz des gut gefüllten Auftragbuches der Cassens Werft GmbH mit einem Auftragsbestand von ca. 226 Mio. - mit dem Beginn der Produktion einer neuen Serie von Multipurpose-Schiffen und Erfolg versprechenden Verhandlungen über weitere, hochwertige Neubauprojekte - musste Insolvenz angemeldet werden.

Dieser Schritt war notwendig geworden, nachdem die Reederei Hinsch aus Buxtehude mitgeteilt hat, den im Juli zur Ablieferung anstehenden Containerschiffsneubau nicht bezahlen zu können. Auch die Finanzierung des Anschlussauftrags für die Elbdeichgruppe, Drochtersen, an der die Reederei Hinsch beteiligt ist, sei nicht gesichert.

Die Bayer. Hypo- und Vereinsbank hat daraufhin zunächst die bestehenden Kredite der Cassens Werft gekündigt und damit den Weg für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens und eine Restrukturierung der Aufträge eröffnet. Das AG hat nunmehr Herrn RA Stefan Hinrichs aus Oldenburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Ziel ist es, den Auftragsbestand ordnungsgemäß abzuarbeiten und das Unternehmen fortzuführen. Mit dem Auftragsbestand i.H.v. 226 Mio. wäre im Fall einer erfolgreichen Restrukturierung die Auslastung der Werft bis in Jahr 2011 und Beschäftigung für zahlreiche Betriebe in der Region und mehrere hundert Mitarbeiter gesichert. Die Belegschaft hat in einer ersten Betriebsversammlung bereits Zustimmung signalisiert.

(Quelle: inar)


MAG-Metz-Gruppe kauft Georg von Opel

18.06.2008 Berlin:

Die MAG Metz GmbH kauft Georg von Opel. Wie Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mitteilte, übernimmt die Berliner Autohausgruppe sieben der verbliebenen neun Standorte des Unternehmens, das einst zu den größten Opel-Händlern Deutschlands zählte. Bereits Anfang 2007 war der Bonner Georg-von-Opel-Betrieb an MAG Metz gegangen.

Die Autohäuser in Frankfurt, Offenbach, Neu-Isenburg, Würzburg und Eschborn sowie das Teilelogistikzentrum in Eschbornwerden an MAG Metz übertragen, heißt es in Medieninformationen.

MAG Metz übernimmt den Angaben zufolge 200 Mitarbeiter sowie 65 Auszubildende und Teilzeitkräfte. Für die ausscheidenden 60 Angestellten soll eine Transfergesellschaft gegründet werden.

MAG Metz gehört zu den größten deutschen Autohändlern. Die Gruppe beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rd. 400 Mio. . An über 40 Standorten vertreibt das Unternehmen 15 verschiedene Automarken. Geschäftsführer Rainer Metz legt Wert darauf, dass die Autohäuser der Gruppe unter ihren regional etablierten Namen auftreten.

Georg von Opel hatte im Juni 2006 Insolvenz angemeldet, nachdem es in dem Unternehmen bereits längere Zeit gekriselt hatte. Im Zuge der 2007 eingeleiteten Sanierung waren einige der damals 26 Standorte verkauft worden, der Großteil musste allerdings geschlossen werden.

(Quelle: kfz-betrieb)


Insolvenzverfahren des Sanitätshaus Beyersdorf GmbH

16.06.2008 Herne:

Das AG Bochum hat mit Beschl. v. 30.4.2008 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Sanitätshaus Beyersdorf GmbH eröffnet. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Robert Fliegner wurde zum Insolvenzverwalter bestellt.

Die Verfahrenseröffnung geht zurück auf einen Eigenantrag der Geschäftsführung der Sanitätshaus Beyersdorf GmbH v. 18.2.2008. Im Rahmen des seit dem 18.2.2008 laufenden Insolvenzeröffnungsverfahrens hatte Rechtsanwalt Fliegner in seiner Eigenschaft als vorläufiger Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Geschäftsführung nach Fortführungslösungen gesucht.

Nach langwierigen und umfangreichen Verhandlungen ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb per Insolvenzeröffnung (30.4.2008) an die ORTHEX GmbH zu veräußern.

Alle 32 Arbeitsplätze konnten hierdurch erhalten werden. Der Geschäftsbetrieb wird dauerhaft fortgeführt; die bisherige Geschäftsführung ist zuversichtlich, von den Potenzialen der neuen Inhaberin profitieren zu können und schon kurzfristig wieder Umsatz- und Renditezuwächse verzeichnen zu können.

(Quelle: eigene Pressemitteilung Rechtsanwälte Runkel Schneider Weber)


ATY hat Insolvenz angemeldet

12.06.2008 Lohr:

Die Lohrer ATY GmbH befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten - vor Kurzem musste Insolvenz angemeldet werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Frank Hanselmann von der Kanzlei Bruno Fraas & Partner aus Würzburg, sieht jedoch gute Chancen, den rd. 220 Mitarbeiter zählenden Betrieb zu erhalten.

Zzt. laufe der Betrieb ganz normal weiter. Die Beschäftigten bekämen ihr Geld in den nächsten 3 Monaten allerdings von der Arbeitsagentur. Kurios ist, dass ATY massenhaft Aufträge hat und dennoch in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist. Mit einem Teil dieser Aufträge werden nämlich keine Gewinne erwirtschaftet. Dies hängt laut Insolvenzverwalter u.a. mit gestiegenen Rohstoffpreisen seit Vertragsabschluss zusammen.

Deshalb soll seinen Worten zufolge nun mit den Auftraggebern nachverhandelt werden. Er machte allerdings auch deutlich, dass sich Automobilzulieferer in Deutschland grds. in einem "schwierigen Feld" bewegten. Es gebe Untersuchungen, dass aufgrund zunehmenden Konkurrenzdrucks in der Branche in den nächsten Jahren rd. 1.000 Betriebe "aus dem Markt austreten" müssten.

Gesellschafter der ATY GmbH sind derzeit Prometall (75 %) in Neunkirchen und die Rewist Besitz- und Beteiligungsgesellschaft(25%)inHamburg.

(Quelle: Mainpost)


Gute Aussichten für Autohaus

11.06.2008 Hilmersdorf:

Die insolvente Autohaus Haustein GmbH Hilmersdorf scheint gerettet. Der Insolvenzverwalter Markus M. Merbecks gab an, dass "aufgrund der wirtschaftlichen Situation eine Fortführung als sicher gilt". Auch für die "Chemnitzer Autohäuser Am Stadtpark" und "Trend Automobile" zeichne sich eine Lösung ab.

Die Haustein-Gruppe hatte Ende April für vier ihrer sieben Gesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt. Drei Verfahren sind bereits eröffnet worden. Bei der Lösung der Probleme der Autohaus Haustein GmbH Hilmersdorf sei "großer Abschlusswillen aller Beteiligten" verzeichnet worden. Damit könne auch die überwiegende Anzahl der Arbeitsplätze als relativ sicher betrachtet werden. Letztlich sei das jedoch die Sache des neuen Eigentümers. Für die Chemnitzer Firmen "Autohaus Am Stadtpark" und "Trend Automobile" zeichne sich eine übertragende Sanierung ab, über die die Gläubigerversammlung zu entscheiden habe. Die Betriebstätigkeit werde in einem neuen Unternehmen durch den als Einzelunternehmer fungierenden Silvio Haustein fortgeführt. Die Mitarbeiter hätten neue Arbeitsverträge erhalten. Die Zwickauer Betriebsstätte der "Art Mobile GmbH" sei wie bereits seit Langem geplant geschlossen worden.

(Quelle: Freie Presse)


Hamburger Business Club insolvent

07.06.2008 Hamburg:

Der Hamburger Business Club (HHBC) muss neu starten: Wolfgang Stöcklin, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Hamburger Rechtsanwalt Gideon Böhm bestellt worden. Er hat bereits einschlägige Branchenerfahrung, denn er war im Jahr 2003 Insolvenzverwalter der Havanna Lounge in Hamburg, ebenfalls ein exklusiver Klub. Verantwortlich für die Pleite waren die hohen Anlaufkosten des seit 2002 bestehenden HHBC, wie es aus dem Kreis der gut 700 Mitglieder hieß.

Das operative Geschäft hingegen laufe gut. Aus diesem Grund gebe es gute Aussichten, schon in den nächsten Wochen Gespräche mit neuen Investoren aufnehmen zu können, zumal auch jetzt angesichts der Insolvenz eine starke Verbundenheit der Mitglieder mit ihrem Club zu spüren sei. Dessen Betrieb wird fortgesetzt, die zehn Beschäftigten sind weiter für den HHBC tätig. Der Klub, der die Vermittlung von Geschäftskontakten zu seinen vorrangigen Zielen zählt, nutzt Räumlichkeiten im Hotel Sofitel. Mitglieder des Clubs sind vor allem Unternehmer und Manager.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)


VfB Lübeck erfüllt Auflagen des DFB

06.06.2008 Lübeck:

Der VfB Lübeck nimmt in der Saison 2008/2009 am Spielbetrieb der Regionalliga teil. Unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzantragsverfahrens konnten bis zum 15.4.2008 sämtliche Unterlagen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit fristgerecht beim DFB eingereicht werden.

Am 6.5.2008 hat der DFB den VfB Lübeck darüber in Kenntnis gesetzt, dass - neben weiteren Auflagen - ein Betrag i.H.v. 2.545.000 EUR als zusätzlicher Mittelzufluss gewährleistet werden muss, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Nach Prüfung der Auflagen wurde am 13.5.2008 durch den Verein fristgerecht Beschwerde gegen die Entscheidung über die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beim DFB eingelegt. Diese wurde am 19.5.2008 in einem Gespräch des vorläufigen Insolvenzverwalters in der DFB-Zentrale in Frankfurt/M. näher begründet. Die DFB-Zentralverwaltung hat die Beschwerde zwischenzeitlich behandelt und - zusammengefasst - die finanzielle Auflage erteilt, dass für die kommende Spielzeit 2008/2009 nur noch ein Mittelzufluss über insgesamt 526.000 EUR zur Finanzierung des Spielbetriebs zur Verfügung stehen muss. Dieser Mittelzufluss konnte durch entsprechende Werbe- und Sponsorenverträge sowie durch Spenden zwischenzeitlich nachgewiesen werden.

Weitere Auflage des DFB war, dass bis zum Ablauf der Frist am 6.6.2008 15.30 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet wird, um dadurch die durch die InsO vorgesehenen Schutzmechanismen zur ordnungsgemäßen Fortführung des Spielbetriebs zu gewährleisten. Die Entscheidung wurde durch das AG Lübeck am 6.6.2008 um 9.00 Uhr getroffen. Der Spielbetrieb für die Saison 2008/2009 ist bis zum Ende der Spielzeit gewährleistet. Es sind nunmehr die finanziellen Voraussetzungen für ein durchzuführendes Sanierungsverfahren geschaffen (Insolvenzplanverfahren), welches im Laufe der Spielzeit erfolgreich zum Abschluss gebracht werden wird.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung: Sozietät Wülfing Zeuner Rechel GbR)


Flanschenwerk Bebitz will weiter investieren

06.06.2008 Magdeburg:

Die Flanschenwerk Bebitz GmbH wurde jetzt als "Unternehmen des Monats" ausgezeichnet - denn nach Angaben des Wirtschaftsministers Sachsen-Anhalts ragt es in vielerlei Hinsicht aus den rd. 57.000 Unternehmen Sachsen-Anhalts heraus: vor 6 Jahren hat der geschäftsführende Gesellschafter, der indische Unternehmer Dhruv Kochhar, den Betrieb aus der Insolvenz heraus übernommen. Das 1911 gegründete Werk war das einzige Flanschenwerk in der DDR. Ende März 2002 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Flansche sichern vorrangig an Armaturen und Messgeräten eine zugleich dichte wie lösbare Verbindung.

Das Flanschenwerk beschäftigt heute 217 Mitarbeiter. Auch bei der Lehrausbildung setze das Unternehmen mit gegenwärtig 34 Auszubildenden Maßstäbe. Der Umsatz sei seit 2004 jährlich um rd. 10 % gestiegen. 80 % der Produkte gehen in den Export, darunter 38 % in andere europäische Länder und 23 % in die USA. Das Wirtschaftsministerium ehrt seit 2006 "Unternehmen des Monats". Kriterien sind u.a. eine auffallend positive Entwicklung des Unternehmens oder Investitionen mit einem besonders hohen Beschäftigungseffekt.

(Quelle: Volksstimme)


Insolvenz und Fortführung der E & V Fachkrankenhäuser

06.06.2008 Dortmund:

Die E & V Fachkrankenhäuser GmbH, die die Elisabeth-Klinik in Dortmund und die VERAMED-Klinik in Meschede betreibt und derzeit ca. 180 Arbeitnehmer beschäftigt, meldete am 4.6.2008 beim AG Dortmund Insolvenz an. Das AG Dortmund bestellte Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb wird trotz des Insolvenzantrags zunächst in vollem Umfang fortgesetzt, damit die Sanierungsmöglichkeiten aufrechterhalten, überprüft und ggf. umgesetzt werden können.

Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters signalisierten "zwei Investoren ihr Interesse an der Übernahme und Fortführung der Elisabeth-Klinik. Die Sanierungsmöglichkeiten seien vor diesem Hintergrund als sehr günstig einzustufen."

(Quelle: eigene Pressemitteilung: Schröder Rechtsanwälte)


Laauser - Positive Nachrichten trotz Insolvenz

04.06.2008 Heilbronn:

Bei Laauser geht es voran: Am 1.6.2008 hat das AG Heilbronn in Absprache mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter das Insolvenzverfahren eröffnet. Dabei läuft der Geschäftsbetrieb unbeeinträchtigt weiter.

Die Auftragsbücher seien voll, sodass man in den nächsten Monaten produktionstechnisch ausgelastet sei. Oberstes Ziel ist es, das Unternehmen zu erhalten und mithilfe von Investoren fortzuführen.

"Die Gespräche mit drei unterschiedlichen Investorengruppen sind mittlerweile sehr konkret. Wir hoffen, noch im Verlauf des Monats Juni eine Lösung präsentieren zu können", betont Insolvenzverwalter Dr. Tibor Braun. Laauser konnte in der letzten Zeit trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen die Auftragseingänge auf hohem Niveau stabilisieren. Die Unterstützung durch die Handelspartner hat die Chancen auf eine Fortexistenz des Unternehmens in Grossbottwar deutlich erhöht. Die Insolvenzverwaltung wird nun Sanierungsmaßnahmen einleiten. Dazu gehören auch personelle Veränderungen. Mit dem Betriebsrat des Unternehmens wurden Interessensausgleichsund Sozialplanverhandlungen aufgenommen. Von Kündigungsmaßnahmen werden voraussichtlich ca. 25 der 118 Mitarbeiter betroffen sein. Damit soll die Personalstärke an die Umsätze in den vergangenen eineinhalb Jahren angepasst werden.

(Quelle: Magazin Möbelkultur)


Geschäftsbetrieb der ehemaligen MB Quart GmbH an das deutsche Management veräußert

04.06.2008 Obrigheim:

Der Insolvenzverwalter der Maxxsonics Europe GmbH (vormals MB Quart) hat wesentliche Teile des Geschäftsbetriebs an die Maestro Badenia GmbH, Obrigheim, veräußert. Anfang Januar war Tobias Wahl zum Insolvenzverwalter des Entwicklers und Herstellers von Lautsprecherboxen bestellt worden. Zuletzt hatte Maxxsonics Europe mit 90 Mitarbeitern einen Umsatz von rd. 5 Mio. EUR pro Jahr erzielt.

Hinter der Maestro Badenia GmbH stehen langjährige Mitarbeiter und leitende Angestellte der vormaligen MB Quart GmbH, die eigenständig eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen gestalten wollen. In den vergangenen Jahren waren zwei amerikanische Investoren, Rockford & Co. und Maxxsonics Inc., an der Integration des Entwicklungs- und Produktionsbetriebs gescheitert, weil ihr Interesse letztlich nur der Marke "MB Quart" galt.

Von Anfang an konnten sanierungserfahrene Investoren für eine Übernahme des Unternehmens interessiert werden. Das Interesse erlahmte jedoch schnell, weil die amerikanische Muttergesellschaft die weltweit eingeführte "Marke MB Quart" vor der Insolvenz nach Amerika übertragen hatte.

Der Insolvenzverwalter wird sich nach der Fortführung und Veräußerung des Geschäftsbetriebs darauf konzentrieren, Ansprüche gegen die amerikanische Muttergesellschaft Maxxsonics Inc. zu prüfen und durchzusetzen, nachdem diese sich einer Verhandlungslösung bislang verweigert hat.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung: Anchor Rechtsanwälte)


Göttinger Gruppe - Insolvenzverwalter wirft hin

04.06.2008 Göttingen:

Das AG Göttingen hat den Insolvenzverwalter Peter Knöpfel im Securenta-Verfahren aus seinem Amt entlassen und einen neuen Verwalter eingesetzt. Anlegeranwälte hatten Knöpfel zuvor heftig kritisiert. Zudem hat der stellvertretende Richter sich für befangen erklärt.

Das Gericht erklärte, dass der bisherige Insolvenzverwalter, der Hamburger Steuerberater Peter Knöpfel, darum gebeten habe, aus dem Securenta-Insolvenzverfahren entlassen zu werden. Das AG ist diesem Antrag gefolgt und hat den Berliner WP Rolf Rattunde als neuen Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren für die Securenta AG eingesetzt. Rattunde betreut bereits das Insolvenzverfahren der Göttinger Gruppe Finanzholding.

Nach der Pleite der Göttinger Gruppe laufen im Moment zwei getrennte Insolvenzverfahren. Das Verfahren für die Securenta AG, das Herzstück der Göttinger Gruppe, wird am AG Göttingen abgewickelt und betrifft rd. 250.000 Anleger. Das Verfahren für die Göttinger Gruppe Finanzholding läuft in Berlin; hier sind rd. 93.000 Anleger betroffen. Der Zusammenbruch der Göttinger Gruppe gilt als größter Finanzskandal der Nachkriegsgeschichte, bei dem Anleger rd. 1,5 Mrd. EUR verloren haben.

Mit Peter Knöpfel, dem abgetretenen Verwalter im Göttinger Verfahren, waren Anlegeranwälte unzufrieden. Sie warfen ihm vor, sie zu wenig zu informieren. Die Stimmung war derart aufgeheizt, dass bei der ersten Gläubigerversammlung der Securenta am 25. März tumultartige Zustände ausbrachen. Die Versammlung musste schließlich abgebrochen und vertagt werden.

Der Eklat im AG hat wohl Knöpfel schließlich bewogen, sein Amt niederzulegen. Die Berufung von Rolf Rattunde ist aus Sicht der betroffenen Anleger eine gute Nachricht. Der Insolvenzverwalter hat in dem von ihm betreuten Berliner Verfahren bisher eng mit den Anwälten zusammengearbeitet. So hat er bspw. die Geschädigten als Gläubiger eingestuft. Das hat große Bedeutung. Das populärste Anlagemodell der Göttinger Gruppe war ein Steuersparmodell für den sprichwörtlichen kleinen Mann: Es sah vor, dass sich Anleger als atypisch stille Teilhaber an Konzerngesellschaften beteiligten. Werden sie jetzt tatsächlich als Teilhaber betrachtet, könnte der Insolvenzverwalter teilweise Nachforderungen von ihnen erheben. Außerdem hätten die Anleger und ihre Anwälte kein Stimmrecht in der Gläubigerversammlung, weil sie als nachrangige Gläubiger gelten. Knöpfel hatte sich bisher nur vage dazu geäußert, wie er die Anleger einstuft.

Zudem können Anleger darauf hoffen, u.U. noch Geld vom Finanzamt zu bekommen. Die Göttinger Gruppe Finanzholding und die Securenta AG haben seit 2001 keine Bescheide mehr verschickt, mit deren Hilfe Anleger die geplanten Verluste beim Finanzamt hätten geltend machen können. Rattunde ist gerade dabei, die Buchhaltung der Göttinger Gruppe Finanzholding bis zur Insolvenz zu aktualisieren und die entsprechenden Bescheide für das Finanzamt Göttingen zu erstellen.

Wie außerdem bekannt wurde, hatte der stellvertretende Richter im Securenta-Insolvenzverfahren, Brosche, auch den Antrag gestellt, von seiner Aufgabe in dem Securenta-Verfahren abgelöst zu werden. Er muss im Moment das Verfahren weiter bearbeiten, weil Anwälte auf der turbulenten Gläubigerversammlung gegen Insolvenzrichter Schmerbach mehrere Befangenheitsanträge gestellt hatten.

Brosche hat erklärt, dass er sich für befangen halte. Er habe in seiner Funktion als Pressesprecher des Gerichts seit Beginn des Verfahrens eine Vielzahl von Pressekontakten gehabt. In Gesprächen mit Journalisten habe er auch vertrauliche Informationen erhalten. Deswegen könne er das Verfahren nicht mehr unbefangen fortführen. Seit dem 29. Mai führt deshalb formell ein dritter Richter das Verfahren, bis über die Anträge entschiedenseinwird.

(Quelle: Börse online/Graumarktinfo.de)


Montessori-Kindertagesstätten in Reilingen und Wiesloch gerettet

02.06.2008 Reilingen/Wiesloch:

Der Fortbestand und der Erhalt der Kindertagesstätten des Vereins zur Förderung der Reggio-Montessori-Pädagogik e.V. in Reilingen und Wiesloch ist gesichert. Der Verein betrieb seit 2006 eine Kindertagesstätte in Reilingen und seit 2008 eine Kindertagesstätte in Wiesloch.

Besonderes Merkmal der Betreuungseinrichtungen war die hohe Zahl an Krippenplätzen und die flexiblen Öffnungszeiten. Die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme des Vereins hatten in den letzten Monaten zu einer erheblichen Verunsicherung der Elternschaft und daraus resultierenden Kündigungen geführt. Nachdem der Mannheimer Rechtsanwalt Thorsten Konrad von der Kanzlei Wegscheider, Binder, Räuber, Richter, Konrad aufgrund eines Insolvenzantrags als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, gelang es, die Kindertagesstätten - trotz der erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten - fortzuführen und damit die Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten zu sichern. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und der Bestellung des Rechtsanwalts Konrad zum Insolvenzverwalter konnte eine Vereinbarung mit dem Postillion e.V. getroffen werden über die Übernahme der Kindertagesstätten.

Bei dem Postillion e.V. handelt es sich um einen gemeinnützigen, vom Jugendamt Rhein-Neckar als freier Träger der Jugendhilfe anerkannten Verein. Im Rahmen mehrerer Betriebs- und Elternversammlungen wurden die Arbeitnehmer undElterndurchRechtsanwalt Konrad informiert und auf dem Laufenden gehalten. Die Rettung der mit den Kindertagesstätten verbundenen Arbeitsplätze und Betreuungsplätze wurden durch die Arbeitnehmer des Vereins sowie die Eltern der betreuten Kinder mit Erleichterung aufgenommen und begrüßt.

Der neue Träger beginnt unbelastet von den früheren wirtschaftlichen Fehlentscheidungen komplett neu auf der Basis einer geprüften und sicheren Kalkulation.

Sowohl der Vorstand des Postillion e.V. als auch der Insolvenzverwalter sprachen die Erwartung aus, dass die noch offenen Plätze in den Kindertagesstätten schnellstmöglich durch Neuaufnahmen gefüllt werden können.

(Quelle: Eigene Pressemitteilung: Wegscheider, Binder, Räuber, Richter, Konrad)


Berliner Aufbau-Verlag meldet Insolvenz an

30.05.2008 Berlin:

Die Berliner Aufbau-Verlagsgruppe geht in Insolvenz. Der früher bedeutendste Verlag der DDR mit großen Werkausgaben von Brecht bis Fontane hat einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte ein Sprecher des Verlegers mit.

Der Verleger Bernd F. Lunkewitz zieht damit die Konsequenz aus einem Urteil des BGH: Der hatte befunden, der Verlag sei nie Eigentum der Treuhandanstalt gewesen, die ihn 1991 verkauft hatte.

Und obwohl Lunkewitz dem tatsächlichen Eigentümer, dem Kulturbund, den Verlag später noch einmal abkaufte, sei die Geschäftstätigkeit durch den ersten Vertrag unrechtmäßig gewesen. Die Geschäftsführer des Verlags warfen in einem separaten Communiqué Lunkewitz vor, die Insolvenz-Ankündigung nicht mit ihnen abgesprochen zu haben. Es sei nach ihrer Ansicht durchaus möglich, den traditionsreichen und operativ erfolgreichen Verlag zu erhalten.

Die Aufbau-Verlagsgruppe besitze hochkarätige Rechte, die sie im Laufe ihrer 17-jährigen Tätigkeit erworben oder selbst geschaffen habe.

Im Jahr 2007 hatte die Aufbau-Verlagsgruppe, zu der auch der Verlag Rütten und Loening gehört, nach Angaben der Geschäftsführer einen Umsatz von 14,2 Mio. EUR erzielt.

(Quelle: NZZ)


Touristik GmbH meldet Insolvenz an

29.05.2008 Bad Grund:

Der Fremdenverkehr im Harz bleibt mancherorts ein schwieriges Geschäft: Knapp 2 1/2 Jahre nach ihrer Gründung hat die Kur- und Touristik GmbH Bad Grund vorläufige Insolvenz angemeldet.

Einer der Gesellschafter gab an, dass man "mit der Vergangenheit kämpfe". Man befürchte, dass die GmbH in naher Zukunft nicht mehr ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Dennoch sei man zuversichtlich - es gibt schon drei Bewerber, die alles weiterführen wollen. Sogar eine GmbH habe sich gegründet. Derzeit prüft eine Kanzlei aus Seesen, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Die Kur- und Touristik GmbH betreibt das Sole-Hallenbad, in dem therapeutische Anwendungen angeboten werden, sowie den Eisensteinstollen.

(Quelle: Goslarsche)


Biodiesel-Hersteller Campa AG meldet Insolvenz an

28.05.2008 Ochsenfurt:

Der Biodiesel-Produzent Campa AG hat beim AG in Würzburg einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Betroffen sind die Campa Biodiesel GmbH & Co. KG, Campa Energie GmbH & Co. KG, Campa Süd GmbH & Co. KG sowie die Campa AG. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Bruno Fraas aus Würzburg bestellt. Trotz Insolvenzantrag blickt die Unternehmensgruppe hoffnungsvoll in die Zukunft. Beim Insolvenzverwalter hätten sich bereits Investoren gemeldet. Die Produktion in den Unternehmen wurde unmittelbar nach Antragstellung wieder aufgenommen. Die Arbeitsplätze der 100 Mitarbeiter sind nach Unternehmensangaben derzeit nicht in Gefahr.

Wie aus Medienberichten zu erfahren war, sieht der Campa-Vorstand die Ursache im drastischen Einbruch des Biodiesel-Markts durch die Erhöhung der Energiesteuer und Billig-Importen aus Amerika und Asien.

Die Biodiesel-Anlage auf dem Gelände der Ochsenfurter Zuckerfabrik mit einer Jahresleistung von 150.000 t liegt derzeit still, nachdem dort seit Monaten bereits mit verminderter Produktionsleistung gearbeitet wurde.

(Quelle: IWR News)


Thielert - Insolvenz jetzt mit Triebwerksexperten an Bord

23.05.2008 Lichtenstein:

Ab sofort wird der renommierte Triebwerksexperte Prof. Dr. Ing. Günter Kappler die Thielert Aircraft Engines GmbH bei der Fortführung des operativen Geschäfts unterstützen. Man sei froh, einen derart profilierten und erfahrenen Experten für die Thielert Aircraft Engines GmbH zu gewinnen, kommentierte Insolvenzverwalter Kübler das Engagement von Prof. Kappler, der bereits vielfach für seine Verdienste für die deutsche Luftfahrtindustrie ausgezeichnet wurde. Er gilt als ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der Triebwerksentwicklung, -produktion und -vermarktung.

Prof. Kappler wird das Unternehmen bei der Fortführung des operativen Geschäftsbetriebs in Lichtenstein nachhaltig unterstützen. Insbesondere wird er auch bei den demnächst beginnenden Investorengesprächen den Interessenten ein kompetenter Ansprechpartner sein.

Der Experte steht dem Insolvenzverwalter bis zum Abschluss der angestrebten Übertragung des Unternehmens an einen neuen Investor zur Seite.

Die Thielert Aircraft Engines GmbH ist der weltweit führende Anbieter von zertifizierten Kerosin-Kolbenflugmotoren für die Allgemeine Luftfahrt. Als zertifizierter Entwicklungs-, Herstellungs- und Instandhaltungsbetrieb der Luftfahrt erlangte das Unternehmen weltweit als erstes die Zulassung für einen Kerosin-Kolbenmotor.

(Quelle: eigene Pressemitteilung Kübler GbR)


DIAI führt kosten- und leistungsorientiertes QM-System für Insolvenzverwalter ein

Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht e.V. - DIAI - hat auf seiner Mitgliederversammlung am 23.5.2008 beschlossen, das bereits sehr gut angenommene Zertifizierungs- und Ratingsystem durch ein Qualitätsmanagementsystem zu ergänzen, das voraussichtlich ab Herbst 2008 zur Verfügung steht. Wie der Leitende Direktor des DIAI, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, mitteilte, erhalten damit "erstmals Verwalterkanzleien die Möglichkeit, nicht nur die eigenen, internen Kostenstrukturen zu erkennen und zu optimieren, sondern in diesem Rahmen zugleich die wertschöpfenden Tätigkeiten ergebnisorientiert zu verbessern".

Das unter dem Namen "QM-InsO" angebotene Verfahren verzichtet bewusst auf die Zertifizierung bloßer Prozesse - wie dies im Rahmen einer ISO-Zertifizierung erfolgt - da, so das DIAI, geordnete Prozesse zwar die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gute Ergebnisse zu erzielen, dies aber nicht deren zwangsläufige Folge ist, denn entscheidend sei letztlich die wirtschaftliche Kompetenz gepaart mit unternehmerischem Handeln und juristischer Kompetenz.

QM-InsO stellt den Verwaltern auf die jeweilige Struktur bezogene Vergleichsparameter und Kennzahlen zur Leistungsoptimierung zur Verfügung, die sich sowohl auf einzelne Wertschöpfungsbereiche wie Anfechtung, Haftung herunterbrechen lassen, aber auch generelle Aussagen wie Umsatz pro Mitarbeiter etc. ausweisen. Zudem können zielgerichtet einzelne Handlungsbereiche optimiert und interne Deckungsbeiträge ermittelt werden. Das System basiert auf einer Vielzahl statistischer Erhebungen der vergangenen Jahre, die von ZertRate optimiert und in das QM-System umgesetzt worden sind. "QM-Inso" soll daher auch integraler Bestandteil des Zertifizierungsverfahrens nach den Richtlinien des DIAI werden, das von der ZertRate GmbH & Co. KG umgesetzt wird.


Geschäftsbetrieb von ALOIS LAUER Stahl- und Rohrleitungsbau GmbH zu großen Teilen übertragen

21.05.2008 Ludwigshafen/Rhein:

Das Insolvenzverfahren der Alois Lauer Stahl- und Rohrleitungsbau GmbH ist am 1.5.2008 durch das Insolvenzgericht Ludwigshafen eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter wurde Steuerberater und Rechtsanwalt Dr. Göran Berger von der Kanzlei Wellensiek (Heidelberg) bestellt. Berger und sein Team hatten bereits als vorläufige Insolvenzverwalter die Fortführung und Übertragung des Geschäftsbetriebs von Alois Lauer GmbH mit Hochdruck vorangetrieben, nachdem das Unternehmen am 14.3.2008 Insolvenz anmelden musste.

In den letzten Tagen vor Insolvenzeröffnung hatte das Team um Berger durch intensive Verhandlungen mit allen in Betracht kommenden Kaufinteressenten die Verträge zur Übernahme der unternehmerischen Aktivitäten von Alois Lauer GmbH in ein entscheidendes Vorbereitungsstadium gebracht. Nach förmlicher Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Verträge nun mit Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses umgesetzt werden. Noch ausstehende kartellrechtliche Freigaben werden in Kürze erwartet.

In einem 2-stufigen Bieterverfahren hat die zum Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger AG (Mannheim) gehörige Bilfinger Berger Industrial Services AG (München) den Zuschlag für die Lauer-Niederlassung Burghausen (Bayern) sowie den Bereich "Anlagenbau" der Niederlassung Ludwigshafen erhalten; dieser Bereich war bis kurz vor dem Insolvenzantrag im BASF-Projekt im belgischen Antwerpen im Einsatz gewesen. Die Lauer-Niederlassungen in Frankfurt/M. werden von dem Hertel-Konzern übernommen, einem international tätigen Anbieter von Industriedienstleistungen mit Sitz in den Niederlanden und rd. 700 Mio. EUR Konzernumsatz. Weitere drei Unternehmensbereiche der Niederlassung Ludwigshafen werden an regionale Wettbewerber übertragen; ein Teilbereich aus Ludwigshafen hat sich im Rahmen einer Management-Buy-Out-Lösung verselbstständigt.

Insgesamt konnten bisher über 210 bzw. 75 % der zuletzt ca. 280 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Stahl- und Rohrleitungsbauer Alois Lauer GmbH mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein und einer 60-jährigen Firmentradition hatte Mitte März den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen. Alois Lauer GmbH ist im Rohrleitungsbau insbesondere für die chemische und petrochemische Industrie sowie für die Lebensmittel- und Biopharmaindustrie tätig. Die Werk- und Dienstleistungen reichen hierbei von der Planung über die Fertigung und Montage bis hin zur Wartung und Instandhaltung.

(Quelle: Wellensiek Rechtsanwälte)


Kematen Cosmetics ist insolvent

21.05.2008 Lenzkirch:

Kematen Cosmetics ist insolvent. Nun stehen die rd. 120 Mitarbeiter von Kematen Cosmetics vor einer ungewissen Zukunft. Die deutsche Tochter des österreichischen Unternehmens mit Werken in Lenzkirch und in Düsseldorf ist zahlungsunfähig.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Freiburger Rechtsanwalt Thomas Kaiser bestimmt. Jetzt sollen die Beschäftigten bei einer Betriebsversammlung über die Lage informiert werden.

Die Lenzkircher Belegschaft ist damit zum zweiten Mal innerhalb von nur wenigen Jahren mit dieser Situation konfrontiert. Im Jahr 2005 stand das Werk schon einmal kurz vor dem Ende. Damals hatte der Darmstädter Kosmetikproduzent Wella entschieden, seine auf Friseurbedarf spezialisierte Tochter Kadus aus dem Schwarzwald nach Hessen zu verlagern und sich von der Lenzkircher Produktion zu trennen.

Und das, obwohl Kadus-Lenzkirch keine rote Zahlen lieferte, sondern gute Gewinne erwirtschaftete. Die Tiroler Kematen Cosmetics sprang damals in die Bresche und kaufte das Werk. Mehr als 100 Arbeitsplätze fielen weg, in Lenzkirch wurden fortan nur noch Kosmetikprodukte für andere Hersteller abgefüllt.

Das geschah auch in den anderen Kematen Cosmetic Werken in Düsseldorf, der Slowakei, Kalifornien und am Firmensitz in Kematen. Die beiden Geschäftsführer Martin und Bernhard Scholz hatten das Unternehmen 1998 gegründet - als Management-Buy-Out. Zusammen hatten sie von deutschem Kosmetikhersteller Schwarzkopf das Werk in Tirol übernommen. Danach folgten die Zukäufe außerhalb von Österreich. Bei diesem ehrgeizigen und rasanten Expansionskurs hat sich das Duo wohl übernommen.

(Quelle: Badische Zeitung)


Holder Industries - Gute Karten im Kampf ums Überleben

20.05.2008 Metzingen:

Mitte April hatte die Holder Industries GmbH beim AG Tübingen Insolvenz beantragt. Jetzt ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Metzinger Traditionsunternehmen hatte seit dem Jahr 2005 zur türkischen Unternehmensgruppe Uzel gehört.

Zunächst schien die Übernahme durch die Uzel-Gruppe auch ein Glücksfall für Holder zu sein. Die Geschäfte liefen jedenfalls so gut, dass die Belegschaft anfangs sogar Überstunden machen musste. Doch ab Mai vergangenen Jahres gab es Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen. Seit September 2007 wurde bei Holder schon fast nichts mehr produziert, da kein Geld vorhanden war, um Material zu kaufen.

Ab Februar dieses Jahres haben die Mitarbeiter dann überhaupt kein Geld mehr bekommen. So war der Gang zum Insolvenzgericht in Tübingen unumgänglich. Das Positive an dieser Sache ist, dass die Auftragsbücher voll sind.

Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jürgen Sulz aus Reutlingen, ist denn auch guter Dinge, dass ein Käufer für Holder gefunden wird. Der Geschäftsbetrieb läuft erst mal weiter. Die Voraussetzung für einen positiven Abschluss ist laut Sulz allerdings, dass die Firma Holder selbstständig überleben kann.

Dafür muss laut Sulz bspw. die Kostenstruktur verändert werden. Ob Mitarbeiter entlassen werden müssen, vermag Jürgen Sulz noch nicht zu sagen. Bei Holder sind derzeit 155 Menschen beschäftigt.

(Quelle: Südwest Presse)


Insolvenzplan sichert Fortbestand von Traditionsunternehmen Beck

20.05.2008 Bonn:

Sanieren per Insolvenzplan: Mit dieser selten angewandten Maßnahme gelang es Dr. Ralf Bornemann, die krisengeschüttelte Beck GmbH aus Andernach vor dem wirtschaftlichen Ruin zu bewahren. Die Gläubiger haben den Insolvenzplan mit großer Mehrheit angenommen. Damit sind die Sanierung des inhabergeführten Familienunternehmens sowie der Fortbestand von74Arbeitsplätzengesichert.

Im Jahr 2005 geriet die auf die Herstellung und den Verkauf von Wurstwaren spezialisierte Beck GmbH in eine schwere finanzielle Schieflage. Schließlich war die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens massiv bedroht. Im September 2006 wurde Dr. Ralf Bornemann vom AG Mayen als Insolvenzverwalter des angeschlagenen Betriebs bestellt. Er leitete umgehend Maßnahmen ein, um die Krise abzuwenden. Neben der Übernahme sämtlicher finanzwirtschaftlicher Aufgaben wurden gezielt Schwachstellen nach innen und außen analysiert. Als Folge hieraus stellte er einen branchenerfahrenen Betriebsleiter ein, der mittlerweile auch als Gesellschafter die unternehmerischen Geschicke mitgestaltet.

Bereits im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete das Unternehmen wieder einen Gewinn in sechsstelliger Höhe. Trotz laufenden Insolvenzverfahrens konnten alle bestehenden Kundenbeziehungen fortgeführt werden. Dadurch gelang es nicht nur, sämtliche Arbeitsplätze zu erhalten, sondern sogar zwölf weitere Stellen zu schaffen.

Der Insolvenzplan sichert den Fortbestand der Firma nachhaltig und bietet die Basis für eine erfolgreiche Neupositionierung. Die Rolle des Insolvenzverwalters wird trotz eines enormen Gestaltungspotenzials häufig falsch eingeschätzt. "Der Insolvenzverwalter wird zu Unrecht als eine Art Unternehmensbestatter angesehen", bestätigt der Insolvenzverwalter. Von dem Insolvenzplan profitiert auch die Gläubigerseite.

Die fortgesetzten Marktaktivitäten der Beck GmbH sichern ihnen einen Forderungsausgleich von mindestens 25 % innerhalb eines 5-Jahres-Zeitraums. Ohne Insolvenzplan könnten Gläubiger erfahrungsgemäß nur auf den Ausgleich von 5 - 10 % ihrer Forderung hoffen. Gleichzeitig eröffnet ein teilweiser Schuldenerlass der Beck GmbH die Perspektive eines neuen unternehmerischen Aufschwungs.

(Quelle: Bonner Wirtschaftsgespräche)


MTW meldet Insolvenz an

19.05.2008 Essen:

Die MTW Motor Group F. Winkelmann GmbH, in Essen ansässiger Handelspartner von Mitsubishi, Subaru und Kia, hat beim zuständigen AG in Essen Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst uneingeschränkt weiter.

Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen aus Essen. Der Insolvenzverwalter will aber in Kürze ein Sanierungskonzept vorstellen, das die Zukunft möglichst vieler Arbeitsplätze und Standorte sichern soll.

Die MTW Motor Group wurde am 1968 in Essen-Werden gegründet. Neben Kfz-Vertrieb und -Service ist auch eine eigene Tuning-Linie im Angebot. Das Unternehmen gilt als umsatzstärkster Mitsubishi-Partner Europas.

(Quelle: Autohaus)


Neuanfang bei Weger

16.05.2008 Hückeswagen:

Eine gute Nachricht für die Unternehmenslandschaft in Hückeswagen: Die Firma Nüssler GmbH aus Nordhorn hat sich zu einem finanziellen Engagement bei Weger bereit erklärt. In dieser Konstellation will man nun einen Neuanfang wagen.

10 Mitarbeiter werden bei dem neu aufgestellten Unternehmen weiterarbeiten können. Auch bei der Produktpalette bleibt fast alles beim Alten. Digitaldruck, Siebdruck und Werbetechnik bleiben Teil des Dienstleistungsangebotes. Verstärkt setzt der neue Geschäftsführer auf die vierte Säule, die sog. Lichtwerbung. Dahinter verbirgt sich in erster Linie die Installation von Neon- oder Leuchtreklame im Außenbereich.

(Quelle: RP Online)


Schoer & Bollow insolvent

16.05.2008 Bad Oldesloe:

Seit 6 Monaten hat die Firma Schoer & Bollow (S&B) keine Ausschreibung mehr gewonnen. Jetzt hat der Tiefbauer aus Bad Oldesloe beim AG Reinbek Insolvenz angemeldet. Die Arbeit in dem Familienbetrieb ruht, die meisten der 72 Mitarbeiter sind nach Hause gegangen. Sie erhalten Kurzarbeitergeld, 67 % ihres Nettolohns, von der Agentur für Arbeit. Ein paar Verwaltungsangestellte halten in dem Betrieb die Stellung.

Als Grund wird angegeben, dass die Billiglöhne aus dem Osten nicht zu unterbieten seien. Das Problem sei nun, dass die Firma keine relevanten Aufträge an Land zieht. Dies gab auch der vorläufige Insolvenzverwalter Heiko Fialski an. Die Überprüfung der Geschäftsunterlagen habe gezeigt, dass bei Ausschreibungen in der Tat Firmen aus den neuen Bundesländern die Nase vorn hätten.

Der Insolvenzverwalter hofft nun auf einen großen Auftrag, damit der Betrieb zumindest mit einem Teil der Belegschaft wieder in Gang kommt.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)


13,1 % weniger Insolvenzen im ersten Quartal 2008

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Die deutschen AG verzeichneten im 1. Quartal 2008 insgesamt 38.281 Insolvenzen, darunter 7.147 von Unternehmen und 24.152 von Verbrauchern. Ein Vergleich dieser Zahlen mit dem Vorjahr würde die tatsächliche Entwicklung nicht widerspiegeln, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2007 nicht periodengerecht gemeldet worden sind.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre lässt sich aber die Entwicklung auch anhand der Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen. Ohne Nordrhein-Westfalen ist die Gesamtzahl der Insolvenzen um 13,1 % und die der Unternehmen um 12,6 % zurückgegangen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen, die in den vergangenen Jahren stark angestiegen war, ist ebenfalls um 13,2 % zurückgegangen.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das 1. Quartal 2008 auf 7,3 Mrd. EUR gegenüber 8,3 Mrd. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.


PHB Stahlguss GmbH i.L. verkauft

13.05.2008 St. Ingbert/Saar:

Der Insolvenzverwalter Michael J. W. Blank, Völklingen, hat die seit November 2003 in Insolvenz befindliche Fa. PHB Stahlguss GmbH, St. Ingbert/Saar, an die Fa. Stahlguss Saar GmbH, eine Tochter der Saarstahl AG, verkauft. Der Gläubigerausschuss und die Gläubigerversammlung haben die Übertragung des Unternehmens am 7.5.2008 genehmigt, nachdem die Gremien von Saarstahl AG dem Kauf bereits vorab zugestimmt hatten. Das Kartellamt hat keine Einwände erhoben. Der Betriebsübergang wird zum 1.6.2008 erfolgen.

Die Fa. PHB Stahlguss GmbH musste aufgrund Umsatzeinbruchs am 5.11.2003 Insolvenz beim AG Saarbrücken anmelden. Der Geschäftsbetrieb wurde vom Insolvenzverwalter ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag fortgeführt. Das Unternehmen beschäftigt 80 Mitarbeiter. Aufgrund umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen durch den Insolvenzverwalter ist PHB Stahlguss GmbH i.I. wieder fest am Markt positioniert und gehört in seinem Kerngeschäft zu den führenden UnternehmeninEuropa.

Die Fa. Stahlguss Saar GmbH wird zum 1.6.2008 den Betrieb übernehmen und beabsichtigt, in den kommenden Jahren Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe vorzunehmen.

Die Stahlguss Saar GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Bauteilen aus Stahlguss, insbesondere für den Energiemaschinenbau (z.B. Schaufelträger und Ventilgehäuse für Kraftwerke). Mit ihren Produkten stellt sie eine Ergänzung im Produktportfolio der Saarschmiede GmbH Freiformschmiede im Bereich der Herstellung von Hochleistungsturbinen und Komponenten für den Kraftwerksbau dar.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Saarstahl AG & Insolvenzverwalter)


Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt meldet Insolvenz an

09.05.2008 Mönchengladbach:

Der Kreisverband Neuss der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat Insolvenz angemeldet. Das teilte ein Sprecher des AG in Mönchengladbach mit.

Rd. 49 Mitarbeiter seien von diesem Schritt betroffen. Als Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Anwalt Peter Houben bestellt. Der AWO-Bundesverband war für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen.

Der AWO-Kreisverband hatte durch die Machenschaften seines früheren Geschäftsführers schweren Schaden erlitten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Manager des gemeinnützigen Vereins öffentliche Fördergelder i.H.v. 430.000 EUR auf eigene Konten verschoben hatte. Der Mann hatte den Kreisverband 27 Jahre lang geleitet.

(Quelle: AZ Web)


RB Folien in letzter Sekunde gerettet

08.05.2008 Bonn:

In buchstäblich letzter Sekunde ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb der RB Folien GmbH und die Arbeitsplätze der rd. 20 Arbeitnehmer dauerhaft zu erhalten. Wie der Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering mitteilt, wurde noch am Abend des 30.4.2008 ein Unternehmenskaufvertrag mit der von deutsch-iranischen Investoren initiierten Blu Tec Plast GmbH abgeschlossen. Ab sofort wird das innovative Unternehmen, das u.a. Kunststoff-Folien für die Pharmaindustrie produziert, mit den verbliebenen Arbeitnehmern durch den Investor fortgeführt.

Der Vertragsschluss erfolgte nur wenige Stunden vor der geplanten Einstellung der operativen Tätigkeit der RB Folien zum Ende des Monats April 2008. Eine ursprünglich geplante Auffanglösung mit der Firma WMS Folien GmbH, war Mitte April 2008 aufgrund des gesundheitsbedingten Rückzugs des dortigen Geschäftsführers gescheitert. Seit Dezember 2008 war der Geschäftsbetrieb der RB Folien GmbH trotz Insolvenz in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter fortgeführt worden.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Hecker, Werner, Himmelreich & Nacken Partnerschaft)


Alpha Klinik meldet Insolvenz an

06.05.2008 München:

Für die Alpha Klinik in München wurde beim Münchener AG Insolvenzantrag gestellt.

Der Grund für den Insolvenzantrag seien zum einen unüberbrückbare Gegensätze zwischen den Gesellschaftern über die Führung der Klinik, zum anderen wirtschaftliche Schwierigkeiten der beiden anderen Gesellschafter. Trotz Insolvenz soll der medizinische Betrieb unter Aufsicht des Insolvenzverwalters weiterlaufen. Die private Klinik bietet orthopädische Operationen an, wie z.B. am Knie oder an der Wirbelsäule. Seit langer Zeit galten die medizinischen und wirtschaftlichen Methoden einiger Ärzte der Klinik unter Insidern als unseriös, nicht zuletzt aufgrund ihrer Preise, die z.T. zehn Mal so hoch waren wie die vergleichbarer Kliniken.

Die Alpha Klinik hat sich u.a. auf die Bedürfnisse wohlhabender arabischer Patienten spezialisiert. Ein ausgefeilter VIP-Service mit Dolmetscherinnen umsorgt die Klientel.

(Quelle: Focus)


Autohaus Heil trotz Insolvenz gerettet

06.05.2008 Leipzig:

Der Fortbestand des VW/Audi-Autohauses Heil in Leipzig, über das am 29.4. das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet wurde, ist vorerst gesichert. Laut Medienberichten hat der Nürnberger Investor Markus Hercher das Unternehmen mit allen vier Standorten in Leipzig und Markkleeberg gekauft.

Unter dem neuen Namen "Heil - Die Service Familie GmbH" soll die bisherige Unternehmensgruppe fortgeführt werden. Mit dem jetzt vollzogenen Eigentümerwechsel sei die Sanierung des Leipziger Familienunternehmens nun erfolgreich abgeschlossen. Das Autohaus Heil hatte am 28.2. Insolvenzantrag beim AG Leipzig gestellt. Unter Federführung von Insolvenzverwalter Rainer Bähr

sei es gelungen, einen solventen Investor zu finden und die Gläubiger davon zu überzeugen, dem Insolvenzverfahren zuzustimmen. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 280 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende. Es werden alle Mitarbeiter übernommen.

(Quelle: KFZ-Betrieb)


Sanierung PLEWA Werke GmbH schreitet voran

05.05.2008 Koblenz:

Die Sanierung der PLEWA Werke GmbH, Europas führendem Hersteller von Schornsteintechnik und Abgassystemen, schreitet voran. Inzwischen hat das AG Bitburg Anfang Mai das Insolvenzverfahren eröffnet und damit die Hoffnung auf eine Sanierung des Schornsteinspezialisten erhöht.

Insolvenzverwalter Jens Lieser aus Koblenz hatte zuvor mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat ein Sanierungskonzept erstellt, welches bereits in Teilen umgesetzt worden ist. So können 95 von insgesamt 146 Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz an den beiden Standorten, in Speicher in der Eifel und im bayerischen Klardorf, behalten. 40 Beschäftigte gehen in eine eigens gegründete Transfergesellschaft, in der die Mitarbeiter mindestens für den Zeitraum von 6 Monaten weiter ihr Gehalt beziehen und für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden.

Durch das Sanierungskonzept konnte das Unternehmen auf Entlassungen verzichten. Zzt. verhandelt der Insolvenzverwalter mit diversen Interessenten, die in das Unternehmen investieren wollen.

Ende Februar hatte die PLEWA Werke GmbH einen Insolvenzantrag stellen müssen. Der Wegfall der staatlich gewährten Eigenheimzulage und die Erhöhung der MWSt hatten zu einem massiven Umsatzrückgang geführt und das Unternehmen in finanzielle Nöte gebracht. Das vor über 140 Jahren gegründete Traditionsunternehmen hat sich auf dem Markt der Bauzulieferer etabliert. Die PLEWA Werke GmbH vertreibt Schornsteintechnik und Abgassysteme in Deutschland und weiten Teilen Europas.

(Quelle: eigene Pressemitteilung: Lieser Rechtsanwälte)


Stark Holding GmbH übernimmt PIN Mail Sachsen GmbH

05.05.2008 Köln:

Das AG Köln hat als zuständiges Insolvenzgericht die Insolvenzverfahren über die PIN Mail Sachsen GmbH in Leipzig (260 Mitarbeiter), sowie den Gesellschaften PIN Mail Nord GmbH in Hamburg und PIN Mail 74 GmbH in Troisdorf (zusammen 8 Mitarbeiter) eröffnet. Der Kölner Rechtsanwalt Dr. Andreas Ringstmeier wurde bei all diesen Gesellschaften zum Insolvenzverwalter bestellt.

Bei der PIN Mail Sachsen GmbH hat die Stark Holding GmbH, ein Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Bremen, sämtliche Vermögenswerte der insolventen Gesellschaft übernommen. Der Insolvenzverwalter konnte durch diese Lösung sowohl den Standort, als auch alle 260 Arbeitsplätze sichern. Die Stark Holding setzte sich in einem geordneten Bieterverfahren gegen verschiedene Mitbewerber durch.

Die PIN Mail Sachsen GmbH hatte im Februar 2008 den Gang in das Insolvenzverfahren antreten müssen. Insgesamt haben seit dem 21.12.2007 43 in Deutschland tätige Gesellschaften der PIN-Gruppe Insolvenzantrag gestellt. 11 Gesellschaften arbeiten mit einem neuen Investor weiter, 1 Gesellschaft wird zunächst im Insolvenzverfahren fortgeführt, 28 Gesellschaften mussten den Geschäftsbetrieb einstellen und 3 Gesellschaften befinden sich noch im vorläufigen Insolvenzverfahren.

(Quelle: rw konzept GmbH)


Insolvenzverwalter Blumenthal & Jürges mit Bestnote ausgezeichnet

05.05.2008 Waldkirch:

Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) hat die zwei Insolvenzverwalter Steuerberater Reinhard Blumenthal und Dipl.-Wirtschaftsing. Peter Jürges am 2.5.2008 mit der Bestnote AAA+ ausgezeichnet. Bewertet wurde wie die beiden Verwalter mit ihrer schlagfähigen Organisation Insolvenzverfahren abwickeln und welche Erfolge sich dabei ergeben. Die Verfahren kamen an den Gerichtsstandorten Freiburg, Konstanz und Lörrach zustande.

Die durch das DIAI ausgewerteten Verfahren und Unterlagen bestätigen die Effizienz des leistungswirtschaftlichen Ansatzes im gemeinsamen Büro. Die Quote der ungesicherten Gläubiger liegt bei 22 %, die Quote der erhaltenen Arbeitsplätze bei 84 %, von den fortgeführten Unternehmen wurden 87,5 % saniert. Mit solchen Werten liegen die beiden Waldkircher Verwalter lt. DIAI an der bundesdeutschen Spitze.

Herr Blumenthal hat von jeher für seine Verwalteraufgaben die Betriebswirtschaft in den Vordergrund gestellt: "Wir haben schon früher 90 % der Unternehmen weitergeführt, zumindest in wesentlichen Teilen." Insolvenzverwalter Peter Jürges ist nach mehrjährigen Industrietätigkeiten bei Digital Equipment und Robert Bosch seit 1996 gemeinsam mit Herrn Blumenthal tätig.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Insolvenzverwaltung Blumenthal & Jürges Partnerschaftsgesellschaft


Nach Tochterfirma meldet auch Thielert AG Insolvenz an

02.05.2008 Hamburg:

Der Flugzeugmotorenbauer Thielert AG hat beim AG Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Achim Ahrendt. Zugleich bestellte der Aufsichtsrat den Rechtsanwalt Marcel Kleiß als neuen Vorstand.

Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses werde verschoben, da die Jahresabschlüsse 2003 - 2005 wahrscheinlich fehlerhaft und möglicherweise nichtig seien. Die für den 20.5.2008 geplante außerordentliche Hauptversammlung wird abgesagt. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Die Tochtergesellschaft Thielert Aircraft Engines GmbH in Lichtenstein nahe Chemnitz hatte bereits Insolvenz angemeldet. Gegen den Unternehmensgründer Frank Thielert ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Betrugs und Bilanzfälschung.

Die Zukunft des Unternehmens mit 360 Beschäftigten ist unklar. In Börsenkreisen wird spekuliert, dass Investoren aus der Branche sich zumindest für die beiden Motorenwerke in Sachsen und Thüringen interessieren könnten, wo die meisten Beschäftigten arbeiten. Die Motoren gelten als fortschrittlich.

(Quelle: Die Welt)


Metzgerei läuft nach Insolvenz weiter

02.05.2008 Selbitz:

Der Selbitzer Metzgermeister Christoph Hagen musste für die Christoph Hagen GmbH einen Insolvenzantrag stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kronacher Rechtsanwalt Jürgen Wittmann bestellt.

Neben dem Hauptgeschäft in Selbitz betreibt die Metzgerei weitere drei Filialen. Wichtig sei jetzt herauszustellen, dass die vorläufige Insolvenz keineswegs das Ende des Betriebes bedeute. Die Produktion gehe ganz normal weiter und alle Geschäfte werden auch weiterhin geöffnet. Als Grund wird vor allem der hohe Bevölkerungsschwund in der Region angegeben - so hat Selbitz in den vergangenen Jahren 500 Einwohner verloren.

Die steigenden Kosten waren es letztlich, die den Ausschlag gegeben hätten. Insgesamt sei man "guter Hoffnung, eine Lösung zu finden". Nun gehe es darum, die Gründe für die finanzielle Schieflage genau anzuschauen, die Produktion am Laufen und die Mitarbeiter bei der Stange zu halten. Die 18 Mitarbeiter, die umgehend von der derzeitigen Situation informiert wurden, werden wohl alle dabei bleiben.

(Quelle: Frankenpost)


Nieburg-Küchen gerettet

30.04.2008 Löhne:

Die Zukunft der Nieburg-Küchenwerke ist gesichert: Der entsprechende Vertrag wurde von der Unternehmerfamilie Fortmeier aus Schloß Holte-Stukenbrock unterschrieben. Sie übernimmt zum 1. Mai die Mehrheit an dem Unternehmen, das ab sofort als Nieburg Küchen GmbH firmiert.

Die Firma Nieburg hatte im Dezember Insolvenz angemeldet. Das traditionsreiche, 1926 gegründete Unternehmen wurde danach vom Insolvenzverwalter Hans-Achim Ernst aus Herford geführt. Jetzt hofft man, dass alle 113 Mitarbeiter die angebotenen Arbeitsverträge annehmen.

Der Fortbestand von Nieburg-Küchen wäre beinahe gescheitert. Wie am Rande der Übernahme bekannt wurde, hatte die Gläubigerversammlung am 18. April beschlossen, den Geschäftsbetrieb des insolventen Unternehmens stillzulegen.

Der Familie Fortmeier gehören außerdem die Jofo Immobilien GmbH sowie Mehrheitsbeteiligungen an Müller Apparatebau in Kranzberg und an der Kallos Verlag und Versand GmbH, die vor allem Weihnachtskarten herstellt.

(Quelle: Neue Westfälische)


Waggonbau Niesky gerettet

29.04.2008 Dresden:

In der Gläubigerversammlung der WBN Waggonbau Niesky GmbH haben alle neun Gläubigergruppen dem von Rechtsanwalt Jörg Spies von der PKL Keller Spies Partnerschaft aus Dresden vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Damit sind rd. 250 Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region vorerst gesichert. "Erstmals engagiert sich hier mit der DB Fahrzeuginstandhaltung ein Konzernunternehmen im Zuge eines Insolvenzplanverfahrens als neuer Gesellschafter in einem Unternehmen", sagte der Insolvenzverwalter. Durch diesen Schritt wurde es möglich, das Insolvenzplanverfahren in Eigenverantwortung der Geschäftsleitung durchzuführen. "Innerhalb von nur vier Monaten haben wir die Waggonbau Niesky saniert und die notwendige Restrukturierung eingeleitet", betonte der Dresdner Rechtsanwalt. Die WBN Waggonbau Niesky ist einer von fünf wesentlichen in Europa verbliebenen Güterwagenherstellern und hat Verträge mit namhaften Eisenbahnunternehmen. Das Unternehmen produziert mit 250 Mitarbeitern offene und gedeckte Güterwagen am Standort Niesky. In Schieflage geriet die WBN, weil sie aufgrund des erheblichen Preisdrucks in der Branche keine Preisanpassungs-Klauseln in die Verträge einbauen konnte. U.a. durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise entstanden so existenzgefährdende Verluste. Um eine Firmenpleite zu verhindern, eröffnete das AG Dresden am 1.1.2008 das sog. Insolvenzplanverfahren und ordnete eine Eigenverwaltung an.

"Der Plan sieht für die WBN vor, dass die Gläubiger innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Rechtskraft eine sichere Quote von 6,4 % erhalten - mit der Aussicht auf eine zusätzliche Zahlung", erläuterte Jörg Spies. Damit stellen sich die mehr als 800 Gläubiger wirtschaftlich besser als bei einer üblichen Insolvenz - bei der sie im Fall der WBN lediglich 2,75 % erhalten hätten.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; PKL Keller Spies Partnerschaft)


Insolvenzverwalter führt Heli-Bau fort

28.04.2008 Erfurt/Schmölln:

Die rd. 100 Arbeitsplätze bei der insolventen Heli-Bau GmbH sind bis Ende Juni sicher. Das erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Oehler von der Erfurter Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner gegenüber den Medien. Die bestehenden Baustellen werden weiter bedient, obwohl am 22. April das Bauunternehmen beim AG Gera Insolvenz angemeldet hatte. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien bis Ende Juni über das Insolvenzgeld gesichert. Darüber hinaus sei man zuversichtlich, eine solide und tragfähige Lösung für Heli-Bau zu erreichen. Nach operativen Verlusten aus dem Jahr 2007 war das 1990 gegründete Familienunternehmen in die Krise geraten. Insolvenzverwalter Oehler bemüht sich um eine Sanierung und Neuausrichtung des renommierten Bauunternehmens. Wie er bekannt gab, habe die Hausbank dafür bereits ihre Unterstützung zugesagt. Oehler informierte die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über den Stand des Verfahrens.

(Quelle: Ostthüringer Zeitung)


Mania Technologie stellt Insolvenzantrag

28.04.2008 Weilrod:

Die Mania Technologie AG musste Insolvenz anmelden. Der Vorstand hat beim zuständigen AG in Bad Homburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung gestellt, war aus Unternehmenskreisen zu erfahren.

Die operativ tätigen Tochtergesellschaften im In- und Ausland seien von dem Insolvenzantrag nicht berührt. Den Angaben zufolge bereitet die Gesellschaft derzeit in Absprache mit allen Beteiligten einen Insolvenzplan vor, welcher die Sanierung der gesamten Gruppe zum Ziel hat.

(Quelle: Finanznachrichten)


Shopanbieter Emigo ist insolvent

27.04.2008 Elmshorn:

Der Anbieter einer Mietsoftware für Onlineshops Emigo ist zahlungsunfähig. Beim AG Pinneberg wurde das Insolvenzverfahren gegen das Unternehmen bereits am 4. April eröffnet, Insolvenzverwalter ist der Pinneberger Rechtsanwalt Boris Reski. Der Absturz des nach außen erfolgreichen E-Commerce-Dienstleisters kommt überraschend. Noch im Januar 2008 kam es im Rahmen einer Finanzierungsrunde zum Einstieg einer Reihe von Investoren.

Wie aus unternehmensnahen Kreisen zu erfahren war, führte der Rückzug eines Investors zur Insolvenz von Emigo. Offensichtlich sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Shopsystem von Emigo noch nicht weit genug entwickelt war, um damit auf dem Markt bestehen zu können.

(Quelle: Information Week)


Achenbach beantragt Insolvenz

26.04.2008 Zell:

Die Firma Achenbach hat - trotz voller Auftragsbücher - wegen Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Insolvenz gestellt. Dies bestätigte der Münchner Rechtsanwalt Dr. Martin Heidrich, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden ist. Für die Zukunft des Unternehmens zeigte er sich aber "sehr optimistisch". Der Geschäftsbetrieb laufe derzeit in vollem Umfang weiter - man arbeite an der Sanierung. Die Achenbach GmbH, 1950 als Landschreinerei gegründet, hat heute 75 Mitarbeiter und fertigt u.a. Fenster, Rollläden, Haustüren und Wintergärten. Sämtliche Produktionsstätten befinden sich in Zell. Das Unternehmen sei trotz gut laufender Geschäfte in akute Liquiditätsprobleme geraten: Hintergrund sei die allgemeine Baukrise. Erstens sei der Fenster-Boom der 1990er Jahre vorbei; zweitens habe sich in der Baubranche große Vorsicht breitgemacht, was sich wiederum im Finanzgebaren niederschlage. So verkauften Lieferanten oft nur noch gegen Vorkasse.

Der Rechtsanwalt bestätigt, dass die Achenbach-Belegschaft für März zunächst keine Löhne und Gehälter erhalten hat. Diese seien aber mittlerweile nachgezahlt worden. Auch die laufende Entlohnung sei gesichert.

(Quelle: Frankenpost)


STP AG feiert 15jähriges Firmenbestehen 

22.04.2008 Karlsruhe:

Die Geschichte der Karlsruher STP Informationstechnologie AG ist ungewöhnlich: Ralph Suikat (43) und Gunther Thies (41) waren weder Experten für Jura noch für Software-Entwicklung, als sie das Unternehmen 1993 gründeten. Heute ist ihre Software winsolvenz in bundesweit über 1000 Insolvenzverwalter-Kanzleien im Einsatz und deckt damit 70 % des Marktes ab. In 2008 nun feiert das Unternehmen sein 15jähriges Bestehen.

Die STP AG entwickelt Softwarelösungen und Informationssysteme für Anwälte, Justizverwaltungen und alle mit diesem Kreis in Kontakt stehenden Institutionen. Angefangen im Home Office, ist STP heute viertgrößter Anbieter für Rechtsanwaltssoftware in Deutschland. 80 Menschen beschäftigt das Unternehmen in der trendigen Karlsruher Südweststadt in einem Bürogebäude mit Glasfassaden, Dachterrassen und Fitnessstudio.
Ralph Suikat: „Wir begannen 1993 gemeinsam mit zwei Studenten, ein Programm für die Bearbeitung und Abwicklung von Insolvenzfällen zu entwickeln. Im Vorfeld hatten wir zahlreiche Fallstudien in Kanzleien erstellt und brachten dann 1994 winsolvenz auf den Markt.“ Für die Entwicklung standen den beiden damals nur 2.500 Euro Barmittel aus ihrer vorherigen Berater- und Autorentätigkeit zur Verfügung. Die avisierte Kundengruppe war mit rund 1.200 Insolvenzverwaltern bundesweit eher klein und es waren bereits fünf Konkurrenten mit eigenen Lösungen am Markt vertreten.
Schwierige Voraussetzungen also. Dennoch gelang der Durchbruch, denn die Firmengründer orientierten sich an den Gerichten, die in Deutschland die Insolvenzverwalter beauftragen.  „Das Konzept ging auf“, sagt Gunter Thies, „heute sind die Gerichte in fünf Bundesländern flächendeckend mit unserer Software ausgestattet und die große Mehrheit der deutschen Verwalter arbeitet mit winsolvenz.“
Einen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Erfolg konnte das Unternehmen 1998/99 durch einen einmaligen Effekt realisieren: Die Insolvenzrechtsreform 1999 zur Einführung der Insolvenzordnung und Ablösung des alten Konkurs- und Gesamtvollstreckungsrechts erforderte bei den Kunden die Einführung einer komplett neuen Software: winsolvenz 99 war speziell auf die neue Gesetzgebung ausgerichtet und führte zu außerordentlichen Lizenzeinnahmen und Serviceumsätzen bei STP.  Die neueste Version der Software heißt winsolvenz.p3 und wird im Markt inzwischen als Mietmodell angeboten.
Seit rund sechs Jahren hat STP mit LEXolution zusätzlich ein Dokumenten Management System für Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer im Programm, mit dem diese ihre Aktenführung und Arbeitsabläufe digitalisieren können. Florian Schwiecker (35), Vorstand für Sales bei STP: „Mit LEXolution haben Kanzleien standortunabhängigen Zugriff auf das gesamte Wissen ihrer Organisation. Die Aktendurchlaufzeit reduziert sich dadurch um mehr als 50 %.“
Das Produkt ist neben winsolvenz mittlerweile zu einem starken zweiten Bein des Unternehmens geworden und wird seit 2006 intensiv in den gesamtdeutschen Anwaltsmarkt hinein angeboten. Hierzu gab es allein in 2007 knapp 50 Veranstaltungen bundesweit, die STP zusammen mit Partnerfirmen wie Philips oder dem Juve-Verlag durchführte – von der „Legal Technology Lounge“ über den „Knowledge Circle“ bis zur „Kanzleifachtagung“. Dieser Eventbereich soll künftig noch ausgebaut werden. Um die steigende Nachfrage zu befriedigen, baut STP derzeit außerdem seinen indirekten Vertrieb aus und hat hierzu Kooperationen mit großen Systemhäusern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden abgeschlossen.

 

Weitere Informationen unter www.stp-online.de


RheinAhrCampus Remagen: Erster Absolvent im MBA Studiengang "Sanierungs- und Insolvenzmanagement"

Michael du Carrois ist der erste Absolvent des bundesweit einzigartigen berufsbegleitenden MBA-Studiengangs "Sanierungs- und Insolvenzmanangement" am RheinAhrCampus in Remagen.

Mit einer fulminanten, mehr als 200 Seiten umfassenden, von Prof. Dr. Hans Haarmeyer und RA Dr. Rainer Riggert betreuten Master-Thesis zum Thema "Der Insolvenzplan im Nachlassinsolvenzverfahren" hatte der Absolvent eine wenig bearbeitetes und sehr komplexes Problemfeld zum Gegenstand seiner Thesis gewählt, wobei nach Auffassung der Betreuer zu wünschen ist, dass bei Insolvenzverwaltungen in Deutschland die Erkenntnisse der Arbeit ihre Berücksichtigung finden und z.B. vererbte Geschäftsbetriebe durch ein Insolvenzplanverfahren stärker erhalten werden können.

Der berufsbegleitende MBA-Fernstudiengang erstreckt sich über vier Semester. Das fünfte Semester dient der Erstellung der Master-Thesis (Abschlussarbeit). In Abhängigkeit vom individuellen Arbeitstempo kann die Studiendauer variiert werden. Der Aufbau operativer und strategischer Krisenstrategien und die "Bewältigung" der Krise z.B. durch Aktivierung unternehmensinterne Ressourcen bilden einen wesentlichen Schwerpunkt der Ausbildung.

Diese werden in den Kontext der rechtlichen Rahmenbedingungen gestellt, die, je weiter die Krise voranschreitet, umso stärker zu einem gesetzlichen "Pflichtenheft" für die Unternehmensleitung wird.

Im Jahr 2008 rechnet der Fachbereich Betriebs- und Sozialwirtschaft noch mit 10 weiteren Absolventen.

Näher Informationen finden Interessierte unter der Internet-Adresse http://www.rheinahrcampus.de/mba.


Sonnenbäcker rutscht in die Insolvenz

17.04.2008 Gelsenkirchen:

Die Sonnenbäcker GmbH ist in die Insolvenz geschlittert. Das AG bestellte den Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Uwe Kuhmann von der Kanzlei Kuhmann Rechtsanwälte (Essen) zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die Sonnenbäcker GmbH & Co. KG betreibt 17 Bäckereifilialen in Gelsenkirchen, Essen und Gladbeck, eine Azubi-Werkstatt sowie eine eigene Produktionsstätte. Das Unternehmen beschäftigt 75 Mitarbeiter, darunter 26 Auszubildende.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Uwe Kuhmann will nun prüfen, welche Chancen für eine Fortführung des Unternehmens bestehen und ob ein Insolvenzverfahren eröffnet werden kann. Der Geschäftsbetrieb in allen Filialen der Sonnenbäcker GmbH & Co. KG läuft vorerst unvermindert weiter. Als einen der ersten Schritte kündigte der Insolvenzverwalter an, Kontakt zu allen Beteiligten aufzunehmen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren.

(Quelle: Der Westen)


Büchner Mineralöle ist insolvent

17.04.2008 Selb:

Die Firma Büchner Mineralöle ist zahlungsunfähig. Vor dem Insolvenzgericht Hof ist Anfang des Monats das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Robert Wartenberg aus Bamberg bestellt.

Nach Angaben des Unternehmens werde der Betrieb ganz normal weiterlaufen. Derzeit warte man auf einen Beschluss der Bank, um eine Auffanglösung umzusetzen. Zum Unternehmen gehören vier Tankstellen in Selb, Schönwald, Hohenberg und Berg.

Insgesamt sind bei Büchner 30 Mitarbeiter und Aushilfskräfte beschäftigt. Die Tankstellen und auch der Heizöl- und Schmierstoffhandel würden weiter geführt. Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt man den harten Wettbewerb in der Branche und den Tanktourismus in Richtung Tschechien.

(Quelle: Frankenpost)


Möbel-Hersteller Silla in Steinbach insolvent

15.04.2008 Fernwald/Gießen:

Der Möbelhersteller Silla mit Sitz am Ruhberg bei Steinbach musste Insolvenz anmelden. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Bärbel Decker aus Heuchelheim bestellt, von deren Bestandsaufnahme und Analyse der Fortbestand des Unternehmens maßgeblich abhängen wird.

Nach Unternehmensangaben sei das Jahr 2007 zu wenig ertragreich gewesen, um daraus die Liquidität für das durchaus greifbare Wachstum 2008 zu generieren. Der Auftragsbestand sei gut und Arbeit für die 40 Beschäftigten sei ebenfalls da.

Das Unternehmen fertigt Möbel, vor allem Produkte aus dem sog. Premiumsektor. Geschäftsleitung und Belegschaft wollen weiter produzieren - dann die Analyse der Insolvenzverwalterin abwarten, in der Hoffnung, dass damit ein für den Silla-Fortbestand positives Ergebnis zu erzielen ist.

(Quelle: Giessener Allgemeine)


VfB Lübeck beantragt Lizenz für Vierte Liga

15.04.2008 Lübeck:

Der finanziell schwer angeschlagene Fußball-Regionalligist VfB Lübeck hat trotz Insolvenz die Lizenz für die kommende Saison in der neuen dreigleisigen Regionalliga beantragt.

Das bestätigte nach Medienangaben Vereinspräsident Wolfgang Piest. Erst wenige Stunden vor Ablauf der Bewerbungsfrist hat den Angaben zufolge ein Mitarbeiter des schleswigholsteinischen Traditionsclubs die Unterlagen zur Zentrale des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) nach Frankfurt/M. gebracht.

Der mit über 4 Mio. EUR verschuldete Verein hatte Insolvenz beantragt. Dennoch stehen die Chancen, nach dem sportlichen Abstieg aus der Regionalliga Nord die Lizenz für einen Neuanfang in der Vierten Liga zu erhalten, laut Vereinsangaben nicht schlecht. Der Präsident rechnet wie auch der Hamburger Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Dr. Mark Zeuner mit einer schnellen Bearbeitung der Lizenzunterlagen in den kommenden 3 Wochen. Die technischen Auflagen seien im Stadion an der Lohmühle kein Problem, der geplante Etat von rd. 1,4 Mio. EUR müsse jedoch noch als sicher eingestuft werden.

(Quelle: NDR)


Rettung für Jugendwerkstatt in Sicht

13.04.2008 Halle (Saale):

Die Zukunft der Jugendwerkstatt Bauhof auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) ist so gut wie gesichert. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde der Diakonieverbund Kyffhäuser die Einrichtung übernehmen. Nun muss noch die Gläubigerversammlung den vom Insolvenzverwalter ausgearbeiteten Insolvenzplan akzeptieren. Ziel ist eine Übernahme zum 1.7.2008.

Der Diakonieverbund Kyffhäuser betreibt bereits rund um Artern und Bad Frankenhausen zahlreiche Kinder- und Jugendeinrichtungen - einer der Gründe, warum sich die Kreissynode für den Träger entschied. In Halle soll die Jugendwerkstatt mit einem ähnlichen Aufgabenprofil wie bislang fortgeführt werden. Allerdings werde die Mitarbeiterzahl reduziert. Alle Jugendlichen, die derzeit ihre Ausbildung in der Jugendwerkstatt absolvieren, können diese aber wie vorgesehen beenden.

Die 1992 gegründete Jugendwerkstatt Bauhof musste im November Insolvenz beantragen. Die Kreissynode Halle hatte zwar während der regulären Haushaltsberatungen für 2008 erklärt, trotz finanziell schwieriger Lage am Bestand der Einrichtung festhalten zu wollen und der diakonischen Sozialeinrichtung erneut zusätzliche Mittel bereitzustellen. Die Kirchenaufsicht hatte für diese Pläne aber die Genehmigung verwehrt.

(Quelle: Halle Forum)


Insolvenzverfahren Schirra Räder-Technik - 40 Arbeitsplätze gesichert

10.04.2008 Fußgönheim:

Die Schirra Räder-Technik GmbH aus Fußgönheim, stellte am 14.1.2008 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen. Das Unternehmen war durch ihre einmalige Kombination aus klassischer mechanischer Bearbeitung mit innovativer, vom Unternehmen selbst entwickelter Poliertechnik in Kreisen der Hersteller edler Hochleistungs-Aluminium-Felgen und des Motorsports wohl bekannt.

Durch ihre Rolle als Zulieferer war das Unternehmen jedoch diversen Widrigkeiten des Marktes ausgesetzt, was schlussendlich auch zur Krise und Insolvenz führte.

Dem großen Engagement der Belegschaft, die in den vergangenen Wochen durch einen 3-Schicht-Betrieb gefordert wurden, war es zu verdanken, dass die Suche nach einem Investor gelang.

Mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter, dem Mannheimer Rechtsanwalt Peter Depré, ist eine übertragende Sanierung gelungen. Der Investor, die BBS International GmbH, ein Unternehmen der Punch International NV, Belgien, führt den bisherigen Betrieb am gleichen Standort weiter. Dadurch war es möglich 40 Arbeitsplätze zu sichern.

(Quelle: eigene Pressemitteilung Depré Rechtsanwalts AG)


Lintec produziert trotz Pleite vorerst weiter

09.04.2008 Leipzig:

Beim Computer-Hersteller Lintec, einst der Börsenstar des Ostens in Taucha bei Leipzig, wird trotz beantragten Insolvenzverfahrens zunächst weiter gearbeitet. Man werde das Unternehmen und die Gründe für die jetzige Lage analysieren, gab ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters , Lothar Schwarz, an. Sollten die Voraussetzungen gegeben sein, werde man alles versuchen, einen Insolvenzplan aufzustellen und das Unternehmen fortzuführen.

Lintec hatte wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag beim AG Leipzig gestellt. Wie viele Mitarbeiter von der Pleite betroffen sind, kann das Unternehmen zur Zeit noch nicht sagen.

(Quelle: PR inside)


Erstmals seit Finanzkrise ist eine deutsche Bank insolvent

08.04.2008 Bonn:

Erstmals seit Beginn der weltweiten Finanzkrise vor rd. 8 Monaten ist eine deutsche Bank insolvent. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schloss die relativ kleine Weserbank aus Bremerhaven und stellte Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Nach Angaben der BaFin sei das Institut überschuldet und dürfe nur noch Zahlungen zur Tilgung seiner Schulden entgegennehmen.

Ein Sprecher der Weserbank betonte jedoch, das man nicht durch die Spekulation mit faulen US-Immobilienkrediten in die Schieflage geraten sei, machte aber gleichzeitig die Auswirkungen der Finanzkrise für die Insolvenz verantwortlich.

Die Einlagen der Kunden seien geschützt, da die Privatbank der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken angehört, betonten Aufsichtsbehörde und Weserbank.

Die 1912 gegründete unabhängige Privatbank hat ihren Sitz in Bremerhaven und eine Niederlassung in Frankfurt am Main. Sie hat sich nach eigenen Angaben "von der Viehmarktsbank in Bremerhaven zur Investmentbank in Frankfurt" entwickelt.

(Quelle: AFP)


Investor steigt bei Windel ein

08.04.2008 Bielefeld:

Beim insolventen Textilveredeler Windel in Bielefeld-Senne geht es weiter. Die MVB Beteiligungen AG mit Sitz im sauerländischen Plettenberg hat das Traditionsunternehmen gekauft. Über den Preis wurde stillschweigen vereinbart.

Der neue Betrieb heißt TexTeam Windel GmbH. Von ursprünglich 93 Arbeitsplätzen konnten 70 gerettet werden. In einer Betriebsversammlung teilte Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper den Beschäftigten mit, dass die entsprechenden Unterschriften unter die Sanierungsverträge gesetzt wurden. Der Insolvenzverwalter betonte, dass die Rettung des Unternehmens nur möglich war, weil Banken, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter an einem Strang gezogen hätten. Die Mitarbeiter verzichteten auf einen Teil ihrer Löhne und Gehälter.

Auch die Kunden signalisierten ihren Wunsch nach einem Fortbestand der Firma Windel. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Dr. Küpper sei nun für die Zukunft des Unternehmens gelungen einen Investor zu finden, mit dem das Unternehmen wieder Geld verdienen kann.

(Quelle: Neue Westfälische)


13.739 Insolvenzen im Januar 2008

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Im Januar 2008 wurden insgesamt 13.739 Insolvenzen gezählt, darunter 2.454 Insolvenzen von Unternehmen. Dies bedeutet einen Anstieg der Gesamtinsolvenzen um 0,9 % und der Unternehmensinsolvenzen um 11,3 % gegenüber Januar 2007. Die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen ist vor allem auf Nachmeldungen nordrhein-westfälischer Gerichte zurückzuführen.

Daher kann aus den Ergebnissen für Januar 2008 keine allgemeine Aussage über eine Trendwende bei der Insolvenzentwicklung getroffen werden, zumal in den meisten übrigen Bundesländern im Januar 2008 weitere Rückgänge der Unternehmensinsolvenzzahlen zu verzeichnen waren. Von den Insolvenzen der übrigen Schuldner (11.285 Fälle; - 1,1 %) entfielen bundesweit 8.816 Insolvenzen auf Verbraucher (+ 0,5 %).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden von den Gerichten für Januar 2008 mit 2,5 Mrd. EUR angegeben; im Januar 2007 waren es noch 3,3 Mrd. EUR gewesen.


Deutliche Kritik von Sachverständigen am neuen Verbraucherinsolvenzverfahren

Bundestag, Rechtsausschuss Pressemitteilung Nr. 100/2008 v. 9.4.2008

Deutliche Kritik einiger Experten gab es am 9.4.2008 bei einer Anhörung von Sachverständigen über den Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein neues Verbraucherinsolvenzverfahren (BT-Drucks. 16/7416). Nach Angaben der Regierung ist vorgesehen, dass auf das bislang notwendige zeit- und kostenintensive gerichtliche Insolvenzverfahren verzichtet werden soll, wenn bereits nach der vorläufigen Prüfung durch einen Treuhänder feststeht, dass der Schuldner völlig mittellos ist. Um einen Missbrauch zu verhindern, ist eine Stärkung der Gläubigerrechte geplant.

Es gebe eine unglaubliche Vielzahl von Widersprüchen in dem Gesetzentwurf, so Professor Hans Haarmeyer von der FH Koblenz. Die vorliegende Fassung sei weitgehend nicht geglückt. Die vornehmlich fiskalisch begründete Reformnotwendigkeit bestehe nicht. Eine solide Feststellung tatsächlicher Belastungen sei frühestens Ende 2009 möglich. Bis zum heutigen Tag vorliegende Erhebungen widerlegten eine angeblich unzumutbare Kostenbelastung vollständig. Der Entwurf führe zudem zu massiven bürokratischen und personellen Erschwernissen, ohne auch nur ansatzweise materielle Verbesserungen oder gar Erleichterungen für die Abwicklung des Verfahrens mit sich zu bringen. Die geplante Novellierung bewirke zudem eine erhebliche Schwächung der Gläubigerrechte.

Wie zuvor schon Haarmeyer wies Frank Frind, Richter am AG Hamburg, darauf hin, es gebe neun laufende Gesetzesänderungsvorhaben zur InsO. Diese würden vom BMJ offenbar nicht aufeinander abgestimmt. Die insolvenzgerichtliche Praxis könne dieser Flut von Gesetzesänderungen in der täglichen Arbeit nicht mehr bewältigen - eine funktionierende InsO werde so kaputt reformiert. Es gebe offenbar überhaupt keine Rücksprache mit der Praxis, so Frind.

Oliver Liersch, Rechtsanwalt für Insolvenzrecht aus Hannover, ist der Meinung, mit dem Inkrafttreten der InsO 1999 sei nach langer Diskussion ein einheitliches und bis heute in seiner Grundstruktur unbestritten gutes Recht geschaffen worden. Inzwischen habe es seit 1999 eine Vielzahl von Änderungsgesetzen zur InsO gegeben, weitere Entwürfe lägen noch vor. Auch Liersch ist der Meinung, dass die Zielrichtung vieler dieser Änderungen untereinander wenig abgestimmt sei. Der Rechtsausschuss habe die Aufgabe, die verschiedenen Zielsetzungen von Änderungswünschen stärker zu bündeln, so Liersch.

Professor Heinz Vallender, Richter am AG Köln, begrüßte dagegen die Initiative der Bundesregierung in der vorgesehenen Grundkonzeption. Sie verzichte auf ein Insolvenzverfahren, das mit erheblichem Aufwand verbunden sei. Stattdessen sehe der Entwurf bei mittellosen Schuldnern ein Entschuldungsverfahren vor. Auch dieses Verfahren, so Vallender einschränkend, werde jedoch für den Fiskus nicht zum "Nulltarif" zu haben sein.

Zur Deckung der Kosten des Verfahrens sagte der Experte, Rechtpfleger und auch Verwalter hätten übereinstimmend berichtet, dass es nicht wenigen Schuldnern gelungen sei, im Lauf des Verfahrens aus dem pfändbaren Einkommen oder auf Grund von sonstigen Geldzuflüssen zumindest einen Teil der Verfahrenskosten aufzubringen.

Professor Hugo Grote (ebenfalls FH Koblenz) begrüßte die vorgesehenen Änderungen ebenfalls im Wesentlichen. Einem Großteil der gemachten Vorschläge liege das Bedürfnis zu Grunde, Kosten in den Länderjustizhaushalten einzusparen. Dies solle insbesondere durch eine Kostenbeteiligung der Schuldner und durch Vereinfachungen des Verfahrens ohne Geldmittel geschehen.


Insolvenzverfahren eröffnet - Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

07.04.2008 Grasbrunn/Keferloh:

Das AG München hat am 1.4.2008 das Insolvenzverfahren über die Gasthof Kreitmair GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Axel Bierbach von der Münchener Kanzlei Müller-Heydenreich, Beutler & Kollegen (MHBK) bestellt, der seit Januar bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig war.

Der Gasthof Kreitmair, eine Traditionsgaststätte in Grasbrunn/ Keferloh im Münchner Osten, ist zahlungsunfähig und überschuldet. Dennoch wird der Geschäftsbetrieb derzeit uneingeschränkt aufrechterhalten. Die rd. 30 Mitarbeiter sind ungekündigt.

Hauptgrund für die Insolvenz ist ein defizitär verlaufender Geschäftsbetrieb in den vergangenen Jahren. Rückläufige Umsatzzahlen bei gleichzeitig steigenden Kosten konnten durch Einsparungen nicht aufgefangen werden. Der Umsatzrückgang geht im Wesentlichen auf einen Investitionsstau zurück, bedingt durch wiederholte Betriebsleiterwechsel in den vergangenen Jahren.

Neben dem Mangel an Investitionen führten zuletzt auch erhebliche Defizite im Alltagsablauf des Gastronomiebetriebes zur Insolvenz. Hinzu kommt die gegenwärtig generell schwierige Situation in der Gastronomie, bedingt durch ein rückläufiges Konsumverhalten der Gäste.

Insolvenzverwalter Bierbach ist jedoch davon überzeugt, dass großes Potenzial in der Traditionsgaststätte steckt. Derzeit wird der gesamte Betrieb saniert. Zudem erarbeitet ein neues, erfahrenes Team ein deutlich verbessertes Konzept für die Gasthof Kreitmair GmbH.

(Quelle: eigene Pressemitteilung: Müller-Heydenreich, Beutler & Kollegen)


Wolters Bustouristik muss Insolvenz anmelden

04.04.2008 Brinkum:

Über das Vermögen des Brinkumer Traditionsunternehmens Wolters Bustouristik ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter wurde der Syker Rechtsanwalt Lothar Plumhof bestellt.

Trotz mangelnder Liquidität konnte der Betrieb in vollem Umfang aufrecht erhalten werden, was besonders deshalb wichtig gewesen sei, da Wolters Schul- und Linienbusse betreibt, heißt es in einer Mitteilung des Verwalters.

Das Traditionsunternehmen wurde 1919 gegründet und beschäftigt derzeit rd. 70 Mitarbeiter. Laut Insolvenzverwalter ausdrücklich nicht betroffen ist die Wolters Reisen GmbH. Es handele sich um zwei verschiedene Unternehmen.

(Quelle: Delmenhorster Kreisblatt)


Insolvenzverwalter von Schultze & Braun mit AAA+ ausgezeichnet

02.04.2008 Achern:

Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) hat vier Insolvenzverwalter von Schultze & Braun mit der Bestnote AAA+ ausgezeichnet. Die Zertifikate werden am 7.4.2008 an die vier Ausgezeichneten, Ferdinand Kießner, Thomas Kind, Stefano Buck und Harald Kroth, übereicht. Bewertet wurden die organisatorische wie inhaltliche Bearbeitung von Insolvenzverfahren und die dabei erzielten Erfolge.

Laut DIAI haben die Insolvenzverwalter von Schultze & Braun besonders durch unternehmer- aber auch gläubigerfreundliche Bearbeitung der Insolvenzverfahren beeindruckt. Nach der Auswertung der umfangreichen Unterlagen, die insgesamt 6 Monate in Anspruch genommen hatte, habe das DIAI bei Schultze & Braun einen stark unterdurchschnittlichen Umfang der Verwaltungs- und Verfahrenskosten feststellen können und eine überdurchschnittlich hohe Ausschüttungsquote von mehr als 10 %, (der durchschnittliche Wert liegt bei weniger als 3 %). Auch zeichnen sich laut DIAI die überprüften Insolvenzverwalter durch eine hohe Anzahl von erfolgreichen Unternehmensfortführungen aus, nebst einem hohen Anteil erhaltener Arbeitsplätze. Gerade im letzten Punkt sieht sich Schultze & Braun in seinem Ziel, Unternehmen möglichst zu sanieren und dann wieder lebensfähig auf den Markt entlassen zu können, bestätigt.

Das DIAI zertifiziert seit Ende 2006 deutsche Insolvenzverwalter; mit Schultze & Braun sind nun erstmals Insolvenzverwalter einer der großen Insolvenzverwaltungen ausgezeichnet worden. Schultze & Braun strebt an, weitere Insolvenzverwalter und das Gesamtunternehmen nach den Richtlinien des DIAI zertifizieren zu lassen.

(Quelle: eigene Pressemitteilung Schultze & Braun)


Lausitzer Glashütte AG - vorerst eingestellt

01.04.2008 Döbern:

Für die finanziell angeschlagene Lausitzer Glashütte AG ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das AG Cottbus habe den Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg zum Insolvenzverwalter bestellt, teilte seine Kanzlei mit. Er war bereits als vorläufiger Verwalter über das Vermögen des Unternehmens tätig. Der rd. 140 Jahre alte Hersteller von Bleikristall hatte Ende Februar wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet.

Der Insolvenzverwalter suche derzeit weiter nach Investoren für die Glashütte. Unter den rd. 50 potenziellen Investoren gebe es drei ernsthafte Interessenten. Sollte bis Ende April kein Investor gefunden werden, seien die Arbeitsplätze der 130 Beschäftigten gefährdet.

Die Produktion wurde in den vergangenen Tagen heruntergefahren und die Herstellung von frischem Glas vorerst eingestellt. Der Werksverkauf gehe aber weiter.

(Quelle: Märkische Allgemeine)


Stotz meldet Insolvenz an - zunächst keine Kündigungen für die 70 Mitarbeiter

01.04.2008 Eschwege:

Das Autohaus Stotz hat beim AG Eschwege Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb in den Filialen in Eschwege und in Bebra soll aber zunächst aufrechterhalten werden. Was diese Entwicklung für die rd. 70 Mitarbeiter des Unternehmens bedeutet, lässt sich nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Lutz Bergner noch nicht genau sagen.

Zunächst werde in den nächsten Tagen der Bewegungsspielraum für eine mögliche Sanierung ausgelotet.

6 Wochen habe er vom AG Zeit bekommen, um zu klären, ob und wie die Zahlungsfähigkeit des Autohauses wiederherzustellen ist. Erst im Dezember des vorigen Jahres hatten zwei Interims-Geschäftsführer der Firma Planconsult das Tagesgeschäft vom Inhaber-Ehepaar Monika und Werner Stotz übernommen. Schon damals hatte dem Autohaus die Zahlungsunfähigkeit gedroht.

In dem Werkstattbereich lag nach Einschätzung der beiden Übergangsmanager das Hauptproblem in den beiden Filialen des Autohauses. Offensichtlich ist es den beiden Geschäftsführern aber nicht gelungen, die verlorenen Servicekunden in dem Maße zurückzugewinnen, das nötig gewesen wäre, um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu manövrieren.

(Quelle: HNA online)


Pausch-Insolvenz: Verfahren am Dienstag eröffnet

01.04.2008 Frankenberg:

Nachdem Annerose Pausch im Januar beim Marburger AG die Insolvenz für das gleichnamige Traditions-Kaufhaus beantragt hat, ist das Verfahren nun eröffnet worden. Als Insolvenzverwalter hat das Gericht den Frankenberger Rechtsanwalt Hartmut Mitze bestellt.

Man sei aber optimistisch, dass das Ende der "Ära Pausch" zwar zu Ende sei, nicht aber die Ära des Kaufhauses. Der Insolvenzverwalter wolle zunächst seine Arbeit fortsetzen, die er bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter begonnen hat.

Die 20 Mitarbeiter des Kaufhauses werden weiter beschäftigt, hieß es. Durch den laufenden Warenverkauf sei Liquidität geschaffen worden, die Löhne könnten nun vom Insolvenzverwalter weiter bezahlt werden.

Bis Ende April sollen alle Waren in dem Kaufhaus ausverkauft sein. Spätestens zum 1. Mai sollen neue Waren angeboten werden, kündigte die Mitarbeiterin des Insolvenzverwalters an. Wichtige Weichen seien bereits gestellt worden. Mitze habe Verhandlungen mit potenziellen Investoren und Mietern aufgenommen. Der Insolvenzverwalter erarbeite derzeit verschiedene Konzepte. Letztlich entscheide die Gläubiger-Versammlung.

(Quelle: Landeszeitung Frankenberger Zeitung)


Insolvenzverfahren Eika Wachswerke eröffnet - trotzdem alle Kunden erhalten

01.04.2008 Fulda:

Das Insolvenzverfahren über die Eika Wachswerke Fulda GmbH wurde eröffnet. Insolvenzverwalterin Sandra Mitter wird den Betrieb weiter fortführen. Auch alle 170 Arbeitsplätze sind zunächst weiter gesichert.

Trotz Insolvenz konnte die Insolvenzverwalterin fast alle Eika-Kunden halten. Während der vorläufigen Insolvenzverwaltung habe man bereits mit 20 Interessenten über eine übertragende Sanierung verhandelt. Von fünf potenziellen Investoren werde derzeit eine Übernahme sehr intensiv geprüft.

Die Dauer der Betriebsfortführung wird wesentlich vom Verlauf der Übertragungsverhandlungen und auch vom Votum der Gläubiger abhängen. "Wir haben die Voraussetzungen für eine schnelle Entscheidung geschaffen. Es wurde ein vorläufiger Gläubigerausschuss bestellt, der sehr kurzfristig über eine übertragende Sanierung entscheiden kann. Ein längerer Schwebezustand bis zur ersten Gläubigerversammlung kann vermieden werden.", so Mitter.

(Quelle: Osthessen News)


Das Trauerspiel für die Securenta-Anleger geht weiter

28.03.2008 Jena/Göttingen:

Kein Ergebnis brachte die erste Gläubigerversammlung der insolventen Securenta AG im AG Göttingen. Vor allem die Anleger, die gehofft hatten, dass der Insolvenzverwalter Peter Knöpfel abgewählt würde, wurden bitter enttäuscht.

Weil das Gericht den Antrag mit einem "ungefähren Abstimmungsergebnis" ablehnte und das Finanzamt offensichtlich in die Beratung der Richter einbezogen worden war, wurde ein Befangenheitsantrag gegen den Insolvenzrichter gestellt.

Weil sich die Versammlungsteilnehmer über die Stimmrechte der Anleger nicht einigen konnten, wurde die Sitzung vertagt. Zuvor gab es heftige Diskussionen um die Stimmrechte des Finanzamtes und der Deutschen Bank, die ihrerseits wiederum die Stimmrechte der geschädigten Anleger infrage stellten.

Besonders pikant hierbei: Das Gericht gab den Anlegern/Rechtsvertretern Stimmrechte so, wie es für eine Entscheidung gebraucht wurde. Über den Verkauf von Grundstücken im Wert von 37 Mio. EUR

durften die Anleger entscheiden, über die Absetzung des Insolvenzverwalters nicht.

Man sei "über den Verlauf der Gläubigerversammlung sehr enttäuscht. Nach unserer Auffassung wäre eine gemeinsame Aufarbeitung des Finanzskandals durch den Insolvenzverwalter der Göttinger Gruppe, Professor Rolf Rattunde, deutlich sinnvoller gewesen", so die Rechtsanwältin Sabrina Kichner, PWB Rechtsanwälte aus Jena. "Besonders die Weigerung des Securenta-Insolvenzverwalters Peter Knöpfel, die Forderungen unsere Mandanten nicht als erstrangig anzuerkennen, entspricht unserer Meinung nach in keiner Weise der gültigen Rechtslage. Hier sollen offensichtlich die betrogenen Anleger nochmals zur Kasse gebeten werden." Fortsetzung folgt.

(Quelle: Deutscher Verbraucherschutzring e.V.)


Internationale Investorengruppe Aquila

27.03.2008 Schönhagen:

Der brandenburgische Flugzeugbauer Aquila in Schönhagen hat nach seiner Sanierung einen neuen Eigentümer. Insolvenzverwalter Bruno M. Küblerübergab das Unternehmen an eine internationale Investorengruppe. Alle 36 Beschäftigten des Betriebs, der künftig Aquila Aviation by Excellence AG heißt, seien übernommen worden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Aquila GmbH hatte im Januar 2005 Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hatte den einzigen brandenburgischen Flugzeugbauer in den letzten 3 Jahren umfassend reorganisiert. Trotzdem wurden weiterhin Aquila-Kleinflugzeuge gebaut und insgesamt 53 der modernen zweisitzigen Motorflugzeuge ausgeliefert, die Hälfte der Flugzeuge ins Ausland.

Die Firma mit Sitz am Flugplatz Schönhagen stellt das einmotorige, zweisitzige Flugzeug Aquila A 210 her. Nach Firmenangaben ist die Maschine wegen ihrer Sparsamkeit und Reichweite bei Flugschulen und Privatfliegern beliebt.

Das neue Management kündigte unterdessen weitere Investitionen an. Man werde die Bereiche wie bisher weiterführen und in Zukunft kräftig in die Produktentwicklung und -ausweitung sowie in die Bereiche Marketing und Vertrieb investieren, so der Vorstand der neuen Aquila Aviation by Excellence AG, Detlev Baumert. Das Unternehmen verfüge bereits über eine eigenständige Vertriebsund Marketingabteilung. Durch die Umstrukturierung der Abläufe sei es gelungen, die Produktionsdurchlaufzeiten zu halbieren.

(Quelle: Der Tagesspiegel)


Rettung von Ecomares geht in die entscheidende Phase

27.03.2008 Kiel/Büsum:

Die Büroräume mit Fördeblick im Kieler Sell-Speicher sind verwaist, das Insolvenzverfahren läuft, und für die rd. 2.200 Aktionäre gibt es keine Chance mehr, ihr Kapital von rd. 20 Mio. EUR zu retten. Das sind die traurigen Neuigkeiten vom Kieler Aquakulturspezialisten Ecomares. Die gute Nachricht: Die Chancen für einen Neustart unter neuem Eigentümer stehen gut.

Nach Angaben des Finanzchefs werden derzeit Verhandlungen mit mehreren Interessenten geführt - in Kürze soll eine Entscheidung gefällt werden. Ziel von Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder ist die übertragende Sanierung, also die Übernahme der Vermögenswerte. Die bestehen im diesem Fall besonders aus der Steinbutt-Zuchtanlage in Büsum, dem Forschungszentrum einschließlich Shrimps-Zuchtanlage in Strande, dem international gut eingeführten Markennamen sowie Forderungen aus internationalen Bauprojekten, für die Ecomares bereits in großem Umfang Entwicklungsarbeit geleistet hat.

Von den einst rd. 20 Mitarbeitern sind derzeit noch 12 dabei. Provisorische Büroräume hat Ecomares in Büsum bezogen.

(Quelle: Kieler Nachrichten)


Dietz'sche Stiftung ohne Zukunft?

26.03.2008 Bad Kissingen:

Es kommt nicht oft vor, dass eine Stiftung Insolvenz anmeldet. Bei der Dietz'schen Stiftung war dieser Weg allerdings unumgänglich geworden. Denn der Stiftungszweck konnte nicht mehr erreicht werden, weil die Stiftung ihr Vermögen verloren hat.

Die Dietz'sche Stiftung hatte bei der Sparkasse Bad Kissingen einen Kredit aufgenommen für die Renovierung von zwei der drei Dietz'schenHäuser, die dann an die Klinik Victoria verpachtetwurden. Doch auf dem Gesundheitssektor lief es nicht mehr so gut, was auch die Klinik Victoria zu spüren bekam. Die Klinik meldete Anfang Juli letzten Jahres Insolvenz an, infolge dessen vollzog auch die Dietz'sche Stiftung den Schritt in die Insolvenz.

Inzwischen sind die drei Gebäude und das Grundstück der Dietz'schen Stiftung verkauft. Der Gläubiger, die Sparkasse Bad Kissingen, gab dazu ihr Einverständnis. Ob die Stiftung selber nun ganz vor dem Aus steht, hängt davon ab, ob aus dem Verkauf der Immobilien ein Überschuss erzielt werden konnte.

Der Stiftungsrat wird jetzt über die Fortführung oder - was wohl wahrscheinlicher ist - über die Auflösung der Dietz'schen Stiftung einen Beschluss fassen. Mit der Veräußerung der Immobilien habe die Stiftung letztlich ihr Vermögen verloren. Seit der Insolvenz sei man aber mit der Stiftungsaufsicht in Würzburg in ständigem Kontakt gewesen, betonte der Rechtsrat.

(Quelle: MainPost)


Donges - Zuversicht trotz Insolvenz

21.03.2008 Darmstadt:

Donges musste die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Nach Angaben des Unternehmens zufolge war der Schritt notwendig geworden, nachdem sich gezeigt hatte, dass Verluste aus Kraftwerksaufträgen aufgrund gestiegener Einkaufspreise nicht mehr kompensierbar waren. Auch Nachverhandlungen mit den Auftraggebern hätten zu keinem Ergebnis geführt. Der Geschäftsbetrieb mit rd. 350 Mitarbeitern laufe aber in vollem Umfang weiter.

Ziel des Insolvenzantrags seien die Sanierung des Unternehmens und die Sicherung der Arbeitsplätze: "Mit der Insolvenz werden nunmehr die Weichen gestellt, das Unternehmen über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren."

Die Geschäftsführung des Darmstädter Traditionsunternehmens Donges Stahlbau GmbH hat sich auf einer Betriebsversammlung optimistisch gezeigt, den Geschäftsbetrieb weiterführen zu können. Auch der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Schlegel von der Kanzlei Henningsmeier in Eschborn habe sich in diesem Tenor geäußert.

Der Insolvenzantrag des Unternehmens, das 1872 durch Georg Donges als Schlosserei mit drei Mitarbeitern gegründet wurde, hat nicht nur angesichts der zuletzt getätigten Investitionen am Standort Darmstadt überrascht.

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)


Damenmodehaus Lorz ist insolvent

20.03.2008 Ulm:

Das traditionsreiche Modehaus Lorz am Münsterplatz musste überraschend beim AG die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Das Geschäft für gehobene Damenmode ist dieses Jahr 125 Jahre alt geworden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Arndt Geiwitz von der Neu-Ulmer Anwaltskanzlei Schneider, Geiwitz & Partner benannt, der die Insolvenz mit einer allgemeinen Kaufzurückhaltung und vergleichsweise niedrigen Umsätzen in den vergangenen Monaten bei einer gleichzeitig hohen Ladenmiete begründete.

Das Unternehmen geht aus der 1883 gegründeten Maßschneiderei von Johann Lorz hervor und beschäftigt 12 Mitarbeiter, deren Löhne bis Mai gesichert sind. Der Verkauf geht während des Insolvenzverfahrens normal weiter.

Der Insolvenzverwalter will in Kürze Gespräche mit Übernahme-Interessenten aufnehmen. In der Vergangenheit habe bereits einer der Lorz-Lieferanten das Modehaus kaufen wollen.

(Quelle: Südwest aktiv)


Flugzeughersteller Aquila gerettet -  Übergabe an neuen Besitzer

20.03.2008 Schönhagen:

 

Der insolvente Flugzeughersteller Aquila GmbH in Schönhagen ist gerettet. Einer der letzten Flugzeugbauer in Deutschland sei erfolgreich saniert worden und werde in Kürze an einen neuen Besitzer übergeben, teilte Insolvenzverwalter Bruno Kübler in Köln mit.

Die Aquila GmbH war Anfang 2005 mit 40 Beschäftigten in die Insolvenz gegangen. Nach einem 3-jährigen Sanierungsprozess sei die Aquila nun ein "innovatives, zukunftsfähiges Unternehmen", so der Insolvenzverwalter. Es seien 30 Arbeitsplätze erhalten worden. Die Firma stellt das einmotorige, zweisitzige Flugzeug Aquila A210 her. Die Maschine wird besonders von Flugschulen und Privatunternehmen gekauft.

(Quelle: Ad Hoc News)


Lüneburger Modefirma Lucia ist insolvent

19.03.2008 Lüneburg:

Das Lüneburger Textilunternehmen Lucia AG musste Insolvenz anmelden. Der Betrieb gehe aber normal weiter, hieß es aus Unternehmenskreisen. Nun solle es eine Zusammenkunft mit dem Insolvenzverwalter, dem Hamburger Rechtsanwalt Peter-Alexander Borchardt, geben. In Lüneburg stehen rd. 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel, 100 Menschen sind im rumänischen Sibiu beschäftigt. Nach Verlusten von 10 Mio. EUR im Jahr 2006 war die Lüneburger Belegschaft bereits halbiert worden.

Im Sommer 2007 hatte sich die Gründerfamilie Pfohe aus dem Unternehmen zurückgezogen. Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Capital Management-Partners (CMP) übernahm daraufhin die Mehrheit an Lucia. Neuer Minderheitsgesellschafter wurde der Vorstandschef Burkhard Stuhlemmer. Mit neuen Kollektionen wollte Lucia wieder in die Gewinnzone kommen. Der verstärkte Vertrieb über eigene Geschäfte sollte helfen, die Firma unabhängiger vom klassischen Einzelhandel zu machen und schneller auf veränderte Modetrends reagieren zu können. Für 2008 hatte Lucia wieder ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.

(Quelle: Welt online)


Literatursender Lettra meldet Insolvenz an

19.03.2008 Berlin:

Knapp 4 Monate nach Sendebeginn musste der Literaturkanal Lettra beim Berliner AG Charlottenburg Insolvenz anmelden. Eine Sprecherin des Unternehmens gab aber an, dass der Sendebetrieb zunächst mit dem gesamten Team weiter gehe. Das Unternehmen suche einen Investor. Der Gang zum AG war nach Angaben des Berliner Senders notwendig geworden, weil erwartete Fördergelder Berlins ausblieben.

Lettra ist im Bezahlfernsehen zu sehen, u.a. bei Premiere Star und arenaSat. Geworben hatte der Sender, der sich als Lotse durch den Büchermarkt sieht, vor allem mit dem Moderatorenpaar Bärbel Schäfer und Michel Friedman. Lettra berichtete kürzlich auch von der Leipziger Buchmesse.

Der Grund der Insolvenzanmeldung liegt nach Unternehmensangaben offenbar in fehlenden liquiden Mittel, die durch die nachgelagerten Institutionen der Stadt Berlin, die Investitionsbank Berlin (IBB) und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin Brandenburg (MBG), nicht, wie zugesagt, als stille Beteiligung ausgeschüttet wurden.

(Quelle: Infosat)


St.-Josef-Krankenhaus steht wieder auf stabilen Füßen

19.03.2008 Viernheim:

Die Sanierung des St.-Josef-Krankenhauses ist jetzt auch formell abgeschlossen: Das verkündete jetzt Stiftungsvorstand Horst Piepenburg. Beim Abstimmungstermin vor dem AG Darmstadt hätten die Gläubiger mit der "überwältigenden Mehrheit" von 98 % dem Insolvenzplan zugestimmt. Er sieht eine 80 %ige Begleichung der Forderungen vor. Für den Plan mitverantwortlich ist der Mannheimer Rechtsanwalt und Sachwalter Tobias Hoefer.

St. Josef beschäftigt z.Zt. 98 Mitarbeiter. Das sind 23 Personen mehr als zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.9.2006. Die Auslastung liege bei knapp 80 %.

Nach Angaben der Stiftung wird das Gericht in Kürze die Aufhebung des Insolvenzverfahrens beschließen. Mit der Auszahlung der Gelder könnten die Gläubiger bis Ende Mai rechnen.

(Quelle: Morgenweb)


Restaurant "Schinkenkruse" ist in Notlage

19.03.2008 Luhden/Schermbeck:

Über das Vermögen der Geschäftsführerin des am Steinbrink ansässigen und 1886 gegründeten Traditionshauses ist am AG Bückeburg das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Zum Insolvenzverwalter ist Matthias Lehmann, von der Kanzlei Handschuh + Lehmann, Bückeburg, bestellt worden. Trotz des aktuell laufenden Verfahrens bleibt die Schinkenkruse - zumindest - über die Osterfeiertage geöffnet.

Fest steht, so der Insolvenzverwalter, dass das Restaurant die laufenden Betriebskosten nicht mehr tragen könne. Hauptgläubiger seien die Krankenkassen. Derzeit sei die Kanzlei damit beschäftigt, ein Fortführungskonzept für die Schinkenkruse zu entwickeln.

(Quelle: Schaumburger Nachrichten)


Wurmberg-Gaststätte meldet Insolvenz an

18.03.2008 Braunlage:

Die Gaststätte auf dem Wurmberg befindet sich in Insolvenz. Der Betrieb auf dem höchsten Berg Niedersachsens geht aber zunächst weiter, teilte Insolvenzverwalter Manfred Siebke mit. Der Braunschweiger Rechtsanwalt hat mit dem Braunlager Manfred Hoffmann einen Fachmann damit beauftragt, die Geschäfte auf der Wurmbergkuppe vorerst weiter zu führen.

Betroffen sind von der Insolvenz laut Insolvenzverwalter sechs Mitarbeiter. Zunächst werde versucht, den Betrieb insgesamt zu veräußern. Angeblich gibt es bereits einige Interessenten. Zu einem Abschluss sei es bislang aber noch nicht gekommen.

Der bisherige Betreiber hatte laut dem Insolvenzverwalter Insolvenz anmelden müssen, weil er überschuldet und zahlungsunfähig war.

(Quelle: Goslarsche Zeitung)


Schuh-Rohde ist gerettet

14.03.2008 Schwalmstadt:

Der insolvente Schuhhersteller Rohde (ZInsO berichtete) hat neue Eigentümer. Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Square Four übernimmt mit der Investmentbank Morgan Stanley das in die Krise geschlitterte nordhessische Traditionsunternehmen.

Die neuen Eigner übernehmen alle 300 Mitarbeiter in Schwalmstadt. Die Belegschaft muss aber harte Einschnitte hinnehmen. Square Four habe mit Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft IG BCE ein Standortsicherungspaket vereinbart. Danach müssen die Mitarbeiter auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld für dieses Jahr sowie auf Einkommen im Schnitt von etwa zehn Prozent verzichten.

Das Ergebnis biete allen die Perspektive, ihre Arbeitsplätze langfristig zu halten. Die Investoren hätten eine Standortgarantie abgegeben. Im März vergangenen Jahres hatte die Geschäftsführung von Rohde den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen - 60 Jahre nach Gründung. Die Erklärung der Manager lautete: Wegen des milden Wetters sei der Verkauf von Winterschuhen schlecht gelaufen; infolge des Umsatzeinbruchs hätten kurzfristige Schulden nicht bezahlt werden können.

Damals beschäftigte die Rohde Gruppe 1.700 Mitarbeiter - 500 davon in Schwalmstadt. Wegen bestehender Überkapazitäten hatte Insolvenzverwalter Carsten Koch das Personal am hessischen Standort um gut ein Drittel reduziert. Zudem hat die Marburger Staatsanwaltschaft den früheren Chef des Unternehmens wegen Betrugs angeklagt. Er wird zudem verdächtigt, die Insolvenz verschleppt und Bilanzen gefälscht zu haben.

(Quelle: Frankfurter Rundschau)


Darmstädter Fussballverein SV 98 stellt Insolvenzantrag

12.03.2008 Darmstadt:

Der verschuldete Darmstädter Fussballverein SV 98 hat beim Darmstädter AG Insolvenz beantragt. Bei diesem Verfahren wird das vorhandene Vermögen des Vereins gesichtet und, soweit vorhanden, an die Gläubiger verteilt.

Zum vorläufigen Verwalter bestimmte das Gericht den Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner. Der erfahrene Insolvenzverwalter ist bereits seit 2 Jahren erfolgreich bei dem ehemaligen Oberligisten 1. FC Eschborn in dieser Funktion tätig.

Bei einem Verein besteht die Besonderheit, dass diesem mit einem Insolvenzplan geholfen werden soll. Denn bei einem Verkauf oder einer Neugründung würden die Lizenzen des Clubs verloren gehen. Alle Entscheidungen des Vorstands, der auch weiter im Amt bleibt, müssen nun mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter abgesprochen werden. Wenn diese Zusammenarbeit gelingt, ist es möglich, einen Verein zu erhalten.

(Quelle: Echo online)


Rettungsversuch für inn-co GmbH

10.03.2008 Schwarzenfeld:

Die Geschäftsführung der Schwarzenfelder inn-co GmbH musste Insolvenzantrag stellen. Das Unternehmen, das Messgeräte und -vorrichtungen für Kunden in aller Welt produziert, beschäftigte zuletzt 31 Mitarbeiter.

Das Insolvenzgericht Amberg setzte Rechtsanwalt Dr. Jochen Zaremba aus der Kanzlei Schwartz Rechtsanwälte als vorläufigen Insolvenzverwalter ein, um eventuell noch bestehende Chancen für das Unternehmen zu nutzen.

Obwohl Dr. Zaremba vor Ort einen bereits nahezu stillgelegten Betrieb vorfand, leitete dieser in Abstimmung mit dem Insolvenzgericht Sofortmaßnahmen zur Rettung und Fortführung des Unternehmens ein.

Der Insolvenzantrag wurde im vorliegenden Fall aber vergleichsweise spät gestellt. Eine Rettung könne daher nur gelingen, wenn zeitnah ein Investor gefunden wird.

(Quelle: Oberpfalznetz)


Investor rettet Traditionsdruckerei Kastner & Callwey

10.03.2008 Forstinning:

Für den seit August 2007 insolventen Druckereibetrieb Kastner & Callwey in Forstinning gibt es wieder eine neue, dauerhafte Zukunftsperspektive.

Der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé teilte mit, dass ein strategischer Investor gefunden sei, der den Bestand des Betriebs und der derzeit noch rd. 50 Arbeitsplätze dort gewährleistet. So wird eine neue Gesellschaft unter dem Namen ,,Kastner & Callwey Medien GmbH" den Betrieb mit Wirkung zum 1.4.2008 fortführen und die Mitarbeiter übernehmen.

Acht Monate nach dem Insolvenzantrag ist die Sanierung des Betriebs damit abgeschlossen. Der vollstufige Bogenoffsetdruckereibetrieb produziert seit 1991 in Forstinning in erster Linie hochwertige Drucksachen wie Kataloge, Prospekte und Geschäftsberichte für große Unternehmen. Erst 2007 hatte eines seiner

Produkte den ersten Preis der deutschen Druckindustrie gewonnen. Zu den rd. 150 Kunden zählen die Automobilindustrie, Verlage, Agenturen und Mode- und Schmuckunternehmen mit höchsten Qualitätsansprüchen.

Die von einem strategischen Investor geführte neue Gesellschaft übernimmt auf dem Weg einer übertragenden Sanierung neben dem Geschäftsbetrieb auch alle Vermögensgegenstände und Rechte. Die neue Gesellschaft knüpft bewusst an die über 120- jährige Tradition ihrer Vorgängerin an.

(Quelle: Merkur online)


Bergfelder Kopf AG - 118 Arbeitsplätze gerettet

08.03.2008 Bergfelden:

Die nicht vom Insolvenzantrag betroffenen operativen Tochtergesellschaften der Bergfelder Kopf-AG wurden in eine neue Holding- Struktur überführt und finanziell von der Kopf-Gruppe abgekoppelt.

Drei Wochen nach Insolvenzantrag gaben Insolvenzverwalter Dr. Wolfgang Bilgery aus Stuttgart und die Geschäftsleitung der Kopf AG Bergfelden die Übertragung der operativen Kopf-Tochtergesellschaften "Anlagenbau", "Apparatebau- und Schweißtechnik", "Solarstromtechnik" sowie "Technische Gebäudeausrüstung" in eine neue Holding-Gesellschaft bekannt. Gesellschaftsrechtlich und finanziell wurde somit ein klarer Schnitt zur insolventen Kopf AG gemacht.

Die Anteile an der neuen Holding werden vorläufig noch vom Insolvenzverwalter gehalten. Es ist geplant, die Beteiligung an der Holding Investoren zur Übernahme anzubieten. Mit nicht näher definierten Übernahmeinteressenten würden erste Gespräche geführt.

Im Umstrukturierungsjahr 2007 hatten die Kopf-Gesellschaften zwar schwarze Zahlen geschrieben, es waren aber immer wieder "Altlasten" aus Zeiten der alten AG aufgetaucht, heißt es in Bergfelden, welche die Kopf-Gruppe und ihre Gesellschaften ein ums andere Mal finanziell in Bedrängnis brachten und schließlich zur Insolvenz führten.

Die beteiligten Banken und Kreditversicherer hätten angekündigt, die vier operativen Kopf-Gesellschaften nun nicht mehr für die Verbindlichkeiten der alten Kopf AG in Anspruch nehmen zu wollen. Durch den Verzicht auf die Geltendmachung der gesamtschuldnerischen Haftung haben die Großgläubiger der Kopf AG das Überleben der operativen Gesellschaften ermöglicht. Damit sei die Insolvenzgefahr für diese Unternehmen mit ihren insgesamt 118 Beschäftigten nun endgültig abgewendet.

(Quelle: Neckar Chronik)


Eurogruppe-IBEKA - BGH bestätigt Insolvenzplan - Verteilungsmasse: 8 Mio. Euro bei Graumarktunternehmen

06.03.2008 Bremen:

Mit Beschl. v. 10.1.2008 - IX ZB 97/07, billigte der BGH den Insolvenzplan des Insolvenzverwalters der IBEKA Immobilien Beteiligungs AG, Würzburg (Graumarktunternehmen mit atypischen Beteiligungen). Der Insolvenzverwalter hatte bei den geschädigten Anlegern unterschieden zwischen solchen mit tituliertem Anspruch und solchen ohne Urteil. Diejenigen mit Urteil sollten eine Quote von 61 % erhalten, die ohne Urteil eine von ca. 8 % von der Masse. Der Gesamtschaden bei der Würzburger Gruppe betrug 109,6 Mio. EUR in Gestalt von atypischen Beteiligungen. Der BGH führte in der Entscheidung aus: "Die Rechtsbeschwerde wirft die ihrer Ansicht nach rechtsgrundsätzliche Frage auf, ob der Gruppenbildung nach § 222 InsO der Gleichheitsgrundsatz gewahrt ist, wenn rechtlich gleiche Forderungen in unterschiedliche Gruppen eingeordnet werden. Die Antwort auf diese Frage ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz. Gem. § 222 Abs. 2 InsO können aus den Gläubigern mit gleicher Rechtsstellung Gruppen gebildet werden, in denen Gläubiger mit gleichartigen wirtschaftlichen Interessen zusammengefasst werden." Erforderlich sei eine sachgerechte Abgrenzung und die Wiedergabe der Abgrenzungskriterien in dem Insolvenzplan. Dieses sei auch im IBEKA- Insolvenzplan beachtet worden. An Immobilien war seinerzeit das Eurocenter, der Hotelturm und das Siemensgebäude vorhanden gewesen. Bei dem Hotelturm in Bahnhofsnähe soll die Bodenstatik wegen zuvor nicht beachteter weicher Bodenschichten nicht stimmen. Der Verkauf der Türme war bereits vor der Insolvenz von dem Initiator geplant gewesen mit dem Ziel, die Anlegerinteresse zu umgehen und die IBEKA still zu liquidieren. Nach Auffassung der Rechtsanwälte Robert, Kempas, Segelken, Bremen, Kapitalanlagerecht, erfasst der BGH-Beschluss nicht die Feststellungsansprüche der Konzernanleger bei der Bialek AG, GOJ AG, GOJ II AG, Pierenz AG, Schuster-Schreiber AG, Euro-Pool AG, Knothe AG, Lenz AG, Lenz II AG und der IBEKA AG. Das LG München erklärte in einem Termin zur mündlichen Verhandlung, dass es hier auf den Inhalt der mündlichen Risikoaufklärungen ankomme. Der Streitwert belief sich in allen Fällen auf 61 % der Nominalforderung und nicht auf die mögliche Quote. Die Insolvenzmasse beträgt 8.057.674,16 EUR .

(Quelle: News4press)


Ford-Autohaus Sattler erfolgreich saniert

06.03.2008 Neuwied:

Das im November 2007 in Insolvenz geratene Ford-Autohaus Sattler scheint gerettet. Wie der zuständige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Jens Lieser mitteilte, konnte das Neuwieder Unternehmen mit seinen vier Standorten in Neuwied, Dierdorf, Idstein und Westerburg erfolgreich saniert werden.

Nach Gesprächen des Insolvenzverwalters mit den jeweiligen Betriebsleitern und diversen Privatinvestoren sei die Fortführung der Standorte und damit der Erhalt fast aller 100 Arbeitsplätze gesichert. Nach Auskunft Liesers wurde der Hauptbetrieb bereits Anfang Februar von der Auffanggesellschaft Sattler Automobile GmbH übernommen. Die Mitarbeiter und das Sattler-Haupthaus in Neuwied seien inzwischen innerhalb des Ortes verlagert worden. Dort gehe der Werkstattservice sowie der Verkauf von Neu- und Gebrauchfahrzeugen der Marken Opel und Ford unverändert weiter.

Bereits Anfang März hatten an den Standorten Dierdorf und Idstein die eigenen Betriebsleiter den jeweiligen Autohaus- und Werkstattbetrieb (Management-buy-out) übernommen. Am Standort Westerburg will der bisherige Betriebsleiter ebenfalls mit der Unterstützung von Privatinvestoren noch im März das Autohaus erwerben und dort Verkauf und Service für die Marken Ford und Suzuki anbieten.

(Quelle: KFZ Betrieb)


Balda in Insolvenzgefahr

06.03.2008 Bad Oeynhausen:

Der Handyzulieferer Balda schwebt in Insolvenzgefahr. Grund ist ein höher als erwarteter Verlust in der kürzlich verkauften europäischen Handyschalen-Produktion. Verhandlungen mit Banken über Kredite laufen. Die bestehende Liquidität reiche zzt. nicht aus, um einen fälligen Verlustausgleich in voller Höhe erbringen zu können, teilte Balda mit. Balda muss aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen noch für die Verluste der zum Jahresende abgestoßenen Töchter Balda Solutions Deutschland GmbH, Balda Werkzeugbau GmbH und Balda Solutions Hungaria Kft. gerade stehen. Die Balda AG hatte stets bestritten, dass bei den Ex-Töchtern ein nennenswerter Verlust aufgelaufen sei. Ein Sprecher bezifferte die Belastung nun auf unter 30 Mio. EUR. Banken prüfen laut einem Analysten gerüchteweise schon die Möglichkeit einer Insolvenz der Balda AG.

Balda hatte erst im Dezember mit einer Kapitalerhöhung 68 Mio. EUR eingenommen. Möglicherweise könnte es letztlich doch zu einem Verkauf des Touchscreen-Geschäfts kommen.

(Quelle: Freies Wort)


Electronic-Partner beliefert alle Filialen - Insolvente MediMax-Filialen bleiben geöffnet

06.03.2008 Düsseldorf:

Die 27 insolventen MediMax-Filialen bleiben geöffnet und bieten das vollständige Produktprogramm an Elektronikgeräten. Insolvenzverwalter Rolf Rattunde von der Berliner Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner konnte sich mit der Electronic Partner GmbH in Düsseldorf einigen, die Filialen mindestens bis Anfang Mai zu beliefern.

Alle 27 Standorte seien demnach und auch die Arbeitsplätze der 680 Mitarbeiter seien für die nächsten 2 Monate gesichert. Man suche nun Investoren, prüfe daneben aber auch die Möglichkeit eines Insolvenzplans zur Weiterführung des Unternehmens.

Am 15. Februar hatte die Multi-Media ProMarkt Handels GmbH in Berlin Insolvenz angemeldet. Die Firma ist Franchisenehmer der MediMaxZentrale Elektronic GmbH in Düsseldorf für 27 Filialen. Nach einer Kündigung des Delkrederevertrages durch Electronic-Partner musste ProMarkt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beantragen.

Insolvenzverwalter Rattunde hat alle 27 insolventen Filialen seither fortgeführt. Geschlossen bleiben lediglich jene vier Filialen, die bereits vor dem Insolvenzantrag geschlossen wurden. Für Kunden der insolventen Filialen ändert sich nichts. Im Programmangebot und Service unterscheiden sie sich nicht von jenen Filialen, die nicht insolvent sind.

(Quelle: ChannelPartner)


Schenk produziert trotz Insolvenz weiter

05.03.2008 Esslingen-Berkheim:

Die Firma Schenk Plastic Solutions aus Berkheim hat Insolvenz angemeldet. Entsprechende Medieninformationen wurden durch die Kanzlei des Stuttgarter Insolvenzverwalters Manfred Dobler bestätigt. Das Unternehmen, das Kunststoffteile u.a. für die Automobilindustrie herstellt und in Esslingen 230 Mitarbeiter sowie weitere 100 Leiharbeiter beschäftigt, soll jedoch weitergeführt werden. Entlassungen sind im Moment nicht geplant.

Die Löhne seien vorerst gesichert, trotz der Insolvenz laufe die Produktion normal weiter und ein Stellenabbau ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Thema. Die Firma, die am Stammsitz in Berkheim und in den Werken in Bretten und im tschechischen Liberec insgesamt rd. 500 Mitarbeiter beschäftigt, genieße in der Branche einen guten Ruf. Das Unternehmen produziert u.a. Sitzverkleidungen und Kopfstützen für die C- und E-Klasse von Mercedes und Griffe für Kärcher-Hochdruckreiniger.

Die Gründe für die Insolvenz reichen offenbar bis ins Jahr 2005 zurück. Damals hatte der Finanzinvestor Argantis mit Hilfe von Bankkrediten die Firma von der Schweizer Sarna AG gekauft. Die Schulden sollten mit den Erlösen des Unternehmens getilgt werden. Doch die sprudelten nicht wie erhofft. 2006 machte Schenk erstmals in der Firmengeschichte Verluste und strich in Berkheim 25 Stellen, auch im vergangenen Jahr schrieb das Unternehmen rote Zahlen. So hatte das Unternehmen trotz voller Auftragsbücher massive Probleme, seine Verbindlichkeiten zu begleichen.

(Quelle: Esslinger Zeitung)


Insolvenzverfahren gegen Maxfield eröffnet - Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

03.03.2008 Düsseldorf:

Wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit hat das AG Düsseldorf das Insolvenzverfahren gegen die Firma Maxfield von Franjo Pooth eröffnet, teilten der zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Michael Bremen und das AG mit. Am 6.5.2008 will der Insolvenzverwalter den Gläubigern Bericht erstatten und über die Ursachen der Maxfield-Pleite und die Aussichten, ausstehendes Geld zurückzuerhalten, Auskunft geben.

Unterdessen werden Einzelheiten der Insolvenz des Unternehmens des Ehemanns der Werbe-Ikone Verona Pooth bekannt: Maxfield, das vor allem MP3-Spieler verkauft hat, soll bis zu 14 Mio. EUR Schulden haben, dem Vernehmen nach davon allein 9 Mio. EUR bei der Sparkasse Düsseldorf. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Geschäftsführer Pooth wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung, außerdem gegen Verantwortliche der Sparkasse, die teure Geschenke angenommen haben sollen.

(Quelle: Welt Online)


Tragfähiges Übernahmekonzept für CD-Werk Dassow fehlt noch

03.03.2008 Dassow:

Die Unsicherheit wegen der beruflichen Zukunft der Beschäftigten im früher größten CD- und DVD-Werk Europas in Dassow bleibt bestehen. Der Gläubigerausschuss hat entgegen den Erwartungen am Wochenende noch keine Entscheidung getroffen, ob die von Schließung bedrohte Fabrik verpachtet und die Produktion mit rd. 300 Mitarbeitern weitergeführt werden kann. Die britische Spin

Group hatte dafür ein Angebot unterbreitet, um gemeinsam mit einem dänischen Partner Zeit zu gewinnen.

Wie der Betriebsrat mitteilt, soll aber nach Angaben des Insolvenzverwalters Marc Odebrecht noch ein tragfähiges Finanzkonzept für die vollständige Übernahme des insolventen Unternehmens fehlen, es habe aber gute Gespräche gegeben. Eine Entscheidung solle kurzfristig fallen, dennoch könne die Verpachtung an die Spin Group nur eine Übergangslösung sein.

(Quelle: Welt Online)


Ricö in schweren Turbulenzen

29.02.2008 Osterrode:

Die Firma Ricö Internationale Transporte und Logistik GmbH in Osterrode versucht eine Insolvenz in letzter Sekunde abzuwenden. Kurzfristig soll eine entsprechende Entscheidung gefällt werden. Man bestreite aber vehement, Insolvenz angemeldet zu haben.

Aus Unternehmenskreisen war zu erfahren, dass als Gründe für die angespannte Lage u.a. Außenstände in Millionen-Euro-Höhe zählen. Außerdem sei das Unternehmen Ricö, das erst 1992 gegründet worden war, in den letzten Jahren zu schnell gewachsen.

Das Unternehmen unterhält 2.500 eigene Fahrzeuge und beschäftigt 3.000 Mitarbeiter. Ein Teil der Flotte wurde inzwischen stillgelegt. Kündigungen von Mitarbeitern stünden indes "derzeit nicht zur Debatte". Stattdessen wolle man nun das Unternehmen unbedingt retten. Möglich gemacht werden soll dies dank einer Zwischenfinanzierung durch ein Bankenkonsortium unter der Federführung der Dresdner Bank.

(Quelle: Verkehrsrundschau)


Mitte März kann die Insolvenz aufgehoben werden

29.02.2008 Glashütte:

Der sächsische Luxusuhrenhersteller Mühle-Glashütte GmbH ist Medienberichten zufolge gerettet. Mitte März könne demnach die Insolvenz aufgehoben werden. Das Unternehmen hatte im Juli 2007 nach einem verlorenen Rechtsstreit um die Herkunftsbezeichnung Glashütte mit dem Uhrenhersteller Nomos Insolvenz angemeldet. Mühle Glashütte mit heute 42 Beschäftigten war 1869 gegründet worden, aber erst später entwickelte sich die Fabrikation mechanischer Armbanduhren zum Kerngeschäft. Nach der Verstaatlichung in der DDR gelangte sie 1994 wieder in Familienbesitz. Glashütte gilt als Zentrum der sächsischen Uhrenindustrie, der Ort steht vor allem für hochwertige, handgefertigte Uhren.

(Quelle: PR inside)


Weger hat Insolvenz angemeldet

28.02.2008 Hückeswagen:

Die Firma Weger, im Bereich Grafik, Werbung, Digital- und Siebdruck tätig, musste Insolvenz anmelden. Firmenchef Heinz Weger hat aber noch Hoffnung, das Unternehmen halten zu können.

Jetzt liege es am Insolvenzverwalter - in den setzen der Firmenchef und seine über 40 Mitarbeiter an den beiden Standorten große Hoffnungen - doch der habe sich noch nicht gemeldet.

Man sei sich aber sicher, dass es nur durch Einsparungen in allen Bereichen gehen könnte - man habe vor geraumer Zeit schon Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. Waren vor 3 Jahren noch mehr als 70 Mitarbeiter bei der Weger GmbH beschäftigt, sind es inzwischen rd. 30 weniger. Auch gab es bereits Gespräche mit potenziellen Investoren, hier sei man in einer Warteschleife.

(Quelle: RP Online)


Es brodelt in der Mensaküche - Produktionsfirma für Mensa-Essen in Schwierigkeiten

26.02.2008 Offenburg:

Die Produktionsfirma für das Mensa-Essen - salopp gesagt die Mensaküche - die Integra Ortenau GmbH, ist insolvent. Insolvenzverwalterin Heike Simon gab nach einer ersten Bestandsaufnahme an, dass das Essen aber bis "Ostern auf dem Tisch steht".

Die Integra bereitet im Auftrag der Beck-Gastronomie als Subunternehmen das Essen für die Schüler zu, das dann vor Ort von Mitarbeitern der Beck-Gastronomie verteilt wird. Seit Januar haben die vier Integra-Mitarbeiter nun aber kein Geld gesehen. Als Grund für die Schwierigkeiten nannte man weit hinter den Erwartungen zurückliegenden Essenszahlen in den fünf Offenburger Schulmensen.

Die vorläufige Insolvenzverwalterin Heike Simon informierte die Integra-Mitarbeiter vor Ort über die Insolvenz. Zur Höhe der Verbindlichkeiten konnte sie noch keine Angaben machen, da sie die Bücher noch nicht gesehen habe. Ob und wie es mit der Integra GmbH weitergeht, dazu konnte die Insolvenzverwalterin noch keine Aussage machen.

(Quelle: Baden Online)


Lausitzer Glashütte meldet Insolvenz an

23.02.2008 Döbern:

Die Lausitzer Glashütte AG hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag sei wegen Liquiditätsproblemen von der Geschäftsführung gestellt worden, teilte eine Sprecherin des vorläufigen Insolvenzverwalters Rüdiger Wienberg mit. Derzeit werden die Sanierungschancen des Unternehmens geprüft. Das Unternehmen stellte bereits 1994 und 2001 Insolvenzanträge.

Die Lausitzer Glashütte beschäftigt den Angaben zufolge 132 Mitarbeiter. Diese hätten seit Januar keine Löhne erhalten. Wienberg will sich nun um eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bemühen. Der Betrieb produziert seit 140 Jahren in Döbern sowie in der Manufaktur Krongut Bornstedt in Potsdam hochwertiges Kristallglas.

(Quelle: PR-Inside)


Heibl-Beschäftigte melden Insolvenz an

22.02.2008 Röslau:

Der Kunststoffhersteller Heibl in Röslau ist in Insolvenz. Davon betroffen sind die 30 Beschäftigte, die zuletzt noch bei der Firma angestellt waren. Besonders bemerkenswert: Die Insolvenz wurde von der Belegschaft angemeldet. Damit wollen die Beschäftigten, ihre seit Monaten ausstehenden Löhne sichern.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Gerald Bittner von der Hofer Kanzlei Schneiderbanger eingesetzt. Die Kanzlei teilte lediglich mit, dass der Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres aufrecht erhalten werde. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren seien bereits geführt worden.

Der schleppende Auftragseingang hatte dazu geführt, dass das Unternehmen gegenüber seinen Beschäftigten erhebliche Gehaltsrückstünde vor sich herschob. Alleingesellschafterin Ilse Heibl hatte allerdings immer darauf geachtet, dass nie die Grenze von 3 Monaten überschritten wird, was die Belegschaft zum Stellen des Insolvenzantrages berechtigt hätte. Dann war aber die Überraschung der Beschäftigten groß, als es in einem Schreiben hieß, dass die Firma schon zum 1. Januar dieses Jahres an eine "eMBe Kunststofftechnik GmbH & Co. KG" mit Sitz in Leipzig verkauft worden sei. Umso befremdeter waren Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft, als sie feststellten, dass die übernehmende Firma völlig unbekannt war. So sei die "eMBe Kunststofftechnik" nicht im Leipziger Handelsregister eingetragen gewesen. Der neue Geschäftsführer, der Bankkaufmann Michael Beisegel ist vor allem durch zwei andere Pleiten bekannt. Er war Geschäftsführer zweier Firmen in Berlin, die 1995 und 2002 in Konkurs gingen.

Obwohl man versicherte, Heibl fortführen zu wollen, hatte die Belegschaft von Beginn an den Verdacht, dass die Verwertung der Maschinen im Vordergrund stand. Dazu kann es nun allerdings nicht mehr kommen.

Bei dem Röslauer Unternehmen handelt es sich um die ehemalige Sparte Spritzguss des Selbitzer Heibl-Werks. Dort wurden jahrzehntelang Telefon-Geräte für die Post hergestellt.

(Quelle: Frankenpost)


Ehemaliges Autohaus wird Fitness- und Wellnesscenter

22.02.2008 Vechelde:

Neues Leben im ehemaligen Autohaus Opitz in Vechelde: Ein Investor hat die Gebäude gekauft, um sie als Bestandteil des riesigen Fitness- und Wellnesscenters nutzen zu lassen. Zusätzlich zum 9000 qm großen ehemaligen Opitz-Areal sollen für das Fitnessund Wellness-Center weitere (gemeindeeigene) Flächen im angrenzenden Gewerbegebiet erworben werden.

Im vergangenen Juli hat das Autohaus Opitz Insolvenz angemeldet: Grund war ein Liquiditätsengpass bei der Abwicklung von Tagesgeschäften (wie in ZinsO berichtet). Insolvenzverwalter Stefan Ebeling schildert, zunächst sei es das Anliegen gewesen, dort wieder einen Autohändler anzusiedeln. Man hatte mehrere Interessenten, aber die Rahmenbedingungen, die Autohersteller an Händler stellen, seien einfach unerfüllbar.

In dem jetzt zu bauenden Center - ein Millionenprojekt - werden alle erdenklichen Angebote im Fitness- und Wellnessbereich vorgehalten, aus der gesamten Region werden die Kunden erwartet.

Gaststättenbereich, Schwimmbad, Physiotherapeuten und Cardiotraining sollen ebenfalls zum Service gehören.

(Quelle: Newsclick)


Elektronik-Discounter - Gebrüder Wegert melden Insolvenz an

16.02.2008 Berlin:

Die Berliner Gebrüder Wegert, einst durch die Handelskette Foto-Radio-Wegert zu Reichtum und lokaler Berühmtheit gelangt, haben mit ihrem Unternehmen "Multi-Media ProMarkt Handels GmbH" Insolvenz angemeldet. Davon betroffen sind 27 Filialen der Elektronik-Handelskette MediMax, deren Betreiber die Gesellschaft ist. Der Betrieb werde aber vorerst fortgeführt. Grund der Zahlungsprobleme sei die überraschende fristlose Kündigung einer Haftung gewesen, hieß es. Betroffen seien 570 Mitarbeiter. Die Filialen der Wegerts sind über ganz Deutschland verteilt, mit Schwerpunkt im Osten und Berlin.

Die nun von der Insolvenz betroffenen Häuser gehen auf ehemalige ProMarkt-Geschäfte zurück. Diese Kette, einst Hauptkonkurrent der Metro-Tochter MediaMarkt, hatten die Brüder in den 90er Jahren an die britische Kingfisher-Gruppe verkauft, 2003 dann zu einem symbolischen Preis wieder übernommen. Die Briten hatten nichts außer Verluste gemacht und wollten ProMarkt nicht mehr. Wegerts änderten den Namen in MakroMarkt.

(Quelle: Die Welt)


Neuanfang nach der Krise - bei Dauser in Schönberg geht es weiter

15.02.2008 Lindow:

Mit dem Landmaschinenhandel aus Schönberg geht es weiter. Im Oktober hatte die Jürgen Dauser Landmaschinen-Handelsgesellschaft bei Bremen Insolvenz angemeldet - und damit ihre profitable Schönberger Filiale mit in die Krise gerissen.

Am 19.12.2007 wurde von einem ehemaligen Mitarbeiter die RHS gegründet. Für den Neuanfang hatte der Insolvenzverwalter aus Verden zunächst Hilfe zugesagt, dann aber am 28.12. das Kaufangebot für das Schönberger Firmengelände abgelehnt. Mit zunächst drei fest angestellten Mitarbeitern werden jetzt inzwischen wieder neue Mähdrescher, Traktoren und Zubehör verkauft. Bis April soll die gesamte ehemalige Belegschaft mit dem bewährten Service wieder an Bord sein.

(Quelle: Märkische Allgemeine)


Metzgerei Köhler erneut in wirtschaftlicher Schieflage

14.02.2008 Münchberg:

Nach der Insolvenz im Juli 2007 und der anschließenden Fortführung des Betriebs war nun für die Metzgerei Köhler erneut der Gang zum Insolvenzgericht notwendig. Dort wurde am 31.1. die vorläufige Insolvenzverwaltung durch den Hofer Rechtsanwalt Christian Adolf angeordnet.

Fünf Mitarbeiter und ein Auszubildender sind von der wirtschaftlichen Schieflage des Handwerksbetriebes betroffen. Doch es gibt Hoffnung - Rechtsanwalt Christian Adolf gab an, dass es gelungen sei, den Betrieb zu stabilisieren. Gespräche mit Hauptlieferanten und Energieversorger hätten ergeben, dass die Versorgung mit Nachschub und Energie gewährleistet sei.

Zu den Ursachen, die zur zweiten Insolvenz innerhalb von nur 5 Monaten geführt haben, möchte sich der vorläufige Insolvenzverwalter nicht festlegen. Zum einen seien drastische Umsatzeinbußen bei gleichzeitigen hohen Kosten festzustellen gewesen. Mit ein Grund könnte auch gewesen sein, dass die Metzgerei Köhler nur lokal in Münchberg vertreten sei.

(Quelle: Frankenpost)


Gesamtsanierung von Astroh Küchen gescheitert

13.02.2008 Bochum:

Die Gesamtsanierung für den insolventen Bochumer Küchen-Spezialisten Astroh ist gescheitert. Wie das Unternehmen mitteilte, führten Verhandlungen über "eine größere Investorenlösung" zu keinem positiven Abschluss, weil sich kein Interessent für die gesamte Unternehmensgruppe fand. Jetzt sei man dabei über einzelne Standorte zu verhandeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. So seien die Standorte in Delmenhorst und Senden übertragen, und die neuen Mieter hätten bereits Gespräche mit dem Astroh-Beschäftigten über eine Beschäftigung aufgenommen, hieß es.

Astroh war vor über 80 Jahren gegründet worden und hatte sich in der jüngsten Vergangenheit auf Küchen spezialisiert. Ende November 2007 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Astroh zehn Küchenhäuser in der Rhein-Ruhr-Region und elf weitere u.a. in Berlin, Hamburg, Hannover und Leipzig betrieben. Das Unternehmen hatte etwa 750 Mitarbeiter - darunter 240 am Stammsitz in Bochum.

(Quelle: Markenpost)


Brauerei Wohn meldet Insolvenz an

13.02.2008 Naila:

Die letzte der Nailaer Brauereien, die Bürgerbräu Andreas Wohn, ist in eine bedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten. Jetzt wurde beim AG in Hof Insolvenz angemeldet.

Als Grund nannte man den immensen Kostendruck in allen Bereichen des Unternehmens. Dies betreffe sowohl die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise als auch den Druck durch Großkonzerne und Billigbier-Brauereien.

Die Bürgerbräu Naila, seit 80 Jahren in Familienbesitz, beschäftigt noch 15 Mitarbeiter. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Gunther Neef aus Hof. Gemeinsam mit Geschäftsführer Heinrich Wohn brachte Neef bei der Versammlung die Hoffnung zum Ausdruck, dass es einen Neuanfang bei der Nailaer Traditionsbrauerei geben könnte. Der Braubetrieb soll nach Möglichkeit in vollem Umfang aufrecht erhalten werden.

(Quelle: Frankenpost)


Vorläufiges Insolvenzverfahren über Evangelisches Altenheim eröffnet

12.02.2008 Bremen:

Bereits im Januar wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen des Vereins "Evangelisches Altenheim Loccum e.V." und der Betreibergesellschaft, der "Haus Loccum Service Wohnen GmbH", eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt/vereidigte Buchprüfer Dirk Oelbermann bestellt. Die beiden Gesellschaften erwirtschafteten mit 80 Mitarbeitern 2007 einen Jahresgesamtumsatz von ca. 3,8 Mio. EUR . Die Löhne und Gehälter werden vorfinanziert und die Fortführung des Geschäftsbetriebes wird durch einen Massekredit gewährleistet.

Auf der Grundlage eines vom Insolvenzverwalter erstellten Unternehmensexposes wurden geeignete Wettbewerber zur Abgabe von Kaufangeboten aufgefordert. Man gehe davon aus, dass der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortgeführt werden kann und dass sich kurzfristig ein neuer Unternehmensträger finden wird.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; RA Dirk Oelbermann)


Autohaus Posbrig meldet Insolvenz an

12.02.2008 Monheim:

Das Autohaus Posbrig hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Insolvenzverwalter ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Wolf-Rüdiger von der Fecht.

In dem Unternehmen, das sich u.a. mit Ex- und Import, Verkauf und Ankauf von Fahrzeugen sowie deren Reparatur, Versicherung, Leasing und Finanzierung befasste wurden 17 Angestellte beschäftigt.

Begründet wird der Niedergang des Unternehmens mit einer für die deutsche Automobilindustrie schwierigen Phase in den letzten Jahren. Von dieser Umsatzschwäche sei auch "Posbrig's Automobile" nicht verschont geblieben.

Das Unternehmen wurde als Gewerbebetrieb im Februar 1976 gegründet und am 18.3.1998 als Einzelfirma ins Handelsregister beim AG Düsseldorf eingetragen.

(Quelle: RP Online)


Aus für Autohaus Kreuznach

11.02.2008 Bad Kreuznach:

Der Opel-Händler "Autohaus Kreuznach" geht in die Insolvenz. Die Geschäftsführung des Traditionsunternehmens informierte bereits die 85 Mitarbeiter. Zu den Ursachen, erklärte man, dass der Preisverfall, die Verunsicherung der Kunden, das stetig sinkende Netto-Einkommen der Verbraucher, die Rabattschlachten in der Branche sowie die Internet-Konkurrenz dazu geführt hätten.

Jetzt hoffe man, dass der Betrieb unter der Ägide des Insolvenzverwalters weiter arbeiten kann.

(Quelle: Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach)


Meindl-Druck und VMR Joh. Roth - Grünes Licht für Insolvenzplanverfahren

07.02.2008 Dachau:

Die Gläubigerversammlung hat den Insolvenzplänen für die Meindl-Druck Druckerei und Verlags-Gesellschaft mbH und die VMR Joh. Roth sel. Ww. Graphische Kunstanstalt Vertriebs- u. Marketing GmbH zugestimmt. Damit sind beide Unternehmen aus der Insolvenz entlassen und können von den Geschäftsführern eigenverantwortlich weitergeführt werden. Über Meindl-Druck und VMR Joh. Roth, die beide Teile der Media Group Franke KG sind, waren im Dezember 2006 Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Dem Insolvenzverwalter, Axel Bierbach von der Münchener Rechtsanwalts-Kanzlei Müller-Heydenreich, Beutler & Kollegen (MHBK) ist es gelungen, die hochdefizitären Betriebe innerhalb eines Jahres zu restrukturieren und zu sanieren. In beiden Unternehmen leitete er umfangreiche Umstrukturierungen ein, bei denen neue Aufgabenstrukturen geschaffen und die Kosten drastisch reduziert wurden.

Die Ursache für die Insolvenzen von Meindl-Druck und VMR Joh. Roth liegt im Wesentlichen in den gescheiterten Bemühungen zur Integration der beiden Unternehmen in den Firmenverbund der Media Group Franke KG. Die in Dachau bei München ansässige Gruppe kaufte in den Neunziger Jahren diverse bayerische Unternehmen im Druckerei-Gewerbe auf. Der Versuch, den Firmenverbund mit Unternehmen an verschiedenen Standorten zentral von Dachau aus zu leiten, misslang jedoch. Im Jahr 2006 mussten acht der neun Unternehmen der Franke-Gruppe Insolvenz anmelden. Sechs davon mussten in der Folge ihren Betrieb einstellen.

Ziel der Insolvenzpläne ist es, die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung von Meindl-Druck und VMR Joh. Roth zu beseitigen und die Betriebe langfristig in ihrer bisherigen Gesellschaftsstruktur zu erhalten. Für die Gläubiger ist mit der Annahme der Insolvenzpläne eine deutliche wirtschaftliche Verbesserung gegenüber einer Liquidation des schuldnerischen Vermögens verbunden.

(Quelle: eigene Pressemitteilung; Rechtsanwälte MHBK)


Investor für Schieder-Werk gefunden - Liechtensteiner springen ein

06.02.2008 Schieder-Schwalenberg:

Eine Investorengruppe aus Liechtenstein übernimmt das Stammwerk des insolventen Möbelherstellers Schieder - am Stammsitz arbeiten rd. 300 Beschäftigte.

Wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte, handelt es sich um die Lichtensteiner Investorengruppe Peter Gschwend. Nähere Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt. Bis zu ihrer Pleite war die Schieder-Gruppe das größte Möbelunternehmen Europas. Im Juni vergangenen Jahres musste die Holding Insolvenz anmelden, die Mehrheit der rd. 115 selbstständigen Tochterunternehmen folgte mittlerweile diesem Schritt.

Vor der Insolvenz waren vier ehemalige Topmanager der Schieder-Gruppe wegen millionenschweren Kreditbetrugs festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die wirtschaftliche Lage der Schieder-Gruppe gegenüber Banken besser dargestellt zu haben, als sie tatsächlich war, um Kredite zu verlängern oder neue zu bekommen. Dadurch soll ein Schaden i.H.v. rd. 283 Mio. EUR entstanden sein. Firmengründer Rolf Demuth hat die Vorwürfe inzwischen eingeräumt.

(Quelle: RP Online)


Partner gefunden - Die Carl Mertens Besteckfabrik wird weitergeführt

06.02.2008 Solingen:

Zurück in die Zukunft - für die Carl Mertens Besteckfabrik ist das nicht nur das Motto auf der am Freitag in Frankfurt beginnenden Messe Ambiente. Vielmehr auch der Auftakt eines Neubeginns, der nach der Insolvenz im August 2006 und der danach gegründeten Auffanggesellschaft erforderlich war.

Zusammen mit dem Insolvenzverwalter Dr. Rainer Maus wurde in den vergangenen Monaten Gespräche mit mehreren Interessenten geführt, die in die Solinger Besteckfabrik nicht nur Kapital, sondern auch Ideen einbringen wollten. In Sachen Marketing und Produktentwicklung soll jetzt aber investiert werden. Man weiß, dass die Besteckfabrik eine Vertriebsschwäche habe, künftig soll sie im Handel im In- und Ausland bekannter gemacht werden.

Die Mitarbeiter des Solinger Unternehmens, das mittlerweile wieder 34 Beschäftigte zählt, wurden in einer Betriebsversammlung informiert. Vielen sei ein Stein vom Herzen gefallen. Auch durch das Engagement der Mitarbeiter sei es schließlich gelungen, dass die Auffanggesellschaft 2007 ein Geschäftsjahr mit Ertrag verbuchen konnte.

(Quelle: RP online)


Autohaus Erb insolvent

01.02.2008 Lahr:

Der seit 40 Jahren bestehende Betrieb Autohaus Erb musste beim Insolvenzgericht Offenburg Insolvenzantrag stellen.

Der Geschäftsbetrieb des BMW-Händlers soll fortgeführt und der Standort mit den 28 Arbeitsplätzen gesichert werden. Als Gründe für den Insolvenzantrag nennt das Unternehmen: Ein seit einigen Jahren rückläufiger Markt und ein damit einhergehender Verdrängungswettbewerb, der die Akquisition neuer Kunden stark erschwerte, und das kontinuierliche Anwachsen der Betriebskosten hätten letztendlich zu einer finanziellen Schieflage geführt.

(Quelle: Badische Zeitung)


Embo - Teil der Textilveredlung läuft weiter

31.01.2008 Cottbus:

Wie der zuständige Insolvenzverwalter Knut Rebholz auf Nachfrage mitteilte, werde im Rahmen der Embo-Insolvenz eine übertragende Sanierung angestrebt. Man sei derweil weltweit auf Investorensuche. Die Chancen stünden nicht schlecht, da es ertragswirksame Nischenprodukte gebe, die trotz des Preisdrucks im Wettbewerb bestehen und eine Produktion in Deutschland sichern können.

Von zuletzt 230 Beschäftigten seien etwa 90 freigestellt worden. Es werde geprüft, die freigestellten Fachleute in einer Beschäftigungsund Qualifizierungsgesellschaft aufzufangen.

Die Berliner Textilgruppe Bob hatte Mitte November 2007 Insolvenz angemeldet. Betroffen davon sind 13 Firmen in Berlin und die Cottbuser Produktionsbetriebe mit zuletzt rd. 230 Beschäftigten. Ihnen konnten die Oktoberlöhne nicht gezahlt werden.

(Quelle: Lausitzer Rundschau)


Firma Schmidt startet nach Insolvenz durch

30.01.2008 Celle:

Nach der Insolvenz muss nicht das Ende kommen - das hat gerade die Celler Sanitär- und Heizungsbaufirma F.u.G. Schmidt GmbH vorexerziert. Nachdem der Betrieb wegen ausstehender Zahlungen und nach einem 13-jährigen Gerichtsprozess finanziell ins Straucheln geraten war, ist jetzt eine Lösung gefunden worden: Wedemeyer Heizung, Sanitär, Klima hat die Firma übernommen, die ab sofort unter dem Namen F.u.G. Schmidt GmbH Sanitär und Heizung weiter in Celle tätig ist.

Eine solche Sanierung eines Unternehmens kann fast nur in der Insolvenz gelingt, weil dann der Käufer nur die Aktiva wie etwa Mitarbeiter, Inventar, Kunden und Aufträge kaufen kann und sich mit alten Verbindlichkeiten nicht mehr abquälen muss, sagt Rechtsanwalt Hans-Peter Valentiner.

(Quelle: Cellesche Zeitung)


Autohaus gerettet - 61 der 67 Arbeitsplätze bleiben erhalten

30.01.2008 Pfungstadt:

Die Ferdinand Schneider GmbH & Co. KG gibt es nicht mehr - aber "Mercedes" bleibt. Und das durch das Mercedes-Benz-Autohaus Bartmann und Sohn, das in Übereinstimmung mit der im Konzern zuständigen Niederlassung Berlin nach Rüsselsheim expandieren wird.

Damit ist auch die Zukunft dieses Betriebsteiles gesichert, nachdem die Kelsterbacher Schneider-Niederlassung bereits zum Jahresbeginn an das Autohaus Star sowie eine Firma "Tanktechnik Rhein-Main" übertragen worden war. Nun steht fest, dass 61 der insgesamt 67 Arbeitsplätze gerettet sind. Denn mit Ausnahme von sechs Angestellten, die mit Unterstützung des Insolvenzverwalters schon neue Stellen gefunden haben, wird Bartmann die Rüsselsheimer Belegschaft übernehmen - und zwar mit den seitherigen Arbeitsverträgen.

Für die Kundschaft bleibt auch alles beim Alten. Nachdem die Ferdinand Schneider GmbH & Co. KG am 23.10.2007 Insolvenz beantragt hatte, begannen intensive Bemühungen um die Rettung der Firma. Anwalt Silz ist sicher, dass die für den 26.2.2008 angesetzte Gläubigerversammlung der vereinbarten Lösung zustimmen wird und dass am Ende des Insolvenzverfahrens, dessen Dauer er auf zwei bis drei Jahre schätzt, auch noch Geld zur Befriedigung der Gläubiger vorhanden sein wird.

(Quelle: Echo online)


Roder Kunststofftechnik - Neustart nach Insolvenz

28.01.2008 Lübeck:

Nachdem das renommierte Lübecker Kunststoffwerk im vorletzten Jahr Insolvenz anmelden musste, feiert die neue GmbH am 31.1.2008 ihre Wiedereröffnung.

Im November 2006 hatte das Altunternehmen Roder Insolvenz angemeldet - als Insolvenzverwalter wurde Hans-Jürgen Beil bestellt. Das Osteuropäische Ausland verzeichnete einen eindeutigen Preisvorteil. Viele Kunden fertigten somit ihre Produkte im Ausland. Die Auftragszahlen sanken und der Umsatz halbierte sich.

Viele Arbeitnehmer gehörten seit Jahrzehnten dem Unternehmen an, daraus resultierten lange Kündigungsfristen und auch erheblich zu zahlende Abfindungssummen. Die Kunststoffwerk Gottfried Roder GmbH erlitt einen Liquiditätsabfluss in Millionenhöhe.

Doch durch die insolvenzrechtlichen Gegebenheiten war es möglich, die Mitarbeiterstruktur kurzfristig den aktuellen Umsätzen anzupassen. Insgesamt wurden 30 von 40 Arbeitsplätzen erhalten. Um auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, wurde in modernste Fertigungstechniken, wie z.B. den Reinraum, investiert und dank eines Investors innovative Produktionsflächen für das Unternehmen errichtet.

(Quelle: Plasticker)


Metzgerei Schatz vor Übernahme

25.01.2008 Marlesreuth:

Die Metzgerei Schatz musste Insolvenz anmelden - zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jürgen Wittmann aus Kronach ernannt.

Betroffen sind insgesamt sieben Mitarbeiter - zwei Metzger und fünf Verkäuferinnen - am Hauptsitz in Marlesreuth sowie in den Filialen. Derzeit laufen Verhandlungen über eine mögliche Nachfolge in der Metzgerei.

Bis eine endgültige Lösung gefunden ist, werde weiter produziert und verkauft. Das sei auch ausdrücklicher Wunsch des Insolvenzverwalters, der nun den Geschäftsablauf überwache.

Das Ziel sei ein möglichst nahtloser Übergang der Metzgerei Schatz in den Betrieb des Nachfolgers. Zuversichtlich äußerte sich auch der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Wittmann.Derlaufende Betrieb sei sichergestellt, sodass ein potenzieller Übernehmer, mit dem verhandelt werde, beste Voraussetzungen für einen Start vorfinde. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sollte die Übernahme bis Ende März erfolgen.

(Quelle: Frankenpost)


Wachswerke Eika melden Insolvenz an - 160 Arbeitsplätze sollen aber erhalten bleiben

24.01.2008 Fulda:

Die Eika Wachswerke haben Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen sei zahlungsunfähig, gab der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Schünke an. Das Unternehmen aus Fulda zählt mit einem Jahresumsatz von 40 Mio. EUR nach eigenen Angaben zu den führenden Kerzenherstellern Europas. Dennoch seien die Gehälter für die nächsten drei Monate gesichert.

Bereits in den beiden zurückliegenden Jahren war die Zahl der Beschäftigten von 200 auf 160 reduziert worden. Die Eika Wachswerke zogen aufgrund einer Liquiditätslücke die Konsequenzen. Forderungen von Banken und Lieferanten konnten zuletzt nicht mehr beglichen werden. Die Lagerbestände seien zu hoch und der Abverkauf zu gering gewesen. Die Produktion musste daher zurückgefahren werden. Jetzt werde zunächst an einem Sanierungskonzept gearbeitet und der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen.

(Quelle: Frankfurter Rundschau online)


Dormettinger Frischemarkt bleibt erhalten

23.01.2008 Dormettingen:

Der Dormettinger Frischemarkt wird allem Anschein nach erhalten bleiben - wenn auch mit einer anderen Besetzung und einem eingeschränkten Sortiment. Sowohl für die Bäckerei, als auch für die Metzgerei zeichne sich eine Lösung ab, sagt Insolvenzverwalter Edgar Dorn, obwohl letztendlich noch nichts vergeben sei.

Z.Zt. werde mit zwei Übernahme-Interessenten verhandelt. Dabei sei die Übernahme der Bäckerei schon ziemlich sicher. Der Bäcker komme aus der näheren Umgebung von Dormettingen, erklärt der Insolvenzverwalter.

Auch bei der Metzgerei seien die Verhandlungen schon sehr weit gediehen. Das Ergebnis sei zwar noch nicht ganz in trockenen Tüchern, man befinde sich aber auf einem guten Weg, eine tragbare Lösung zu finden.

Im August vergangenen Jahres beantragte der Frischemarkt die vorläufige Insolvenz, Ende Oktober 2007 wurde dann das Insolvenzverfahren eingeleitet.

(Quelle: Südwest aktiv)


Insolvenzverwalter will Betreibergesellschaft "DDC Theta" sanieren

23.01.2008 Rathenow:

Im City-Center, einem großen Einkaufszentrum in Rathenows Stadtmitte, stehen zu viele Gewerberäume leer. Dies ist einer der Gründe, warum der Betreiber, die DDC Theta Neue Länder zum 1.1.2008 Insolvenz anmelden musste. Zum Insolvenzverwalter wurde der Berliner Rechtsanwalt Christoph Schulte-Kaubrügger ernannt.

Die Inhaber der Geschäfte im City-Center konnten aber beruhigt werden - niemand müsse befürchten, dass hier die Türen abgeschlossen werden. Im Gegenteil: Man habe das Ziel, dass das Einkaufszentrum nicht nur offen bleibt, sondern dass demnächst auch noch zusätzliche Mieter einziehen.

Die finanzielle Schieflage der DDC Theta sei entstanden, weil die Mieteinnahmen nicht mehr ausgereicht haben, um einerseits die

Kreditverpflichtungen bei Banken einzuhalten, aber auch um andererseits die Forderungen von Energieversorgern pünktlich zu bezahlen, sagte der Insolvenzverwalter weiter, der das Einkaufszentrum jetzt als Geschäftsführer leitet.

(Quelle: Märkische Allgemeine)


Auto-Opitz nach der Insolvenz: Werkstattgeschäft ist gut angelaufen

23.01.2008 Bortfeld:

Ende Oktober schien alles vorbei zu sein: Nach einem Insolvenzverfahren musste das Autohaus Opitz seinen Betrieb in Vechelde und Bortfeld einstellen. Jetzt wagt das Familienunternehmen an seinem Stammsitz an der Ortsdurchfahrt in Bortfeld einen Neuanfang.

Am 1.12.2007 wurde das Geschäft als Einzelfirma neu eröffnet. Fünf Mitarbeiter und drei Auszubildende hat Opitz von der insolventen Kommanditgesellschaft übernommen.

Das Autohaus ist nun keine Vertragswerkstatt mehr, sondern eine Mehrmarken-Werkstatt. Das Werkstattgeschäft sei gut angelaufen, es gebe teilweise Wartezeiten.

Opitz will künftig auch Neu- und Gebrauchtwagen verkaufen. Dieser Geschäftszweig soll nach und nach wachsen. Derzeit knüpfe die Firma Kontakte zu Lieferanten im In- und Ausland.

Das Autohaus Opitz wurde 1970 eröffnet. Im Juli 2007 meldete die finanziell angeschlagene Firma Insolvenz an. Da sich kein Investor fand, der das Autohaus übernehmen wollte, musste es seinen Betrieb zum 31.10.2007 einstellen.

(Quelle: Newsclick)


Consumer-Electronic-Hersteller Maxfield meldet Insolvenz an

21.01.2008 Düsseldorf:

Der Düsseldorfer Consumer-Electronic-Hersteller Maxfield hat Insolvenzantrag beim AG Düsseldorf eingereicht. Inhaber und Geschäftsführer von Maxfield, die mit MP3-Spielern bekannt geworden sind, ist Franjo Pooth, Ehemann der TV- und Werbe-Unternehmerin Verona Feldbusch.

Direkte Informationen aus dem Unternehmen waren nicht zu erhalten - nach undefinierten Informationen wurden die noch verbliebenen Mitarbeiter im Düsseldorfer Medienhafen darüber informiert. Größter Geldgeber ist nach Angaben von Creditreform die Stadtsparkasse Düsseldorf.

Die Verbindlichkeiten von Maxfield sollen sich angeblich auf bis zu 14 Mio. EUR angesammelt haben.

Maxfield hatte wegen langer Zahlungsziele im Handel, vor allem bei Elektronik-Discount-Ketten, immer mit einer dünnen Finanzdecke und hohen Außenständen arbeiten müssen. Nach anfänglichen Erfolgen im hart umkämpften und von Apple beherrschten Markt für digitale Musik-Player mit Marktanteilen bis zu 12 % in Deutschland, sanken die Verkäufe allerdings immer weiter ab.

(Quelle: de.internet.com)


KFC ist noch lange nicht über den Berg

21.01.2008 Krefeld:

Der KFC Uerdingen versucht alles - 2.379 Zuschauer im Dauernieselregen bei einem bedeutungsloses Freundschaftsspiel - das ist die Zahl, die das Bündnis "Krefeld wählt" zur Rettung des KFC Uerdingen aufgestellt hat. Über den Berg ist der KFC Uerdingen aber noch lange nicht. Zur Rettung will man vor allem versuchen, mit den Kreditoren zu sprechen und sie zu bewegen, dem Club einen Zahlungsaufschub zu gewähren oder vielleicht sogar auf Teile ihrer Forderungen zu verzichten - was bei den ausstehenden Löhnen, dem Löwenanteil, aber nicht geht.

Immerhin macht der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Stock den Verantwortlichen neue Hoffnung. Der Vorstand kündigte an, Reformen beim Club voranzutreiben, um etwa die Satzung der jeweiligen sportlichen Situation anzupassen. Vor allem soll der Verwaltungsrat eine deutlich stärkere Position bekommen als bis-lang.

(Quelle: RP Online)


Betreiber des City-Center am Märkischen Platz hat Insolvenz angemeldet

19.01.2008 Rathenow:

Der Betreiber des City-Centers Rathenow, die DDC Theta Neue Länder Projekt- und Verwaltungs GmbH ist zahlungsunfähig. Das AG in Berlin-Charlottenburg hat am 1. Januar das Insolvenzverfahren eröffnet. Das AG Berlin Charlottenburg hat den Rechtsanwalt Christoph Schulte Kaubrügger beauftragt.

Die Geschäftsleute, die im City-Center Läden betreiben, wurden von der Nachricht überrascht. Über die Gründe wurde nur spekuliert. Wie es aussieht haben die Einnahmen aus Ladenmieten bei weitem die Unkosten nicht gedeckt.

(Quelle: Märkische Allgemeine)


Deutsche Bahn kauft Waggonbau Niesky

18.01.2008 Berlin:

Die Insolvenz bleibt nur eine Episode in der Firmengeschichte. Die Deutsche Bahn übernimmt den zahlungsunfähigen Nieskyer Betrieb, alle 253 Mitarbeiter und 22 Lehrlinge. Den entsprechenden Kaufvertrag wollen beide Seiten in Kürze unterschreiben. Über die Kaufsumme vereinbarten sie Stillschweigen.

In der Tat muss die Deutsche Bahn dringend ihre Güterwagen-Flotte modernisieren. Von "Investitionsbedarf in Mrd.-Höhe" sprach im Vorjahr der Verband der deutschen Bahnindustrie.

Aber nicht nur das größte deutsche Bahnunternehmen muss aufrüsten, auch andere Speditionen brauchen moderne Waggons. Nur fünf größere Hersteller gibt es in Europa, Niesky gehört dazu. In den letzten 2 Jahren spürten die Lausitzer schnell wachsende Nachfrage - und sicherten sich einen Auftrag nach dem anderen. Doch dann deuteten sich bereits finanzielle Schwierigkeiten an. Die Nieskyer hatten gut 2 Jahre nach dem Neustart als eigenständiges Unternehmen noch nicht genügend Geld auf der Kante, um das Material für so viele Aufträge zu kaufen.

Im Oktober waren die letzten finanziellen Spielräume ausgereizt, Zulieferer und Dienstleister des Waggonbaus blieben auf offenen Rechnungen sitzen. Der Geschäftsführung blieb nur noch der Antrag auf Insolvenz.

Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Januar eröffnet. Der Dresdner Insolvenz-Experte Jörg Spiesübernahm selbst die Geschäftsfüh-rung des Nieskyer Betriebes. Die Verhandlungen mit Übernahme-Interessenten begannen zügig, aus anfangs etwa 20 kristallisierten sich am Ende fünf heraus.

(Quelle: SZ Online)


Insolvenzverwalter sieht gute Aussichten für Fortführung vom "Dach-Café"

17.01.2008 Gießen:

Die Aussichten des in wirtschaftliche Schieflage geratene Dach-Café seien nach Ansichten des vorläufigen Insolvenzverwalters Ralf Diehl gut. Der gastronomischen Institution droht nach einem Betreiberwechsel im vergangenen Jahr möglicherweise das Aus.

Das vorläufige Insolvenzverfahren gegen die "Dach-Café Gießen GmbH" läuft. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gebe es bereits potenzielle Interessenten. Bis zur Entscheidung einer Übernahme soll das Dach-Café weitergeführt werden, solange dies kostendeckend möglich ist.

Denn fällt die Entscheidung über eine Eröffnung des Verfahrens am 2. Februar positiv aus, tritt der Insolvenzverwalter als Arbeitgeber auf, mit allen Risiken, die damit verbunden sind. Ausgesprochenes Ziel ist es jedoch, die Arbeitsplätze der 18 Festangestellten zu erhalten. Die Vorzeichen hierfür seien positiv.

(Quelle: Giessener Anzeiger)


NICI geht's besser

16.01.2008 Altenkunstadt:

Aus Nici Unternehmenskreise war jetzt zu erfahren, dass der Altenkunstadter Plüschtierhersteller sich von der Insolvenz erholt habe.

Unter neuer Eigentümerschaft konnte zum Jahresende eine schwarze Null geschrieben werden. Zur Stärkung der Marke NICI soll in Zukunft mehr Werbung gemacht werden. Außerdem will das Unternehmen neue Produkte abseits von Plüschtieren herausbringen wie Taschen, Papier, Büro- und Schreibwaren.

Der dritte wichtige Punkt für die Zukunft sei, die Marke auch international bekannt zu machen von Hongkong über Moskau bis Mexiko will NICI neue Märkte erschließen. In diesem Jahr rechnet das Altenkunstadter Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Der Hersteller des WM-Maskottchens Goleo hatte Anfang 2006 nach betrügerischen Machenschaften des Firmengründers Ottmar Pfaff Insolvenz anmelden müssen.

(Quelle: Kanal 8)


Hammer-Mode in Münchberg meldet Insolvenz an

15.01.2008 Münchberg:

Die Firma Hammer-Mode in Münchberg hat Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Exner aus Nürn-berg - will nun prüfen, ob das Traditionsunternehmen doch noch vor der Schließung bewahrt werden kann.

Fest steht jedoch jetzt schon, dass der Werksverkauf mittelfristig fortgeführt wird. Aus Medienberichten war zu entnehmen, dass die Geschäftsführung das Unternehmen bereits zum 31. Januar dieses Jahres schließen wollte. Die 38 Beschäftigten hätten so ihren noch ausstehenden Lohn von 3 Monaten verloren. Jetzt haben sie jedoch Anspruch auf Insolvenzgeld. Und damit keinen Lohnausfall.

(Quelle: TV O)


FC Schonach knapp vor Insolvenz gerettet

11.01.2008 Schonach:

Große Erleichterung macht sich derzeit beim Schonacher Fußball-club breit - die drohende Insolvenz des Clubs konnte jetzt abgewendet werden konnte. Ein großer Schuldenberg war mit dem Bau des Clubhauses 2000/2001 angewachsen und hatte letztlich im Zusammenhang mit Zinsen und laufenden Kosten dazu geführt, dass der FC Teutonia finanziell zu kämpfen hatte.

Bereits im Jahr 2005 sah sich der Vorstand gezwungen, in direkte Verhandlungen mit den vier Hauptgläubigern - der Sparkasse Schwarzwald Baar, der Volksbank Triberg, der Gemeinde Schonach und der Fürstenbergbrauerei in Donaueschingen - zu treten und bei diesen Zugeständnisse im Hinblick auf die Rückzahlung der hohen Schulden zu erreichen.

Das Ganze habe sich über 2 Jahre hingezogen, kurz vor Weihnachten 2007 konnte eine Einigung mit den Gläubigern erzielt und damit die drohende Insolvenz und in letzter Konsequenz die Auflösung des Vereins abgewendet werden.

Der Schonacher Fußballclub ist ein großer Traditionsverein und feiert im nächsten Jahr seinen 100. Geburtstag. Kurz vor Weihnachten 2007 wurde die Mitglieder-Marke von 500 überschritten. Nach der Eröffnung des Sportplatzes im Schonacher Obertal 1999 wurde im Jahr 2001 auch der Bau des Clubhauses abgeschlossen; hierbei hatten die Mitglieder rd. 20.000 freiwillige Arbeitsstunden investiert.

Die Kosten von 800.000 DM wurden zu etwa einem Drittel aus Zuschüssen des Badischen Sportbundes abgedeckt, den Rest musste der Verein selbst finanzieren.

(Quelle: Schwarzwälder Bote)


Johler Druch - Insolvenzantrag

10.01.2008 Neumünster:

Die seit Monaten eskalierende Krise des börsennotierten Druck-Konzerns Arquana gefährdet rd. 100 Arbeitsplätze beim Neumünsteraner Traditionsunternehmern Johler Druck.

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung hat die ebenfalls in Neumünster angesiedelte Dachgesellschaft Arquana International Print & Media AG für sich, Johler Druck sowie zwei Service-Gesellschaften Insolvenzantrag gestellt. Die ebenfalls zu Johler gehörende Nord Offset GmbH in Ellerbeck ist nicht direkt von diesem Schritt betroffen.

In der Druckbranche wird der Niedergang von Arquana nicht ohne Häme verfolgt: Über mehrere Jahre hatte die Beteiligungsgesellschaft in Deutschland, Österreich und Frankreich mittelständische Druckereien mit wirtschaftlichen Problemen aufgekauft und unter einem Dach zusammengeführt, um diese zu sanieren und um mit teilweise aggressiver Preispolitik den hart umkämpften Markt für Rollenoffesetdruck zu erobern.

Doch diese Rechnung ging nicht auf - es häuften sich Millionenverluste an, nach und nach gingen die Beteiligungen in die Insolvenz, vor kurzem zog sich Arques aus dem Unternehmen zurück.

Für Johler Druck sieht Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder dennoch gute Zukunftschancen, da das Unternehmen eine gute Position am Markt hat und bereits Gespräche mit Investoren geführt werden. Zudem laufe der Geschäftsbetrieb unverändert weiter.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf hochwertige Werbedrucksa-chen wie Zeitungsbeilagen und Kataloge. Gedruckt werden täglich bis zu 10 Mio. Zeitungsbeilagen, Broschüren, Flyer und Zeitschriften. Zu den Kernkunden des Unternehmens gehören Einzelhändler und Verlage, Finanzdienstleister, Reiseveranstalter sowie die Modebranche.

(Quelle: Kieler Nachrichten)


Toff Togs - Zeit für Rettung läuft ab

09.01.2008 Ötisheim:

Die Zeit für eine Rettung werde knapp, so der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Hellmich, der versucht, das Ötisheimer Unternehmen zu retten. Allerdings gab er an, bereits ein ernsthaftes Gespräch mit einem potenziellen Investor geführt zu haben. Ein möglicher Geldgeber müsse die gesamte Firma übernehmen, mitsamt den 20 Mitarbeitern, macht Hellmich deutlich.

Die Belegschaft hat in Ötisheim die Musterkollektion des Kinder-mode-Labels erstellt, auf deren Basis die Händler auf den Messen ihr Bestellungen aufgeben. Jetzt wolle der engagierte Mitarbeiterstamm helfen, die Sommer- und Winterkollektion verkaufsfertig zu machen. Das Problem: Für die Auslieferung der Kleidung könnten die Lieferanten nicht bezahlt werden. Hier müsste ein Investor in Vorleistung gehen - das Auftragsvolumen beläuft sich auf 1,5 Mio. EUR.

Bereits im August habe die Firmenleitung nach Investoren gesucht. Es hätten auch verschiedene Konzepte auf dem Tisch gelegen. Doch das Ruder konnte offenbar nicht herumgerissen werden.

(Quelle: Mühlacker Tagblatt)


Autohaus Schillinger meldet Insolvenz an

08.01.2008 Lahr/Achern:

Die Lahrer Autohaus Fritz Schillinger GmbH, Vertragshändler für Opel und Saab sowie für Marken wie Lotus, Maserati, Chevrolet, Cadillac und Corvette, hat am 4. Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefano Buck von Schultze & Braun bestellt. Er wird den Geschäftsbetrieb zunächst fortführen, um Lösungsmöglichkeiten mit dem Ziel der Standortsicherung zu finden.

Das Autohaus wurde bereits 1929 von Fritz Schillinger sen. gegründet und wird heute von seinem Sohn Fritz und dessen Tochter Tina geleitet. Mit dem Vertrieb seiner internationalen Marken zog das Autohaus Schillinger Kunden aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten an und war mit seinem Vertriebsprogramm erfolgreich. Die Zeiten wurden für das Auto-haus Schillinger schwieriger, als das Opel-Mutterhaus General Motors zunehmend Einfluss auf die Modellpolitik der Adam Opel AG in Rüsselsheim nahm.

Ende September 2007 brach das Verkaufsgeschäft von Autohaus Schillinger dann in weiten Teilen ein. Erste Gespräche zwischen der Geschäftsleitung und der Adam Opel AG führten zu keinem Ergebnis.

Der Insolvenzverwalter teilte mit, dass die Löhne und Gehälter für die 60 Mitarbeiter für Dezember 2007 rückständig seien und dass hier zunächst für eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesorgt wird. Als werde man Gespräche mit dem Vertragspartner Opel sowie mit den beteiligten Banken suchen.

(Quelle: KA-News)


Mindquarry meldet Insolvenz an

07.01.2008 Potsdam:

Der Potsdamer Softwarehersteller Mindquarry ist insolvent und hat seine kommerziellen Angebote eingestellt. Zuvor hatte der Investor Hasso Plattner Ventures die weitere Finanzierung des Unterneh-mens eingestellt.

Der Insolvenzantrag wurde bereits Ende 2007 gestellt, sodass das Insolvenzverfahren am 27.12.2007 eröffnet werden konnte. Die kommerziellen Angebote hat das Unternehmen bereits eingestellt, die Produkte Mindquarry Go und Mindquarry Pro werden nicht länger angeboten.

Mindquarry bietet eine freie webbasierte Open-Source-Teamsoft-ware als Alternative zu Microsoft Sharepoint an. Finanziert wurde das Unternehmen von Hasso Plattner Ventures, die nun aber die Finanzierung des Potsdamer Unternehmens eingestellt haben.

Laut Medienangaben haben die Entwickler haben bereits einen neuen Arbeitgeber.

(Quelle: Golem)


Erster voll zertifizierter Insolvenzverwalter Deutschlands


Johannes Franke ist der erste voll zertifizierte Insolvenzverwalter Deutschlands. Nach dem Triple A Zertifikat des Deutschen Instituts für angewandetes Insolvenzrecht e.V. und dem DIN ISO Testat hat der Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei Franke & Franke aus Hannover seit Januar 2008 auch das neue „InsO 9001“ Zertifikat der DQS Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen GmbH in der Tasche, das von der Unternehmensberatung STP Consulting GmbH in Kooperation mit der Insozert Messner & Voß GbR entwickelt wurde. „Ein entsprechender Qualitätsnachweis ist für Insolvenzverwalter heute unabdingbar, um das eigene Handeln transparent darstellen zu können und das Vertrauen der Öffentlichkeit in unseren Berufsstand zu stärken“, sagt Johannes Franke.


Die Insolvenzverwalterbranche hat es seit einigen Jahren nicht leicht. Betrugsfälle wie der des ehemaligen Insolvenzverwalters Reinhard Mühl, der zwischen 2000 bis 2004 in 23 Fällen über 60 Mio. € veruntreut hatte, haben für erheblichen Imageschaden gesorgt; die Undurchsichtigkeit der
Verwalterszene wurde bemängelt und mehr Transparenz über den Umgang der Insolvenzverwalter mit fremdem Vermögen gefordert.

Durch eine vollständige Zertifizierung, wie sie jetzt Johannes Franke bietet, können Insolvenzverwalter die Qualität ihrer Leistung künftig nach außen messbar darstellen und nachweisen, dass sie für ihre Tätigkeit sowohl die notwendigen Voraussetzungen und Strukturen geschaffen als auch die zur
Abwicklung erforderlichen Arbeitsabläufe transparent und jederzeit zugänglich dokumentiert haben.

Schon jetzt bestellen die Gerichte kaum noch Verwalter, die nicht den Fachanwaltskurs besucht haben bzw. Fachanwälte für Insolvenzrecht sind. Die Zertifizierung einer Kanzlei wird vor diesem Hintergrund in naher Zukunft eine ähnliche Bedeutung haben und zum Ausscheidungskriterium bei der Verwalterbestellung werden. Denn der Insolvenzverwalter-Markt verändert sich und übt zunehmend Druck auf die Branche aus. Er wird heute bestimmt durch ein zunehmendes Überangebot an Kanzleien, deren Leistungen sich zudem nur sehr schwer messen lassen. Gleichzeitig nehmen im Zuge der Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland die Unternehmensinsolvenzen deutlich an Zahl und Masse ab.

„Immer mehr Sozietäten konkurrieren um eine schwindende Menge an Insolvenzen“, sagt Johannes Franke, „da wird Qualifizierung zum Überlebensmerkmal für den Insolvenzverwalter. Gleichzeitig können wir durch einheitlich geltende Qualitätsstandards dafür sorgen, unsere Arbeit durchsichtiger zu gestalten und auf diese Weise dazu beitragen, das öffentliche Bild des „schmutzigen Geschäftes mit den Pleiten“ wieder zu wenden.“ In der daraus resultierenden Transparenz und Vergleichbarkeit sieht der Insolvenzverwalter den größten Nutzen für die Auftraggeber, denn die erforderlichen Leistungskriterien und Prozesse sind offen gelegt und nachweislich nachhaltig.

Johannes Franke ist seit 13 Jahren als Insolvenzverwalter tätig und beschäftigt in seiner Hannoverschen Kanzlei 15 Mitarbeiter/innen, darunter vier Berufsträger/innen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Sanierung und Betriebsfortführung bedrohter Unternehmen. Excellence versteht man bei Franke & Franke als übergeordnetes Unternehmensmodell: Über die Triple A und InsO 9001 Zertifizierung für den Insolvenzbereich hinaus ist auch die gesamte anwaltliche Dienstleistung der Kanzlei seit Ende 2007 nach DIN EN ISO zertifiziert.

 

Weitere Informationen:
Johannes Franke
Franke & Franke Rechtsanwälte
Verdener Platz 1
30419 Hannover
Tel.: 0511 / 79 45 73
Fax: 0511 / 79 45 76
kanzlei@frankeundfranke.com
www.frankeundfranke.com


Nach Insolvenz der "Grabfeldmöbel" geht die Produktion weiter

06.01.2008 Sulzdorf an der Lederhecke:

Für die 95 Mitarbeiter von Grabfeldmöbel beginnt wieder der Alltag. Eine achtköpfige Investorengruppe hat dies möglich gemacht und kommt gleichzeitig mit neuen Produkten auf den Markt. Die Wende kam für die Belegschaft noch vor dem Heiligen Abend, als mitgeteilt wurde, dass das Unternehmen weitergeführt werde. Von den ehemals 130 werden nun 95 Mitarbeiter in die neue Firma übernommen. Das alles war jedoch nur möglich, weil auch die örtlichen Politiker und Banken mitgespielt haben. Bereits bei der anstehenden Möbelmesse v. 13. - 20.1. in Köln werden die Sulzdorfer Möbelwerke GmbH vertreten sein und zwar mit ihren neuesten Produkten. Diese wurden in den vergangenen Wochen vollkommen neu entwickelt.

(Quelle: Osthessen News)


Eigenverwaltung für insolvente WBN Waggonbau Niesky GmbH

03.01.2008 Dresden:

Das AG Dresden hat am 1.1.2008 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WBN Waggonbau Niesky GmbH eröffnet. Gleichzeitig ordnete das Gericht die Eigenverwaltung an. Die Anordnung der Eigenverwaltung wurde möglich, da Herr Rechtsanwalt Jörg Spies als ein anerkannter Insolvenzexperte in die Geschäftsführung eingetreten ist. Der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler, Dresden, wurde zum Sachwalter der Gläubiger bestellt.

Die WBN Waggonbau Niesky GmbH ist einer der fünf wesentlichen in Europa verbliebenen Güterwagenhersteller. Das Unternehmen, das 250 Arbeitnehmer beschäftigt, produziert offene und gedeckte Güterwagen sowie Flachwagen am Standort in Niesky. Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Betätigung liegt auf der Herstellung hochwertiger Schiebewandwagen, die ein hohes technisches Know-how, besonders bei der Verarbeitung von Aluminium, erfordern.

Ziel ist es, einen Insolvenzplan zur Sanierung der Schuldnerin umzusetzen. Die derzeitige Unternehmenskrise ist dem Umstand geschuldet, dass für das gebundene Auftragsvolumen von 300 Mio. EUR die Kapitalausstattung deutlich zu gering ist.

Eine weitere Hauptursache für die gegenwärtige Schieflage des Unternehmens ist darin begründet, dass die Lieferverträge in Teilen ohne Preisgleitklauseln verhandelt worden sind. Das mit dem Insolvenzplan verfolgte Sanierungskonzept stellt vor diesem Hintergrund vorrangig auf die Ausnutzung insolvenzspezifischer Gestaltungsrechte zur finanzwirtschaftlichen und leistungswirtschaftlichen Sanierung des Unternehmens sowie die Aufnahme neuer Gesellschafter, einhergehend mit einer Kapitalerhöhung, ab. Es wurden Gespräche mit einer Vielzahl potenzieller Investoren geführt, die nahezu abgeschlossen sind.

(Quelle: Pressemitteilung PKL Keller Spies Partnerschaft)


Hans Wälischmiller GmbH gerät in Schieflage

03.01.2008 Markdorf:

Das Markdorfer Unternehmen Hans Wälischmiller GmbH hat Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Dr. Volker Grub, Stuttgart, gibt einem schleichenden Auftragsrückgang die Schuld für die Schieflage. Die Aussichten, einen Investor zu finden, bezeichnet er als recht gut. 125 Mitarbeiter sind an den Standorten Markdorf, Meersburg und Dresden beschäftigt.

Die Firma Wälischmiller, die im Bereich Nuklearmedizin und Medizintechnik tätig ist, hat vor allem zwei bedeutende Produkte, die er als "interessant" bezeichnet: Sog. Manipulatoren, die als Werkzeuge in verstrahlten Räumen eingesetzt und von außen gesteuert werden können sowie Röntgenprüfgeräte zur Qualitätskontrolle. Dennoch hat es dem Familienunternehmen zuletzt an Aufträgen gefehlt. Ein Vorgang, der sich schleichend eingestellt hat. Im Jahr 2006 hat der Umsatz rd. 12 Mio. EUR betragen. Am 21.12.2007 sei das Insolvenzverfahren auf Druck der Banken eröffnet worden. Diese hatten nach Grubs Worten lange Zeit am Unternehmen festgehalten, auch wegen der interessanten Produktpalette.

Die Hans Wälischmiller GmbH ist international tätig. Ihre Produkte werden neben Europa auch in Canada, den USA, Mexiko, Südamerika und Japan vertrieben ebenso wie in China, Südafrika und Russland.

Insolvenzverwalter Volker Grub ist nun auf der Suche nach einem Investor für die Hans Wälischmiller GmbH.

(Quelle: Schwäbische Zeitung online)


Garant Schuh + Mode AG ist endgültig saniert - durch einen Insolvenzplan

01.01.2008 Düsseldorf:

Die Schuhhandelskette Garant Schuh sieht sich nach 3 Jahren endgültig saniert und sucht nun einen neuen Eigentümer.

Das Unternehmen sei zum Jahreswechsel aus der Insolvenz entlassen worden, teilte Garant mit. Insolvenzverwalter Friedrich W. Metzeler hatte über eine Treuhandgesellschaft neues Kapital für Garant besorgt, die sich mit der Übernahme des Schuhhändlers Salamander von EnBW verhoben hatte und im Herbst 2004 Insolvenz wegen Überschuldung anmelden musste. Damit sollte Garant mit einem Eigenkapital von 23 Mio. EUR neu starten können. Zudem gebe es Kreditzusagen von Banken, hieß es. Die Treuhandfirma, die 90 % des Kapitals und alle Stimmrechte an Garant hält, soll nun bis Mitte 2008 an einen oder mehrere strategische Investoren verkauft werden.

Für das neue Jahr plant die Einkaufsgemeinschaft für 3500 selbstständige Schuhfachhändler mit 5200 Geschäften in Europa ein Umsatzwachstum von 5 %. Vorstandssprecher Robert Natter hoffe zudem auf neue Händler und die Rückgewinnung von Lieferanten, die in der Insolvenz abgesprungen waren. Garant Schuh sei das größte Insolvenzplanverfahren seit der Reform der InsO im Jahr 1999 gewesen, erklärte das Unternehmen. Das neue Recht rückte die Fortführung der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Dem Sanierungsplan müssen aber die Gläubiger zustimmen.

(Quelle: Reuters)